entwicklungsstadt berlin

Jede Zeit baut ihre Stadt.

Endlich barrierefrei: Umbau des S-Bahnhofs Hirschgarten geplant

Der S-Bahnhof Hirschgarten zählt zu den wenigen verbliebenen Berliner Stationen, die bisher ohne Fahrstuhl auskommen müssen, sodass der Bahnsteig nur über Treppen erreichbar ist. Dies wird sich jedoch bald ändern: Im September 2024 beginnt der umfassende barrierefreie Umbau, der voraussichtlich rund zwei Jahre in Anspruch nehmen wird.

Umbau des S-Bahnhofs Hirschgarten: Die Deutsche Bahn AG hat präsentiert, wie die künftig barrierefreie Station ab 2026 aussehen soll. / © Visualisierung: VECTORVISION GmbH

© Visualisierungen: VECTORVISION GmbH
Text: Björn Leffler

 

Für Reisende, die am S-Bahnhof Hirschgarten im Bezirk Treptow-Köpenick ein- oder aussteigen müssen, ist dies bislang ausschließlich über Treppen möglich. Die Station gehört zu den wenigen noch verbliebenen Bahnhöfen in Berlin, die bislang nicht barrierefrei ist.

Dies soll sich nun aber bald ändern. Ab September 2024 startet ein umfassender Umbau des Bahnhofs, der von der Linie S3 angefahren wird und zwischen den Bahnhöfen Köpenick – der derzeit ebenfalls umgebaut wird – und Friedrichshagen liegt.

S-Bahnhof Hirschgarten: Umbau zu barrierefreier Station

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung hatte kürzlich die Deutsche Bahn präsentiert, wie der neue Bahnhof aussehen soll und welche Teile des alten Bahnhofs abgerissen werden. Die dort gezeigten Visualisierungen verdeutlichen unter anderem, dass der zukünftige neue Zugang zum Bahnsteig von der Straße Am Wiesenrain aus parallel zum Bahnsteig verlaufen wird.

Der bisherige Zugang, dessen Abriss die Bahn bereits angekündigt hatte, wird zukünftig nicht mehr vorhanden sein. Von der Straße Am Wiesenrain aus werden die Fahrgäste künftig über einen 33 Meter langen Fußgängertunnel zu den Gleisen gelangen.

Der Bahnhof Hirschgarten erhält einen neuen Fußgängertunnel

Dieser Tunnel soll dann auch eine Rampe für Rollstuhlfahrer, Radfahrer und Menschen mit Kinderwagen beinhalten, wie die Berliner Morgenpost berichtet.

Geplant sind zudem eine neue Beleuchtung auf dem Bahnsteig, den Rampen, Treppen und im Fußgängertunnel sowie eine Erneuerung des in die Jahre gekommenen Bahnsteigbelags. Auf der nördlichen Seite wird es eine neue Treppe und eine überdachte Rampe geben.

Mehr Fahrradstellplätze und eine neue Schallschutzwand sind geplant

Fahrradabstellplätze sind auf beiden Bahnhofsseiten vorgesehen, und südlich der Gleise wird eine Schallschutzwand eingebaut. Die Deutsche Bahn verspricht ihren Fahrgästen durch die Maßnahmen ein komfortableres Ankommen, kürzere Wege und weniger Lärmbelästigung.

Im September starten die Hauptbauarbeiten südlich des Bahnhofs mit dem Einbau von Spundwänden. Anfang nächsten Jahres beginnen die Vorbereitungen für die Baugruben im nördlichen Abschnitt des Fußgängertunnels, und ab Sommer 2025 werden dort Spundwände gebaut, wenn alles nach Plan läuft.

Knapp 17 Mio. Euro Kosten: Umbau soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden

Die Arbeiten am nördlichen Teil des Tunnels beginnen danach, ab Ende 2025 am südlichen Teil. Der mittlere Teil des Tunnels soll dann 2026 erstellt werden. Erst nach Fertigstellung des neuen Tunnels wird schließlich der alte Tunnel abgerissen. Der gesamte Umbau soll Ende 2026 abgeschlossen sein und knapp 17 Millionen Euro kosten.

Die Strecke der Linie S3 ist aufgrund des laufenden Umbaus am Bahnhof Köpenick schon jetzt häufig von Sperrungen und Schienenersatzverkehr betroffen. Durch den zusätzlichen Umbau des Bahnhofs Hirschgarten könnten auf die Fahrgäste im Berliner Südosten weitere Unannehmlichkeiten zukommen.

Die Bahn hat bislang aber nicht kommuniziert, wie der Verkehr der Linie S3 und mögliche Umleitungen während des Umbaus geregelt werden sollen. Dass der Bahnhof jedoch teilweise voll gesperrt werden muss, wird sich während des aufwendigen Umbaus nicht vermeiden lassen.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

© Visualisierung: VECTORVISION GmbH

© Visualisierung: VECTORVISION GmbH

© Open Street Map

Quellen: Deutsche Bahn AG, Berliner Morgenpost, VECTORVISION GmbH

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

© 2024 entwicklungsstadt berlin

Thema von Anders Norén