In Berlin-Gesundbrunnen errichtet die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlinovo derzeit ein neues Quartier mit 943 Apartments für Studierende, Senioren und Klinikbeschäftigte. Das Projekt entsteht auf dem Gelände eines ehemaligen Seniorenheims und soll bis 2026 fertiggestellt werden. ENTWICKLUNGSSTADT zeigt, wie die Bauarbeiten voranschreiten.

Die Bauarbeiten sind bereits weit fortgeschritten: Mehrere Gebäude stehen im Rohbau und sind vollständig eingerüstet. Die Fassaden sind weitgehend geschlossen und bereits Fenster eingebaut. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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In Berlin-Gesundbrunnen entsteht derzeit ein umfangreiches Neubauprojekt: Die landeseigene Berlinovo errichtet in der Iranischen Straße, direkt neben dem Jüdischen Krankenhaus, ein Wohnquartier mit insgesamt 943 Apartments. Zuvor stand auf dem Grundstück ein Seniorenwohnheim, das im Jahr 2020 abgetragen wurde.

Die Fertigstellung des Neubauprojekts ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Ziel ist es, bezahlbaren Wohnraum für spezifische Zielgruppen zu schaffen: Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen, etwa der nahegelegenen Charité. Bereits jetzt sind erste Gebäudestrukturen deutlich erkennbar.

Auf rund 16.000 Quadratmetern entstehen fünf Gebäude, barrierefrei und vollmöbliert

Auf dem rund 16.000 Quadratmeter großen Gelände entstehen fünf Wohnhäuser mit jeweils fünf bis sechs Geschossen. Insgesamt sollen etwa 29.000 Quadratmeter Wohnfläche realisiert werden. Sämtliche Apartments für Studierende und Beschäftigte werden laut Berlinovo vollmöbliert übergeben – inklusive Küchenzeile und eigenem Bad. Einige der Einheiten sollen barrierefrei sein.

Auch die seniorengerechten Wohnungen sind barrierefrei konzipiert, ein Teil davon sogar rollstuhlgerecht. Die Ein- bis Zwei-Zimmer-Apartments erhalten zudem Balkone oder Terrassen. Damit sollen die Wohnungen den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer künftigen Bewohnerinnen und Bewohner gerecht werden.

Nähe zur Berliner Hochschule für Technik und zum Virchow Campus der Charité

Geplant sind zudem Gemeinschafts- und Begegnungsflächen, die den sozialen Austausch im Quartier fördern sollen. Neue Außenanlagen mit Sitzmöglichkeiten und Bewegungsbereichen runden das Konzept ab. So soll ein lebendiges Wohnumfeld entstehen, das die verschiedenen künftigen Anwohnenden miteinander verbindet.

Die Lage des Projekts will eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr bieten: Die U-Bahnhöfe Osloer Straße und Nauener Platz sind fußläufig erreichbar. So lassen sich die Berliner Hochschule für Technik oder der Campus Virchow der Charité in wenigen Minuten erreichen.

„Berlin braucht Wohnraum“ — Bauprojekt als Teil einer stadtweiten Strategie

Das Bauvorhaben in Gesundbrunnen ist Teil einer umfassenden Strategie der Berlinovo. Unter dem Motto „Bildung braucht Wohnraum“ plant das Unternehmen bis 2026 den Bau von insgesamt 6.000 Apartments für Studierende in Berlin. In Prenzlauer Berg hat Berlinovo bereits ein ähnliches Projekt realisiert – dort speziell für Beschäftigte der Charité.

Mit dem Neubau an der Iranischen Straße wird dieses Programm im Bezirk Mitte weitergeführt. In den kommenden Monaten wird die Baustelle den Kiez weiterhin prägen – ehe das neue Quartier 2026 bezogen werden kann.

Berlinovo plant bis 2026 ein Wohnquartier mit Gemeinschaftsräumen, Terrassen und barrierefreien Apartments. Zudem ist eine Waschlounge mit angrenzender Gewerbefläche, überdachte Fahrradstellplätze mit E-Ladestationen und rollstuhlfreundliche Wohnungen für Senioren geplant. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: berlinovo, Deutsches Architektur Forum