Die Sanierung des Hauses der Statistik am Alexanderplatz schreitet weiter voran. Das einstige Verwaltungsgebäude wird zu einem vielfältig nutzbaren Stadtquartier entwickelt, das Raum für Verwaltung, Wohnen, Kultur und soziale Projekte schafft. Neue Fotos von der Baustelle zeigen deutlich, wie weit die Fassadenarbeiten bereits fortgeschritten sind.

Rückansicht: Am Alexanderplatz nimmt das Haus der Statistik sichtbar Gestalt an – aus dem ehemaligen Verwaltungsbau entsteht ein vielseitiges Stadtquartier mit Raum für Wohnen, Verwaltung, Kultur und Soziales. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Mitten im Herzen Berlins, nur wenige Schritte vom Alexanderplatz entfernt, wächst derzeit eines der größten städtebaulichen Projekte der Hauptstadt. Auf dem Gelände des ehemaligen Hauses der Statistik entsteht ein vielseitig nutzbares Quartier, das öffentliche Verwaltung, bezahlbares Wohnen sowie kulturelle und soziale Angebote in einem gemeinsamen Stadtraum vereinen soll.

Seit mehreren Jahren schreiten die Sanierungsarbeiten an den vier Bestandsgebäuden des Ensembles zügig voran. Dazu zählen unter anderem das markante Scheibenhochhaus an der Alexanderstraße und der langgestreckte Hochhausriegel entlang der Otto-Braun-Straße. Sowohl im Inneren der Gebäude als auch an den Fassaden ist der Baufortschritt deutlich erkennbar.

Am Alexanderplatz: Raum für Verwaltung, Wohnen, Kultur und soziale Angebote soll entstehen

Der architektonische Wandel zeigt sich besonders eindrucksvoll an der neugestalteten Gebäudehülle. Die Fassadenmodernisierung verleiht dem historischen Ensemble ein vollkommen neues Erscheinungsbild und lässt zugleich seine ursprüngliche Formsprache weiterleben. Statt bloßer Überarbeitung stand eine bewusste gestalterische Weiterentwicklung im Mittelpunkt – auch wenn der ein oder andere Farbtupfer der Fassade sicher nicht geschadet hätte.

Die Architektinnen und Architekten setzten auf helle Aluminiumverbundplatten, die in Kombination mit farblich akzentuierten Fenstereinfassungen dem Gebäude eine frische, moderne Ausstrahlung verleihen sollen – so jedenfalls der Plan. Gleichzeitig greifen die neu eingefassten Fensterbänder die horizontale Gliederung der DDR-Architektur auf und interpretieren sie zeitgemäß. In der Verbindung von gestalterischer Zurückhaltung und funktionalem Design soll sich der hohe architektonische Anspruch des gesamten Projekts widerspiegeln, als respektvolle und zugleich zukunftsorientierte Neuinterpretation des Bestands.

Haus der Statistik: Neues Gesicht für ein Quartier mit Geschichte

Die aktuelle Gestaltung lässt bereits erkennen, wie das künftige Erscheinungsbild des Areals aussehen wird. Besonders deutlich ist dies entlang der Otto-Braun-Straße zu sehen, wo die Fassadenarbeiten am sogenannten Haus B nahezu abgeschlossen sind. Erste Mieter ziehen bereits dieses Frühjahr ein, darunter das Finanzamt Berlin-Mitte.

Auch am benachbarten Haus A, das künftig von der Genossenschaft AndersMachen eG genutzt werden soll, schreiten die Arbeiten voran. Die hellen, teils farblich abgesetzten Fassadenpaneele verleihen dem Bauensemble eine frische, zeitgemäße Optik, ohne den Charakter der ursprünglichen DDR-Architektur vollständig zu überdecken.

Berlin-Mitte: Fertigstellung erster Bauabschnitte bis Herbst 2025

Bis zum Herbst 2025 sollen mehrere Teilbereiche des Ensembles bezugsfertig sein. Nach dem Finanzamt wird die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) als nächste Nutzerin in Haus B folgen. Parallel dazu werden weitere Gebäudeabschnitte saniert oder für den geplanten Neubau vorbereitet.

Die umfangreichen Maßnahmen beinhalten auch eine Schadstoffsanierung und den Abriss eines Gebäudeteils, um Raum für 290 neue, bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) verantwortet diesen Neubauabschnitt, der in das Gesamtkonzept des Quartiers eingebettet ist.

Ziel: Ein lebendiger Ort für Arbeiten, Wohnen und Kultur

Ziel der Umgestaltung ist es, ein vielfältig nutzbares Quartier zu schaffen, das neben Büronutzung auch Raum für Kunst, Bildung, Soziales und Wohnen bietet. Zwischen den Hochhäusern entstehen sogenannte „Stadtzimmer“ – halböffentliche Freiräume für Begegnung, Erholung und produktives Arbeiten im Freien.

Das städtebauliche Konzept von Teleinternetcafé und Treibhaus wurde bereits 2019 ausgezeichnet und wird nun sukzessive Realität. Insgesamt sollen im Haus der Statistik 66.000 Quadratmeter Neubaufläche zu den 46.000 Quadratmetern Bestand hinzukommen – bei Gesamtkosten von bis zu 350 Millionen Euro.

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