Auf dem Areal der Signal Iduna in Hamburg-Rotherbaum entsteht ein neues Büro- und Wohnquartier. Neben modernen Arbeitsplätzen sind 56 Wohnungen, Gastronomie und öffentlich zugängliche Innenhöfe geplant. Die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen.

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Hein_Elpers, CC BY-SA 3.0

 

In Hamburg-Rotherbaum soll in den kommenden Jahren ein neues Büro- und Wohnquartier entstehen. Das rund 1,7 Hektar große Areal liegt zwischen der Neuen Rabenstraße, der Warburgstraße und der Alsterterrasse, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Dammtor entfernt.

Die Signal Iduna, die hier bislang ihre Hauptverwaltung hatte, plant in Zusammenarbeit mit ihrer Tochtergesellschaft Hansainvest Real Assets eine umfassende Neugestaltung des Standorts. Die Investitionssumme beläuft sich auf bis zu 400 Millionen Euro.

Stararchitekt Chipperfield entwirft offenes Quartier in Hamburg-Rotherbaum

Das Gebäude der Signal Iduna Versicherung wurde 1959 von Georg Wellhausen entworfen und bestand aus mehreren verbundenen Baukörpern mit einer Glasfassade und weißen Keramikbändern. Trotz seiner architektonischen Qualität stand es nicht unter Denkmalschutz, da es baulich zu stark verändert wurde. Stattdessen wird nun ein Neubau nach den Plänen von David Chipperfield realisiert. Bereits 2022 wurde das Gelände für Abrissarbeiten und den Neubau geräumt, wobei einige kritische Stimmen den Abriss als schädlich für den städtischen Raum und die Umwelt ansahen.

Die Planung des britischen Starachitekten David Chipperfield sieht nun eine offene Struktur aus frei stehenden Gebäuden mit innen liegenden Höfen und verschiedenen Durchgängen vor. Diese Gestaltung soll eine enge Verbindung zwischen den Gebäuden und dem öffentlichen Raum schaffen. Besondere Elemente des Quartiers sind eine Pergola, die vier der insgesamt sieben Gebäude im zentralen Hof verbindet, sowie die denkmalgeschützte Brunnenanlage, die in das Freiraumkonzept integriert wird. Der bestehende Baumbestand entlang der Neuen Rabenstraße soll erhalten bleiben.

Gewerbe und Wohnen kombiniert: 56 Wohnungen ergänzen den Entwurf

Ursprünglich war das Quartier als reines Büroareal auf einer Bruttogrundfläche von 46.000 Quadratmetern geplant. Angesichts des veränderten Bedarfs auf dem Immobilienmarkt wurde das Konzept jedoch überarbeitet. Statt ausschließlich Gewerbeflächen sollen auf 7.000 Quadratmetern nun auch 56 Wohnungen entstehen. Hierfür wolle man ein Bürogebäude aus den 1970er Jahren umwidmen.

Das Wohnangebot soll von Familienwohnungen bis zu Penthouses mit Blick auf die Alster reichen. Zudem sind Gastronomieflächen, Co-Working-Spaces und Konferenzräume im Erdgeschoss vorgesehen. Das Innere des Quartiers werde künftig für die Öffentlichkeit zugänglich sein, um eine stärkere Verzahnung mit der Umgebung zu erreichen.

Gute Erreichbarkeit durch zentrale Lage des Chipperfield-Quartiers am Dammtor

Das Chipperfield-Quartier liegt in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Dammtor und ist damit gut an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr angebunden. Durch die zentrale Lage sind sowohl die Innenstadt als auch der Alsterbereich schnell erreichbar.

Die geplanten Parkflächen sollen größtenteils unterirdisch entstehen, um oberirdische Versiegelung zu vermeiden und den Grünflächenanteil im Quartier zu maximieren. Damit will das Projekt aktuellen Trends einer nachhaltigen Stadtentwicklung folgen.

Bauvorhaben kann noch bis Anfang März öffentlich eingesehen werden

Interessierte können sich über das Bauvorhaben informieren. Der Bebauungsplan-Entwurf wird vom 5. Februar bis zum 7. März 2025 öffentlich ausgelegt. Die Unterlagen können online oder im Bezirksamt Eimsbüttel vor Ort eingesehen werden.

Während der Veröffentlichungsfrist besteht zudem die Möglichkeit, Stellungnahmen zum Bebauungsplan abzugeben. Dies soll Anwohnenden und weiteren Interessierten die Gelegenheit bieten, Anregungen oder Bedenken einzubringen.

Neues Chipperfield-Quartier in Rotherbaum: Fertigstellung für 2029 geplant

Nach Angaben von Hansainvest Real Assets bleibt der ursprüngliche Entwurf trotz der zusätzlichen Wohnflächen weitgehend unverändert. Ziel sei es, den Bedarf an Gewerbe- und Wohnraum flexibel zu kombinieren und eine nachhaltige Nutzung des Quartiers zu ermöglichen.

Die Bauarbeiten sollen in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt werden. Die Fertigstellung des neuen Chipperfield-Quartiers in Hamburg-Rotherbaum ist für das Jahr 2029 vorgesehen.

Quelle: Hamburger Abendblatt, HANSAINVEST Real Assets, Witte Projektmanagement, Denkmalverein Hamburg

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.