Der dritte und letzte Bauabschnitt der „Opernroute Nord“ durch Berlin-Charlottenburg ist im Bau. Auf einer Länge von 2,2 Kilometern entstehen nun großzügige, sichtbare und geschützte Radwege, die den wachsenden Ansprüchen des Radverkehrs gerecht werden sollen.

Der Fahrradstreifen in der Sömmeringstraße ist Teil des bereits fertiggestellten Abschnitts der „Opernroute Nord“. Nun geht es im dritten Bauabschnitt weiter. / © Foto: GB infraVelo GmbH
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In Charlottenburg nimmt ein weiteres Radverkehrsprojekt konkrete Formen an. Die Stadt baut die „Opernroute Nord“, eine wichtige Vorrangroute im Berliner Radverkehrsnetz, zwischen Bismarckstraße und Olbersstraße grundlegend aus. Das Konzept sieht vor, dass in beiden Fahrtrichtungen 2,50 Meter breite Radfahrstreifen angelegt werden. Die Fahrradspuren grenzen sich durch grüne Beschichtung sowie Sicherheitstrennstreifen vom Autoverkehr ab. Die Streckenlänge beträgt insgesamt etwa 2,2 Kilometer und entspricht damit den Standards des Radverkehrsplans. Zudem haben Bauverantwortliche in der anliegenden Zillestraße und Krummen Straße bereits auf 330 Metern Fahrradstraßen eingerichtet.
Mit dem Abschluss des dritten und letzten Bauabschnitts soll die „Opernroute Nord“ eine durchgehend attraktive Nord-Süd-Verbindung für den Radverkehr in Charlottenburg schaffen. Die Route ist daher ein wichtiger Teil des Bemühens, ein zusammenhängendes und sicheres Radverkehrsnetz in Berlin zu etablieren.
Fahrradroute in Charlottenburg: Projektumsetzung in mehreren Bauabschnitten
Das Projekt wird schrittweise umgesetzt. Während die Arbeiten in den ersten Bauabschnitten bereits weitestgehend abgeschlossen sind, begannen am 1. April auch die Arbeiten im dritten und letzten Bauabschnitt auf der Lise-Meitner-Straße. Die Beschichtungs- und Markierungsarbeiten werden in kurzen Bauabschnitten durchgeführt und beginnen zunächst auf der Fahrbahnseite in Richtung Norden. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat die Fahrbahn der Lise-Meitner-Straße bereits im vergangenen Jahr instandgesetzt, was die aktuellen Arbeiten erheblich erleichtert. Sobald die Witterungsbedingungen es zulassen, werden die Verantwortlichen noch ausstehende Markierungs- und Beschichtungsarbeiten im zweiten Bauabschnitt fertigstellen.
Die Sicherheit der Radfahrenden steht bei der Neugestaltung im Vordergrund. Um die Sichtbarkeit der Radwege zu erhöhen, werden sie an Kreuzungen rot eingefärbt und in den ungeschützten Abschnitten erhalten die Radwege eine grüne Markierung. Darüber hinaus werden in einigen Abschnitten Schutzelemente installiert, die einen physischen Schutz vor dem motorisierten Verkehr bieten. All diese Maßnahmen zielen darauf ab, das Radfahren auf der Strecke sicherer und komfortabler zu gestalten.
Allumfassender Ansatz zur Inklusion aller Verkehrsteilnehmenden auf der Radroute
Das Projekt soll die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmenden berücksichtigen. Für Gewerbetreibende richten die Planerinnen und Planer im zweiten Bauabschnitt neue Lieferzonen ein, sodass eine verkehrsverträgliche Belieferung möglich wird. Fußgängerinnen und Fußgänger profitieren hingegen von neuen, sicheren Querungsstellen und barrierefreien Doppelquerungen, die zusammen mit zusätzlichen Fahrradstellplätzen entstehen. Insgesamt montieren die Bauteams etwa 110 neue Fahrradbügel und erweitern dadurch das Angebot an sicheren Abstellmöglichkeiten deutlich.
Für die Umsetzung aller Maßnahmen müssen die Verantwortlichen rund 100 Pkw-Stellplätze umwidmen. Dennoch bleibt der Großteil der vorhandenen Stellplätze erhalten, denn etwa 250 Parkplätze bleiben bestehen. Dies verdeutlicht den Versuch, einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen im urbanen Raum zu finden. Die Baumaßnahmen beschränken sich allerdings nicht nur auf den Ausbau der Radwege, sondern umfassen auch Verbesserungen der gesamten Infrastruktur: Besonders die umfangreiche Sanierung der Asphaltdecke dürfte allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern zugute kommen.
Quelle: GB infraVelo GmbH