In Berlin wurde das Richtfest für das John Jahr Haus gefeiert. Das 70 Meter hohe Gebäude will nicht nur moderne Büro- und Wohnflächen bieten, sondern auch neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit setzen. Die Fertigstellung ist für Anfang 2026 geplant – und bislang liegt das Projekt voll im Zeitplan.

Das John Jahr Haus wird mit rund 70 Metern Höhe künftig das Stadtbild an der Schnittstelle der Bezirke Mitte und Tempelhof-Schöneberg prägen. Bisher liegt das Bauvorhaben im Zeitplan, sodass am 24. März Richtfest gefeiert werden konnte. / © Foto: Jahr-Gruppe
© Fotos: Jahr-Gruppe
Mit dem Richtfest hat das John Jahr Haus einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der 17-geschossige Gebäudekomplex an der Kurfürstenstraße 72-74 wird nach seiner Fertigstellung über 22.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche verfügen, darunter Büro-, Wohn- und Gewerbeflächen. Bauherr ist die Jahr-Gruppe, die das Projekt gemeinsam mit dem Bauunternehmen ZECH Hochbau AG und dem Service-Developer Hamburg Team realisiert. Trotz der Herausforderungen großer Bauprojekte liegt der Bau bislang im geplanten Zeitrahmen.
Ein besonderes Merkmal des Projekts soll seine nachhaltige Bauweise sein. Die Jahr-Gruppe strebt eine DGNB-Platin-Zertifizierung an, die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Dafür setzt das Gebäude unter anderem auf energieeffiziente Konzepte, begrünte Dachflächen und eine nachhaltige Wärmeversorgung durch Fernwärme.
John Jahr Haus in Berlin-Mitte: Büro- und Wohnflächen sowie Einzelhandel vorgesehen
Das John Jahr Haus wird mit rund 70 Metern Höhe künftig das Stadtbild an der Schnittstelle der Bezirke Mitte und Tempelhof-Schöneberg prägen. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Barkow Leibinger, das sich in einem hochbaulichen Wettbewerb durchgesetzt hat. Die drei Gebäudeteile umfassen insgesamt 16.900 Quadratmeter Büroflächen sowie 4.300 Quadratmeter Wohnfläche, darunter 46 teilweise preisgedämpfte Mietwohnungen. Zusätzlich sind 800 Quadratmeter für Einzelhandel und Gastronomie vorgesehen.
Frank Thiesen, Vorstand von ZECH Bau SE, erklärte, dass das Gebäude eine neue Generation von Büro- und Wohnkomplexen repräsentiere, die moderne Bauqualität mit ökologischer Verantwortung verbinden. Auch die Jahr-Gruppe betonte, dass nachhaltige und hochwertige Immobilien zunehmend auf Interesse stoßen.
Nachhaltige Bauweise in Mitte: Begrünung und Energieeffizienz im Fokus
Ein zentrales Element des Projekts soll die nachhaltige Stadtentwicklung sein. Die bisher vollständig versiegelte Grundstücksfläche wird teilweise entsiegelt, sodass künftig 20 Prozent unversiegelt bleiben. Dies soll zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen. Zudem wird das Gebäude mit Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ausgestattet. Die Wärmeversorgung erfolgt über regenerativ erzeugte Fernwärme.
Die Jahr-Gruppe verfolgt einen langfristigen Ansatz: Bereits seit 1967 befindet sich das Grundstück im Familienbesitz. Geschäftsführer Adalbert von Uckermann betonte, dass man das Gebäude nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für kommende Jahrzehnte entwickeln wolle.
Auf 5.000 Quadratmetern: Erster Ankermieter für John Jahr Haus bereits gefunden
Ein wichtiger Schritt für das Projekt ist die bereits erfolgte Vermietung von etwa 5.000 Quadratmetern Bürofläche an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Grant Thornton. Die neuen Büroräume sollen ab November 2026 bezogen werden. Weitere Mietverhandlungen sind im Gange. Laut der Jahr-Gruppe unterstreiche dieser Vertragsabschluss die hohe Attraktivität des Gebäudes für Unternehmen, die moderne und nachhaltige Büroflächen in zentraler Lage suchen.
Mit dem Richtfest geht das Bauprojekt nun in die nächste Phase. In den kommenden Monaten folgt der Innenausbau, bevor das Gebäude ab 2026 schrittweise bezogen werden kann. Für die Jahr-Gruppe bedeute das John Jahr Haus nicht nur eine Investition in hochwertige Architektur, sondern auch ein langfristiges Bekenntnis zum Standort Berlin.
Quellen: Jahr-Gruppe, ZECH Hochbau AG, Service-Developer Hamburg Team, Berliner Morgenpost
Ihr habt in der Karte eine der anderen Kurfürstenstraßen Berlins verlinkt.
Schön ist anders!