Mit der offiziellen Eröffnung des modularen Ergänzungsbaus (MEB) an der Charlotte-Pfeffer-Schule in Berlin-Mitte wird die Schulplatzkapazität für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf erweitert. Der Neubau bietet moderne Lern- und Betreuungsmöglichkeiten und ist Teil der Berliner Schulbauoffensive.

Die Charlotte-Pfeffer-Schule liegt zwischen Mollstraße und Karl-Marx-Allee im Bezirk Berlin-Mitte. Nun wurde eine Ergänzung des Schulcampus abgeschlossen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Am 2. April 2025 wurde der neue modulare Ergänzungsbau (MEB) an der Charlotte-Pfeffer-Schule in Berlin-Mitte offiziell eröffnet. Bereits seit Dezember 2024 nutzen die Schülerinnen und Schüler das neue Gebäude, nachdem der Bezirk Mitte den Bau im November 2024 abgenommen hatte. Der Neubau erweitert die Kapazität der Schule um 96 Schulplätze für Kinder mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“. Aufgrund der besonderen Bedarfe bleiben die Klassengrößen jedoch klein und umfassen in der Regel fünf bis acht Schülerinnen und Schüler.

Charlotte-Pfeffer-Schule in Mitte: Unterricht, Therapie und Ganztagsbetreuung unter einem Dach

Der dreigeschossige Bau bietet insgesamt zwölf Klassenräume sowie acht Teilungsräume. Letztere sind jeweils einem oder maximal zwei Klassenräumen zugeordnet und mit einer standardmäßig unterfahrbaren Küche ausgestattet. Sie dienen nicht nur als Lehrküche, sondern auch als Essensraum und für die Ganztagsbetreuung. Weitere Räume sind ein Mehrzweckraum, zwei Therapieräume, zwei Pflegeräume, ein Kunstraum sowie eine Mensa mit 60 Plätzen und einer Ausgabeküche. Ergänzt wird das Raumangebot durch Arbeitsräume für das Lehr- und Betreuungspersonal.

Der Mehrzweckraum kann flexibel für die Ganztagsbetreuung sowie verschiedene Unterrichtsprojekte genutzt werden. Der große Therapieraum ist mit einer Therapieschaukel ausgestattet und für Bewegungsübungen vorgesehen. Kleinere Therapien für Einzelpersonen oder Kleingruppen finden in einem separaten Therapieraum statt. Durch diese Räume sollen die individuellen Bedarfe der Schülerinnen und Schüler besser berücksichtigt werden.

Kooperation zwischen Bezirk und Senat: Ergänzungsbau für rund 9,2 Millionen Euro

An der Eröffnung nahmen neben der Schulleitung auch der Bezirksstadtrat für Schule und Sport, Benjamin Fritz, sowie der Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung, Dr. Torsten Kühne, teil. Auch Vertreter der Projektleitungsfirma Goldbeck GmbH waren anwesend. Die Baukosten des neuen Ergänzungsbaus belaufen sich auf rund 9,2 Millionen Euro.

Benjamin Fritz betonte die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Bezirk Mitte und den zuständigen Senatsverwaltungen. Er hob hervor, dass die Maßnahme zügig abgeschlossen werden konnte und nun ein modernes Schulumfeld für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung steht. Auch Dr. Torsten Kühne unterstrich die Bedeutung der Berliner Schulbauoffensive und erklärte, dass der Bau qualitativ hochwertig und passgenau auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet sei. Die neuen Gebäude würden zur schulischen Inklusion, gesellschaftlichen Teilhabe und einer selbstständigen Lebensgestaltung beitragen.

Sanierungsgebiet Karl-Marx-Allee II: Schulentwicklung im Kontext der Stadtplanung

Die Eröffnung des modularen Ergänzungsbaus ist Teil einer größeren städtebaulichen Entwicklung in Berlin-Mitte. Im Zuge der Verdichtung bestehender Wohnquartiere steigt auch der Bedarf an schulischer Infrastruktur. Unweit der Charlotte-Pfeffer-Schule entstehen neue Wohnbauten, etwa an der Mollstraße, wo die Wohnungsbaugesellschaft WBM einen Wohnturm errichtet. Das „Punkthochhaus“ soll noch in diesem Jahr fertig gestellt werden und Platz für insgesamt 70 Mietwohnungen bieten.

Darüber hinaus wird das gesamte Areal rund um die Karl-Marx-Allee weiterentwickelt. Der Bezirk Mitte verfolgt dabei das Ziel, die historische Stadtstruktur zu bewahren, während gleichzeitig moderne Bildungs- und Freizeitinfrastrukturen geschaffen werden.

 

So sah die bauliche Erweiterung der Charlotte-Pfeffer-Schule noch im August 2022 aus. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Bezirksamt Mitte, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, berlin.de, Dr. Krause Architekturbüro, Numrich Albrecht Klumpp Architekten, WBM