In der Albrechtstraße in Berlin-Steglitz entsteht ein neues Wohnensemble mit dem Namen „Karlotta“. Das Projekt vereint ein Vorderhaus zur Straße hin mit einem zurückgesetzten Gartenhaus. Aktuell befindet sich der Neubau bereits im Hochbau – Die Fertigstellung ist bis August 2026 geplant.

Das Wohnprojekt „Karlotta“ an der Albrechtstraße befindet sich derzeit im Hochbau. Die Fertigstellung ist bis August 2026 geplant. / © Foto ENTWICKLUNGSSTADT
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© Visualisierung Titelbild: ZD Albrechtstraße GmbH / Zauner Developments
In Berlin-Steglitz schreitet der Bau des Wohnprojekts „Karlotta“ voran. Auf einem Grundstück an der Albrechtstraße entstehen derzeit zwei Neubauten mit insgesamt rund 53 Eigentumswohnungen. Das Projekt wird von der ZD Albrechtstraße GmbH – einem Unternehmen der Zauner Developments – entwickelt. Die Bauarbeiten haben inzwischen den Hochbau erreicht.
Das Ensemble setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem sechsgeschossigen Vorderhaus zur Straße hin („Karl“) und einem zweigeschossigen Gartenhaus im hinteren Bereich des Grundstücks („Lotta“). Der bestehende Blockrand an der Albrechtstraße soll durch das neue Gebäude geschlossen werden.
Berlin-Steglitz: Wohnungen mit variablen Grundrissen und Townhouses mit privaten Gärten vorgesehen
Laut Projektentwickler variieren die Grundrisse der Wohnungen je nach individuellen Käuferwünschen. Neben klassischen Stadtwohnungen soll das Gartenhaus „Lotta“ verschiedene Wohnungstypen bieten, darunter auch mehrgeschossige Townhouses. Die Grundrisse reichen von Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Garten, Terrasse oder Dachfläche. Das Vorderhaus „Karl“ umfasst verschiedene Wohnungstypen – vom kompakten Ein-Zimmer-Studio bis zum Vier-Zimmer-Penthouse.
Zwischen beiden Gebäudeteilen sind private Gärten vorgesehen. Eine Tiefgarage mit vorgerüsteten Wallboxen sowie ein separates Fahrradhaus ergänzen das Vorhaben. Das Erdgeschoss des Vorderhauses ist für gewerbliche Nutzungen vorgesehen. Geplant sind eine Apotheke, ein Lebensmitteleinzelhändler sowie weitere Angebote. Auf dem Dach sollen laut den Projektentwicklern zudem gemeinschaftliche Nutzflächen und Gemüsegärten entstehen.
Albrechtstraße: Projektentwickler streben energieeffizienten Neubau mit Begrünungskonzept an
Laut Angaben der Projektentwickler erfüllt das Gebäudeensemble die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) für das Jahr 2045. Geothermie, Photovoltaikanlagen sowie begrünte Dächer und Fassaden sollen zur Energieeffizienz beitragen. Auch Retentionsflächen zur Regenwasserspeicherung sind Teil des Konzepts.
Derzeit befindet sich das Projekt im Hochbau. Aktuelle Fotos vom Gelände zeigen den fortgeschrittenen Rohbau des Vorderhauses. Das Bauprojekt dürfte – je nach Bauverlauf – in den kommenden Monaten weiter Form annehmen.
Zwischen Gründerzeit und Gegenwart: Bezirksregion Albrechtstraße im Wandel
Die Bezirksregion Albrechtstraße gehört zu den am dichtesten besiedelten Gebieten im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Sechs der neun dichtesten Planungsräume des Bezirks liegen hier. Besonders auffällig ist der Planungsraum Bismarckstraße mit rund 21.000 Einwohnern pro Quadratkilometer. Nur der Planungsraum Munsterdamm weicht mit etwa 6.100 Einwohnern pro Quadratkilometer deutlich ab – er ist der am dünnsten besiedelte der Region.
Die bauliche Struktur der Bezirksregion weist ein deutliches Ost-West-Gefälle auf. Im Westen dominieren Altbauten, viele davon stammen aus der Zeit vor 1930. Im Osten hingegen entstanden viele Gebäude erst in den vergangenen Jahrzehnten. Auch in der Nutzung zeigt sich dieser Unterschied: Während der Westen stärker durch Mischnutzung geprägt ist, finden sich im Osten überwiegend reine Wohnnutzungen.

Vor etwa einem Jahr befand sich das Bauprojekt noch im Tiefbau. Es wurden Erdarbeiten und Gründungsarbeiten vorgenommen, um die Fläche für den Hochbau vorzubereiten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, ZD Albrechtstraße GmbH, neubau Kompass