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Aktuelle Prognose: In Berlin leben bis 2030 knapp 4 Mio. Einwohner

Bis zum Jahr 2030 wird die Bevölkerung im Berliner Stadtgebiet – ohne den in Brandenburg liegenden “Speckgürtel” – um annähernd 5 Prozent wachsen. Dies geht aus der neuen “Bevölkerungsprognose für Berlin und seine Bezirke” hervor, die der Senat heute auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, verabschiedet hat. Der hierbei betrachtete Zeitraum ist 2018 bis 2030.

AB 2025 WIRD SICH DAS BEVÖLKERUNGSWACHSTUM ABSCHWÄCHEN

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher äußerte sich wie folgt zur aktuellen Prognose: „Die neuen Zahlen zeigen, dass Berlin weiterhin eine wachsende Stadt ist. Die Zunahme der Bevölkerung wird sich aber nach 2025 deutlicher abschwächen, sodass wir vor allem in den kommenden Jahren mit unseren Planungen gefordert sind. Neben vielen Chancen gehen mit diesem Wachstum auch große Herausforderungen einher, denen wir mit passgenauen Lösungen begegnen werden. (…)”

Das Bevölkerungswachstum wird nach aktueller Schätzung also vor allem den Zeitraum bis zum Jahr 2025 betreffen. Dann wird sich die Bevölkerung nach heutigen Annahmen auf 3,888 Millionen Personen belaufen, was einem Zuwachs von etwa 140.000 Einwohnern gegenüber dem letzten, bekannten Stand von 3,748 Millionen entspricht (2018).

BERLIN KRATZT WIEDER AN DER 4-MILLIONEN-GRENZE

Bis 2030 wird die Bevölkerung laut Prognose auf insgesamt 3,925 Millionen Einwohner angewachsen sein. Berlin würde damit erstmals seit den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder zu einer Vier-Millionen-Metropole werden. Die bislang größte Bevölkerungszahl wurde 1942 erfasst. Damals wohnten knapp 4,5 Millionen Menschen innerhalb der Berliner Stadtgrenzen. Durch Krieg, Vertreibung und Teilung sank die Bevölkerungszahl Berlins (Ost und West werden gemeinsam betrachtet) bis Ende der 70er Jahr auf rund 3 Millionen Einwohner.

Ab Mitte der 80er Jahre war die Bevölkerungszahl Berlins erneut auf 3,3 bis 3,4 Millionen Einwohner angestiegen. Nach der umstrittenen Volkszählung im Jahre 1987 zeigte sich, dass im damaligen West-Berlin 7% mehr Menschen lebten als bis dahin angenommen.

Ab dem Jahr 2000 waren die Wachstumsprognosen für die Hauptstadt von sinkenden Einwohnerzahlen ausgegangen, aber die Bevölkerungszahlen haben sich seitdem völlig anders entwickelt. Seit 2001 wuchs die Bevölkerung der Stadt stetig, besonder stark seit 2010. Im Jahre 2001 wohnten 3,388 Millionen Einwohner in Berlin. 17 Jahre später, zur letzten Erfassung der Zahlen im Jahr 2018, waren es 3,748 Millionen Einwohner. Das bedeutet einen Zuwachs von 360.000 Personen.

IN DER METROPOLREGION LEBEN HEUTE RUND 5 MILLIONEN MENSCHEN

Ebenso rasant ist im selben Zeitraum, vor allem in den vergangenen zehn Jahren, der sogenannte “Speckgürtel” gewachsen, also die Wohngebiete, die sich am Rande der Stadt, aber außerhalb der Berliner Stadtgrenzen befinden. Leider gibt es dazu derzeit keine validen Zahlen. Insgesamt wohnen in der Metropolregion Berlin aber schon heute rund 5 Millionen Menschen. Die Region gehört damit zu den am schnellsten wachsenden Regionen Deutschlands.

Den offiziellen Bericht zur “Bevölkerungsprognose für Berlin und die Bezirke 2018 – 2030” könnt Ihr hier downloaden.

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