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Ausgrabungen am Molkenmarkt: Ein virtueller Rundgang

Der Wiederaufbau des Molkenmarktes ist eines der ambitioniertesten Berliner Bauprojekte seit dem Mauerfall.

Der Molkenmarkt gehört zum Gründungskern Berlins und liegt mitten im historischen Stadtzentrum der Hauptstadt zwischen Alexanderplatz und Spree. Mit dem Roten Rathaus, dem Alten Stadthaus sowie dem Nikolaiviertel in seiner unmittelbaren Umgebung liegt der Molkenmarkt eingebettet zwischen zahlreichen Denkmälern und bedeutenden historischen Bauten.

Molkenmarkt: Einer der ältesten Plätze Berlins

Der Molkenmarkt gilt als ältester Platz Berlins und ist einstmals als Schnittpunkt aus drei Handelsstraßen entstanden. Mit der noch heute bestehenden Nikolaikirche bildet er den historischen Siedlungskern der Stadt. Durch die flächendeckenden Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile des Molkenmarktes sowie des Klosterviertels schwer beschädigt.

Der Molkenmarkt soll in seinen historischen Strukturen wiederaufgebaut werden. Für die Umsetzung des Projekts wird ein langer Atem nötig sein. Experten gehen davon aus, dass sich die Umsetzung über einen Zeitraum von rund zwei Jahrzehnten erstrecken wird.

Wiederaufbau in historischen Strukturen

Bevor tatsächlich erste neue Straßen und Gebäude entstehen, finden auf dem historisch so bedeutungsvollen Areal umfangreiche Ausgrabungen statt. Aufgrund dieser Ausgrabungsarbeiten präsentiert sich die Grunerstraße, die in ihrer Form als sechsspurige Straße nicht wiederkehren wird, schon jetzt als riesige Baustelle – und für viele Autofahrer als nervendes Nadelöhr.

Die Suche nach den historischen Überbleibseln der einstigen Berliner Altstadt ist ein wichtiger Baustein bei der Sicht- und Erlebbarmachung des verlorenen Stadtkerns, die ein elemantarer Bestandteil des ganzen Wiederaufbauprojektes ist.

Ausgrabungen auf der Grunerstraße und Verkehrs-Nadelöhr

Die Projektleitung bietet nun allen Berlinerinnen und Berlinern die Möglichkeit, die Ausgrabungsstätten persönlich zu besuchen – und zwar virtuell. Auf einer eigens hierfür aufgesetzten Website präsentiert Dr. Michael Malliaris, Projektleiter der Ausgrabungsarbeiten und beim Landesdenkmalamt beschäftigt, die einzelnen Ausgrabungsstellen.

Besucher haben die Möglichkeit, frei über die sehr realistisch dargestellten Flächen zu „wandern“ und dabei den ausführlichen Ausführungen Malliaris‘ zu lauschen – fast wie bei einer realistischen Begehung.

Virtueller Rundgang über Ausgrabungsstätten

Darüber hinaus finden sich auf der Seite noch einige weitere Interview-Auszüge mit Dr. Malliaris und – ein ganz besonderes Highlight – ein virtueller Rundflug über die historische Stadtmitte Berlins im Jahre 1920. Nicht nur für Freunde historischer Stadtstrukturen ist dies ein sehr empfehlenswertes Erlebnis.

Eine ausfühliche Darstellung des Molkenmarkt-Projektes gibt es hier.
DEN VIRTUELLEN AUSGRABUNGSRUNDGANG, INTERVIEWS UND EINEN RUNDFLUG ÜBER DAS BERLIN UM 1920 KÖNNEN SIE HIER SEHEN.

 

 

The reconstruction of the Molkenmarkt is one of the most ambitious Berlin construction projects since the fall of the Wall.

The Molkenmarkt is part of the founding core of Berlin and is located in the historic center of the capital between Alexanderplatz and Spree. With the Rotes Rathaus, the Altes Stadthaus and the Nikolai Quarter in its immediate vicinity, the Molkenmarkt is embedded between numerous monuments and important historical buildings.

MOLKENMARKT: ONE OF THE OLDEST SQUARES IN BERLIN

The Molkenmarkt is considered the oldest square in Berlin and was once an intersection of three trade routes. Together with the Nikolaikirche, which still exists today, it forms the historic settlement core of the city. Large parts of the Molkenmarkt and the monastery quarter were severely damaged by the extensive bombing during the Second World War.

The Molkenmarkt is to be rebuilt in its historical structures. The implementation of the project will require a lot of patience. Experts assume that the implementation will extend over a period of about two decades.

RECONSTRUCTION IN HISTORICAL STRUCTURES

Before the first new streets and buildings are actually built, extensive excavations are carried out on this historically significant area. As a result of these excavations, Grunerstraße, which will not return in its form as a six-lane road, already presents itself as a huge construction site – and for many motorists as an annoying bottleneck.

The search for the historical remnants of Berlin’s former Old Town is an important element in the visualization and experience of the lost city center, which is an elementary component of the entire reconstruction project.

EXCAVATIONS ON GRUNERSTRASSE AND THE TRAFFIC BOTTLENECK

The project management now offers all Berliners the opportunity to visit the excavation sites personally – virtually. Dr. Michael Malliaris, project manager of the excavation work and employed by the State Office for Monument Protection, presents the individual excavation sites on a website set up especially for this purpose.

Visitors have the opportunity to „wander“ freely over the very realistically depicted areas and listen to Malliaris‘ detailed explanations – almost like a realistic walkthrough.

VIRTUAL TOUR OF EXCAVATION SITES

In addition, the site contains a few more interview excerpts with Dr. Malliaris and – a very special highlight – a virtual sightseeing flight over the historic center of Berlin in 1920. This is a highly recommended experience, not only for friends of historic city structures.

A DETAILED PRESENTATION OF THE MOLKENMARKT PROJECT CAN BE FOUND HERE.
THE VIRTUAL EXCAVATION TOUR, INTERVIEWS AND A SIGHTSEEING FLIGHT OVER BERLIN AROUND 1920 CAN BE SEEN HERE.

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