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Jede Zeit baut ihre Stadt.

Die „BImA“ will in Berlin rund 2.700 neue Wohnungen errichten

Nicht nur in Berlin, sondern im gesamten Bundesgebiet soll das Thema Wohnungsbau priorisiert werden. Auch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben („BImA“) möchte den Wohnungsbau in den kommenden Jahren intensivieren. In der Hauptstadt plant die Behörde die Errichtung von rund 2.700 Wohnungen.

Es muss gebaut werden, und zwar Wohnraum. Das erste Wohnungsprojekt der „BiMA“ entsteht derzeit in Reinickendorf.

 

Das Thema Wohnungsbau ist keines, was ausschließlich in Berlin oder in deutschen Ballungszentren ein dringendes Thema ist, sondern soll von der neuen Bundesregierung auch bundesweit höher priorisiert und vorangetrieben werden.

Einen Teil der geplanten Wohnungen, die neu entstehen sollen, möchte die „BiMA“, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben errichten. Nach eigenen Angaben sollen bundesweit 6.000 bis 8.000 Wohnungen im Eigenbau entstehen. Allein 3.000 sollen es bis Ende 2024 werden.

2.700 neue Wohnungen in fünf Berliner Bezirken

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ist eine sogenannte „bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts“ mit Sitz in Bonn. Sie untersteht der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums für Finanzen. Hauptaufgabe der Bundesanstalt ist die Verwaltung und Verwertung von Liegenschaften, die Eigentum des Bundes sind.

Von diesen liegen naturgemäß auch einige im Berliner Stadtgebiet. Die Entwicklung der Flächen, die für den Bau von Wohnungen vorgesehen sind, hat bereits begonnen. Nach Angaben der „BiMA“ ist das intern ausgegebene Ziel, in Berlin rund 2.700 neue Wohnungen zu errichten.

In Reinickendorf sollen die meisten der neuen  Wohnungen entstehen

Diese Wohnungen soll auf insgesamt 20 Grundstücken in fünf Berliner Bezirken entstehen. Mit 1.980 Wohnungen soll das Gros der Unterkünfte im nördlich gelegenen Reinickendorf gebaut werden. In Steglitz-Zehlendorf sind 327 Wohnungen geplant, in Mitte 271, in Treptow-Köpenick 121 und in Pankow 24 Wohneinheiten.

Während die Bauten in Pankow, Mitte, Steglitz-Zehlendorf und Treptow-Köpenick zwischen 2024 und 2030 entstehen sollen, wird von der „BImA“ für die Projekte in Reinickendorf derzeit kein Endtermin genannt. Immerhin: Ende 2021 sind die Tiefbauarbeiten für die ersten Neubauwohnungen in Berlin gestartet.

Die „BiMA“ verfügt über viele, ehemalige Alliiertenwohnungen

Diese Wohnungen entstehen in Reinickendorf, in der „Cité Foch“ im Ortsteil Wittenau. Die Siedlung entstand im Wesentlichen zwischen 1952 und 1976 als Wohngebiet für die französischen Streitkräfte in Berlin und deren Angehörige. Im ersten Bauabschnitt sollen hier mehr als 300 Wohnungen entstehen.

Im Moment stehen dem Bund in Berlin etwa 5.000 Wohnungen zur Verfügung. Darunter sind viele, ehemalige Alliiertenwohnungen. Darüber hinaus verfügt der Bund in der Hauptstadt für die Unterbringung von Bundesbediensteten über Belegungsrechte an weiteren 3.925 Wohnungen.

Nachfrage nach Wohnungen für Bundesbedienstete ist gestiegen

Nicht alle dieser bundeseigenen Wohnungen werden heute von Bundesbediensteten bewohnt. Der Grund dafür ist, dass viele der Alliiertenwohnungen nach dem Abzug der westlichen Streitkräfte 1994 auf dem freien Markt vermietet wurden, um Leerstand zu vermeiden. Denn die Wohnungen wurden frei, bevor Bundestag und Regierung von Bonn nach Berlin zogen (September 1999).

Mittlerweile ist der Bedarf an Wohnungen für Bundesbedienstete allerdings signifikant gestiegen. Aktuell werden in Berlin laut „BImA“ sämtliche frei werdenden bundeseigenen Wohnungen an Bundesbedienstete vermietet. Eine Entlastung des „freien“ Berliner Mietmarktes wird durch die neu gebauten Wohnungen also eher nicht zu erwarten sein.

 

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