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Erweiterung des historischen Europahauses in Kreuzberg

An der Anhalter Straße in Kreuzberg wird in den kommenden Jahren der Neubau des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung entstehen.

Unweit des Askanischen Platzes und der Anhalter-Bahnhof-Ruine wird der Neubau des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung entstehen

© Visualisierungen: HENN GmbH mit WES Landschaftsarchitektur

 

In der vergangenen Woche wurde der städtebauliche Wettbewerb zur Ermittlung des Standorts für den Neubau des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung entschieden.

Mit dem ersten Preis des Wettbewerbs wurden zwei Büros aus Berlin und Hamburg ausgezeichnet. Die Zusammenarbeit der Büros HENN GmbH (Berlin) und WES Landschaftsarchitektur (Hamburg) konnte sich gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Suche nach einem Gesamtkonzept für das Areal am Europahaus

Gegenstand des Wettbewerbs war nicht die architektonische Gestaltung des zukünftigen Gebäudeensembles, sondern vornehmlich die Suche nach einem städtebaulichen Gesamtkonzept für die Entwicklung des Geländes an der Anhalter Straße.

Das Wettbewerbsgebiet, welches Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben („BImA“) ist, befindet sich zwischen dem Gelände der Topographie des Terrors, dem Martin-Gropius-Bau, dem zu sanierenden Europahaus und der Anhalter Straße.

Ergänzungsbau für das historische Europahaus

Der Neubau, der auf diesem Grundstück entstehen soll, soll das bestehende Europahaus, welches derzeit als Sitz des Ministeriums genutzt wird, ergänzen. Das zwischen 1926 und 1931 errichtete Europahaus steht unter Denkmalschutz.

Errichtet wurde das Europahaus nach Plänen von Richard Bielenberg und Josef Moser. Bekannt war das Haus vor allem durch seine großen Leuchtreklamen für die Unternehmen Odol und Allianz-Versicherungen, was Anfang der 30er Jahre in Berlin eine große Attraktion war.

Ziel: Nachhaltiges und klimaneutrales Gebäudeensemble

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude teilweise zerstört, konnte aber wiederaufgebaut werden. Heute verfügt das Gebäude über rund 35.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Rund vier Stockwerke im Gebäude werden derzeit vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung genutzt.

Der nun gekürte Entwurf für die bauliche Ergänzung des Areals soll nach Wünschen der „BImA“ und der Jury als Grundlage des Bebauungsplans für ein nachhaltiges und klimaneutrales Gebäudeensemble  bilden. Der nächste Schritt wird nun der Start eines Architekturwettbewerbs sein.

Weitere Projekte im näheren Umfeld

Im Umfeld des Areals wird es in den kommenden Jahren weitere, städtebauliche Veränderungen geben. Direkt hinter der Ruine des Anhalter Bahnhofs soll nach Plänen der dänischen Architektin Dörte Mandrup der Neubau des Exilmuseums entstehen.

Der Berliner Projektentwicklunger UTB plant, ein 98 Meter hohes Gebäude in Holzbauweise zu errichten. Wenige Meter weiter, am Landwehrkanal, baut das Immobilienunternehmen CA Immo derzeit das Büroprojekt „Grasblau“ nach Plänen von HPP Architekten.

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