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„Zillecampus“ in Charlottenburg: Nachhaltiges Holzbauprojekt

In Berlin-Charlottenburg, unweit des Ernst-Reuter-Platzes, plant das in Berlin ansässige Unternehmen Assiduus ein nachhaltiges Gewerbeprojekt mit dem Namen „Zillecampus“. Das Projekt soll an der namensgebenden Zillestraße entstehen und bis Ende 2024 abgeschlossen werden.

Bauvorhaben „Zillecampus“: Bis Ende 2024 soll das nachhaltige Büroprojekt in Berlin-Charlottenburg realisiert werden. Verantwortlich dafür ist das Unternehmen Assiduus. / © Visualisierungen: Assiduus / Partner und Partner Architekten

© Visualisierungen: Assiduus / Partner und Partner Architekten
Text: Björn Leffler

 

In Berlin-Charlottenburg, unweit des Ernst-Reuter-Platzes, plant das in Berlin ansässige Unternehmen Assiduus einen nachhaltigen Gewerbecampus. Das Projekt soll an der Zillestraße im Ortsteil Charlottenburg entstehen. Die Baugenehmigung für das ambitionierte Projekt wurde erst kürzlich erteilt.

Bei der Realisierung des „Zillecampus“ genannten Quartiers wird es nicht um ein reines Neubauprojekt gehen. Auch die Integration bereits bestehender Gebäude in das Bauvorhaben ist eine wichtige Komponente des „kreislauffähigen Büroprojekts„, wie es die Projektplaner nennen.

Projektentwickler „Assiduus“: Bauvorhaben mit nachhaltigem Ansatz

Verantwortlich für das architektonische Konzept des Vorhabens ist das Büro Partner und Partner Architekten. Das Unternehmen Assiduus setzt nach eigener Aussage städtebauliche Projekte um, die CO²-Emissionen reduzieren und – neben möglichst klimaneutralen Neubauten – eine Bestandserhaltung zum Ziel haben.

So wird es auch beim Projekt „Zillecampus“ umgesetzt, den das Unternehmen sogar als „ökologischen Leuchtturm“ bezeichnet. Neben einer zu 100 Prozent aus Holz bestehenden Neubaukonstruktion soll ein Gebäude aus den 1960er Jahren erhalten und modernisiert werden.

Holzbau und Sanierung: „Zillecampus“ soll „ökologischer Leuchtturm“ werden

Alle Bauteile und Baumaterialien, die im Projekt zum Einsatz kommen, sollen so eingebracht werden, dass sie im Sinne des Kreislaufwirtschaftsansatzes wieder verwendbar bleiben. Hierzu werden sie im Materialkataster für Gebäude erfasst („Madaster“).

Aus dem Bestandsgebäude ausgebaute Bauteile sollen ebenfalls wiederverwendet und über die Baumaterialienplattform Concular in den Wiederverwertungskreislauf eingebracht werden.

Kreislaufwirtschaft: BauMaterialien sollen wiederverwendbar sein

Durch diese zwar aufwendigen aber nachhaltigen Bauprozesse soll eine messbare Einsparung von Ressourcen, Abfall und CO² erreicht werden. Auch der Betrieb der Gebäude soll nachhaltig und CO²-sparend erfolgen.

Die Kühlung und Beheizung der künftigen Büroräume soll über ein eigenes Erdsondenfeld auf dem etwa 7.500 Quadratmeter großen Grundstück erfolgen. Im Rahmen des Projekts soll das größte, private Geothermie-Feld der Hauptstadt mit 72 Sonden in knapp 100 Meter Tiefe entstehen.

„Zillecampus“ in Charlottenburg: Bis Ende 2024 soll das Projekt realisiert werden

Die Anlagentechnik aus Geothermie und Wärmepumpen wird über die auf dem Dach befindliche, etwa 1.300 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage betrieben und soll damit nahezu klimaneutral erfolgen.

Der „Zillecampus“ soll unabhängig von externen Energiequellen wie Öl, Gas oder Fernwärme betrieben werden – ein ambitionierter Ansatz. Knapp 14.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche sollen bei dem Vorhaben entstehen, die ausschließlich für Büronutzungen vorgesehen sind.

Im Rahmen des Projekts soll neben den neuen Gebäuden auch ein Garten entstehen, der von den zukünftigen Mieterinnen und Mietern genutzt werden kann. Bis Ende 2024 soll das Projekt nach aktuellem Stand abgeschlossen werden.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

Neubau aus Holz und Bestandssanierung: So soll der „Zillecampus“ ab 2024 aussehen. / © Visualisierung: Partner und Partner Architekten

© Visualisierung: Partner und Partner Architekten

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