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Am Kurfürstendamm entsteht das “Gloria Berlin”, ohne “Gloria Palast”

Der Denkmalschutz konnte das einstige Kino mit dem klangvollen Namen “Gloria Palast” nicht vor dem Abriss retten. An seiner Stelle entstehen derzeit neue Gebäude, die Flächen für Einzelhandel und Büros enthalten werden.

Gutachten: Historische Fassade nicht sanierbar

Bezirk und Anwohner hatten darauf gedrängt, zumindest die historische Fassade des “Gloria Palastes” zu erhalten und in das Neubauprojekt zu integrieren. Letztlich mussten sich Bezirk und Anwohner aber mehreren Gutachten beugen, welche die Fassade als “unsanierbar” einschätzten.

Ein Teil des neuen Gebäudeensembles wird das ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Mampe-Haus sein. Dieses soll in seiner ganzen gründerzeitlichen Pracht saniert und wiederhergestellt werden.

Historisches Mampe-Haus bleibt erhalten

Verantwortlich für die Sanierung zeichnet Architektin Petra Kahlfeldt, die die neobarocken Formen und wiederentdeckten Deckenmalereien des Gebäudes herausstellt. Das einstige Wohnhaus wird, wie auch die Neubauten, als reines Büro- und Geschäftshaus hergerichtet.

Der übrige Teil des Projektes kommt eher nüchtern daher. An das ehemalige Kino wird in den zukünftigen Gebäuden nichts weiter erinnern, weder an der äußeren Fassade noch im Innern der Gebäude. Nur der Name “Gloria Berlin” nimmt die historische Nutzung des alten Gebäudes auf.

Ortner & Ortner entwarfen die neuen Gebäude

Entwickelt wird das Projekt vom Unternehmen Centrum Projektentwicklung, der architektonische Entwurf stammt vom renommierten Büro Ortner & Ortner.

Die Neubauten verfügen über jeweils fünf oberirdische Etagen sowie ein Staffelgeschoss. “Gloria Berlin” wird insgesamt – inklusive historischem Mampe-Haus – über fast 20.000 Quadratmeter Nutzfläche verfügen. Vom ersten Untergeschoss bis in die zweite Etage entstehen Geschäfte und Boutiquen mit rund 11.000 Quadratmetern Nutzfläche. Darüber werden Büros eingerichtet.

Büro- und Einzelhandeslflächen entstehen

Die sachliche Architektur der neu entstehenden Gebäude trifft nicht auf uneingeschränkte Begeisterung. Charlottenburg-Wilmersdorfs Baustadtrat Oliver Schruoffeneger äußerte sich zum Projekt wie folgt: “Wir stehen hier immer wieder vor dem Zwiespalt, dass die Wirtschaft und Investoren schnell vorangehen wollen, die Menschen, die hier leben aber Angst haben, ihre Identität zu verlieren.

Die Fertigstellung des Projekts war ursprünglich für Frühjahr 2020 anvisiert, was allerdings nicht umgesetzt werden konnte. Nach aktuellem Stand ist eine Fertigstellung des Projekts im vierten Quartal dieses Jahres realistisch.

 

Sanierung und Modernisierung: Das historische Mampe-Haus wird Teil des “Gloria Berlin”

So soll es einmal werden: Auf dem Baugerüst prangt eine Visualisierung der zukünftigen Büro- und Geschäftshäuser

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