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Auf der Schönhauser Allee entstehen 2020 neue Spuren für Radfahrer

Nachdem es jahrelange Debatten über einen möglichen Umbau der Schönhauser Allee im Pankower Stadtteil Prenzlauer Berg gegeben hat, soll es nun überraschend noch in diesem Jahr bauliche Veränderungen auf der stark frequentierten Straße geben.

Umbau der Schönhauser Allee ab 2020

Angekündigt hat das Berlins Verkehrsstaatssekretär Ingmar Streese. Zwischen Eberswalder Straße und Stargarder Straße wird demnach eine Spur errichtet, die von sogenannten “Leitboys”, also Pollern aus Kunststoff, flankiert werden. Dies sieht das neue Mobilitätsgesetz für Hauptstraßen vor.

Es wird demnach Haltezonen für Lieferverkehr und eingeschränkte Menschen geben, allerdings werden die bestehenden Parkplätze in diesem Abschnitt der Schönhauser Allee dauerhaft wegfallen. Berlin folgt damit einer Prämisse, die derzeit auch beim laufenden Umbau der Karl-Mar-Allee und der geplanten Tram-Erweiterung zum Potsdamer Platz umgesetzt wird.

Parkplätze für Autos fallen weg

Streese äußert sich zum anstehenden Bauvorhaben wie folgt: “Im Bereich Fahrradinfrastruktur schieben wir noch 2020 ein wichtiges großes Vorhaben in Pankow an, denn Verkehrswende heißt, CO2-freien Verkehr zu fördern. (…) Wir werden die Schönhauser Allee deutlich verbessern. Die infraVelo plant mit dem Bezirk eine Radspur im Abschnitt Eberswalder Straße und Stargarder Straße in beiden Richtungen, vielleicht auch noch bis zur Wichertstraße.”

Neue Radspuren in Weißensee, Verbesserung der Radwege auf der Oberbaumbrücke

Auch in Weißensee ist die Errichtung neuer Fahrradspuren geplant. Die Berliner Allee, die bislang überhaupt keine Fahrspuren für Radfahrer bietet, wird ebenfalls mit einem pollergeschützten Radweg ausgestattet, der auf der bisherigen Straße und nicht auf dem Gehweg entstehen wird.

Auch beim Streitpunkt Oberbaumbrücke in Kreuzberg hat es nun eine Einigung gegeben. Hier wurde von Fahrradfahrern und Verbänden nach der erst kürzlich abgeschlossenen Sanierung der Brücke bemängelt, dass die neuen Fahrradspuren deutlich zu schmal geraten seien und Autofahrer häufig in die Radspuren hineingeraten, da diese nicht durch Poller vom Straßenverkehr abgegrenzt seien. Die neuen Spuren werden nun noch einmal um jeweils einen Meter verbreitert.

 

Parkplätze werden wegfallen: Die Schönhauser Allee im aktuellen Zustand. Wo heute Autos parken, fahren zukünftig Radfahrer.

Stark frequentierter Verkehrsbereich: Die Kreuzung Schönhauser Allee / Eberswalder Straße gehört zu den Verkehrsknotenpunkten mit dem höchsten Radfahreraufkommen der Stadt

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