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Die Stadt, die immer wird und niemals ist: Berlin wird niemals aufhören, sich fortwährend neu zu erfinden. Darüber berichten wir jeden Tag neu.

Am Platz der Vereinten Nationen verändert sich ein ganzes Viertel

Rund um den Platz der Vereinten Nationen in Berlin-Friedrichshain hat es in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Bauprojekten gegeben, welche den Stadtteil signifikant verändert haben. Einige der Bauprojekte wurden bereits abgeschlossen, einige sind noch im Bau.

Umbau des Vivantes Klinikum Friedrichshain

Eines der größten Projekte war und ist der Umbau des Vivantes Klinikum Friedrichshain. Hierbei wurde der bestehende Baukörper um zwei weitere Flügel ergänzt, um Platz für 400 zusätzliche Betten zu schaffen. Gleichzeitig werden die in die Jahre gekommenen Bereiche des Hauptgebäudes saniert und modernisiert und eine Tiefgarage errichtet.

Direkt gegenüber vom Krankenhaus entsteht an der Ecke Landsberger Allee/Matthiasstraße, wo jahrelang ein Blumenladen beheimatet war, ein Eckhaus mit Wohnungen und Einzelhandel im Erdgeschoss. Hier hat bereits der Bau der niederen Stockwerke begonnen.

bauprojekte “Walden48” und “Pandion Midtown”

Deutlich weiter ist man beim Projekt “Walden48”, einige Meter die Landsberger Allee hinunter. Hier ist ein Wohnhaus in Holzbauweise entstanden und bereits fertiggestellt worden. 43 Wohneinheiten bietet das Holzhaus, genauso wie eine hochschallgedämmte Straßenfassade mit einer schützenden Haut aus Schieferplatten. Die Wohnräume des auf einem ehemaligen Parkplatz errichteten Gebäudes sind hofseitig angeordnet. Stellplätze für Pkw sind bewusst nicht vorgesehen.

Etwas größer wird beim Projekt “Pandion Midtown” gedacht. An der Pufendorfstraße, auf dem Gelände des alten Böhmischen Brauhauses, entstehen auf einem 17.500 Quadratmeter großen Areal 125 Eigentumswohnungen. Die Baufläche zieht sich bis zur Landsberger Allee und entsteht direkt neben der vor wenigen Jahren fertiggestellten Wohnanlage an der Matthiasstraße.

Damit wird eine der letzten großen Brachen im Viertel bebaut. Jahrelange Verzögerung hatte es bei diesem Projekt gegeben, da bei den ersten Grabungsarbeiten im Herbst 2016 ein 150 Jahre altes Massengrab entdeckt wurde. Als Mitte des 19. Jahrhunderts in Berlin die Cholera wütete, wurden an dieser Stelle fast 4.000 Verstorbene bestattet. Erst nachdem alle Überreste während der vergangenen drei Jahre umgebettet wurden, kann es mit dem Bau der Wohnanlage nun weitergehen.

Neubau von Schulgebäuden an der Pufendorfstraße

Auf der anderen Seite der Pufendorfstraße wird ebenfalls gebaut. Hier entstehen keine Wohnungen, sondern Schulgebäude. Angetrieben durch die Schulbauoffensive des Berliner Senats wurde im vergangenen Jahr bereits ein Erweiterungsbau der an der Friedenstraße gelegenen “Spartakus Grundschule” in Betrieb genommen.

Direkt daneben entsteht derzeit noch ein weiterer Neubau mit integrierter Turnhalle, der dann nach der Eröffnung als eigenständige Schule funktionieren wird.

“How Long is Now” zieht an die Friedenstraße

An der Friedenstraße, von der die Pufendorfstraße abgeht, ist erst vor wenigen Wochen ein großes Wohnungsbauprojekt der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) erfolgreich abgeschlossen worden. Auch hier wurde auf einem ehemaligen Parkplatz, direkt neben der Alten Mälzerei, ein Wohnhaus mit insgesamt 192 Mietwohnungen (davon 68 barrierefrei) errichtet und fristgerecht fertiggestellt. Zusätzlich ist ein neuer Stadtplatz entstanden. Auf einer der Gebäudewände ist das weltberühmte Wandbild “HOW LONG IS NOW” zu sehen, welches vom einstigen Künstlerhaus “Tacheles” in Mitte nach Friedrichshain “umgezogen” ist.

Gegenüber vom Neubau wird ein weiteres Wohnhaus derzeit saniert und modernisiert und um zwei weitere Stockwerke ergänzt. Die zusätzlichen Etagen werden auf das bestehende Gebäude aufgesetzt. Auch hier wird teilweise in Holzbauweise gearbeitet.

Smava bezieht neue Unternehmenszentrale in der Palisadenstraße

Bereits im letzten Jahr wurden zwei Projekte in der Palisadenstraße abgeschlossen. Das Unternehmen Smava hat hier seine neue Unternehmenszentrale bezogen. Im einstigen Ateliergebäude “Post Berlin”, welches seit Jahren in einem erbärmlichen Zustand war und in den vergangenen zwei Jahren vollumfänglich saniert und neu hergerichtet wurde, ist das Unternehmen mit all seinen Berliner Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Oktober 2019 eingezogen.

Direkt daneben hat die Wohnungsbaugesellschaft Mitte das sogenannte “Straußenhaus” errichtet, ein Mietshaus mit insgesamt 50 Mietwohnungen. Es wurde an den Giebel eines bereits bestehenden Gebäudes angefügt und nutzt einen schmalen Streifen parallel zur Strausberger Straße.

Im Viertel hat sich in den vergangenen Jahren also viel getan, sehr unterschiedlich ausgeprägte Bauprojekte wurden angestoßen und umgesetzt. Eines der größten anstehenden Projekte hingegen liegt noch immer auf Eis, mit ungewissem Ausgang: Die Neubebauung des SEZ-Grundstücks am Volkspark Friedrichshain. Hier ist das jahrzehntelange Ringen um die optimale Nutzung der Fläche noch nicht entschieden.

 

Bauarbeiten am Vivantes Klinikum Friedrichshain

Gegenüber vom Klinikum Friedrichshain wird ein Wohnhaus neu errichtet. Vorher war hier ein einstöckiger Blumenladen beheimatet.

Das “Walden48” wurde in Holzbauweise errichtet

Das “Pandion Midtown” entsteht zwischen Landsberger Allee und Pufendorfstraße

Gegenüber vom zukünftigen “Pandion Midtown” entstehen mehrere neue Schulgebäude und eine Sporthalle

Neben der “Alten Mälzerei” ist ein Wohnhaus mit 192 Mietwohnungen samt neuem Stadtplatz errichtet worden

An der Friedenstraße, gegenüber von Auferstehungskirche und Alter Mälzerei, wird dieses Wohnhaus um zwei Etagen aufgestockt

Zwei Neubauten in der Palisadenstraße: Im Hintergrund die neue Firmenzentrale des Unternehmens Smava, vorn das “Straußenhaus” der WBM

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