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City West: Quartier “Stadteingang West” soll ab 2022 geplant werden

Im Zuge der Neuplanung des Autobahndreiecks Funkturm soll auch ein neues, 152 Hektar großes Entwicklungsgebiet neu erschlossen werden. Das Gebiet trägt den Projektnamen “Stadteingang West”.

Für den anstehenden Wettbewerb, bei dem es um die Konzeptionierung für dieses riesige Areal gehen soll, wird nun ein Dienstleistungsunternehmen gesucht, um den Wettbewerb zu organisieren.

Dienstleister zur Organisation des Wettbewerbs wird gesucht

Auf dem Areal “Stadteingang West”, welches am Rande der City West liegt (daher auch der Name), soll ein gemischt genutztes Quartier aus Arbeiten und Wohnen entstehen.

Ausgangspunkt bzw. Voraussetzung für die Planung dieses Quartiers ist die seit langen Jahren diskutierte Neuplanung des Autobahndreiecks Funkturm. Wichtige Verkehrswege, die von diesem Verkehrsknotenpunkt ausgehen, werden auch das Areal “Stadteingang West” durchziehen.

Planung des Dreiecks Funkturm ist Voraussetzung für das Projekt

Im Zuge dieses hochkomplexen Umbaus müssen knapp zwei Kilometer Stadtautobahn der A115 und A100 zuzüglich der erforderlichen Verbindungsrampen und etwa 25 Brücken erneuert werden. Zudem soll der Rasthof „Avus“ verlegt und eine neue Anschlussstelle „Messedamm“ gebaut werden.

Das zukünftige Entwicklungsgebiet “Stadteingang West” erstreckt sich über eine Länge von insgesamt 3,3 Kilometern zwischen dem S-Bahnhof Grunewald im Südwesten und dem Bahnhof Charlottenburg im Nordosten. Am breitesten ist das Areal zwischen den Bahnhöfen Halensee im Südosten und Messe Nord/ICC im Norden (1,2 Kilomter).

152 Hektar großes Entwicklungsgebiet

Im vergangenen Jahr hatte der Senat in Vorbereitung des Projektes bereits eine Verordnung über ein Vorkaufsrecht des Landes Berlin an Grundstücken innerhalb des Planungsgebiets erlassen. So soll gewährleistet werden, dass vor allem die zukünftigen Wohnflächen von den landeseigenen Wohnungsbauunternehmen umgesetzt werden können – zu bezahlbaren Mietpreisen.

Bevor diese aber wirklich gebaut werden, steht den Stadtplanern noch ein langer Entwicklungsprozess bevor: Allein für den Dialog, der den Bürger*innen die Möglichkeit zur Mitgestaltung geben soll, sind drei Jahre veranschlagt. Das Dialogverfahren wird bereits vorbereitet und soll 2022 und 2023 durchgeführt werden.

Dialogverfahren soll 2022 starten

Das Ziel des Dialogmarathons formuliert Katrin Dietl, Sprecherin von Stadtentwicklungssenator Sebastian Scheel (Linke), wie folgt: „Ein Masterplan, der die Grundsätze der freiräumlichen und städtebaulichen Entwicklung vom S-Bahnhof Grunewald bis zum S-Bahnhof Charlottenburg und vom S-Bahnhof Messe-Nord bis zum S-Bahnhof Halensee beschreiben wird“.

Im Hinblick auf die städtebauliche Entwicklung sieht die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung große Potenziale für eine Erweiterung des bestehenden Messegeländes, aber auch Chancen zur Neugestaltung von Wohn- und Gewerbegebieten. Auch soziale und kulturelle Einrichtungen sollen entwickelt werden.

Erweiterung des Messegeländes, Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen

Um die Entwicklung des Areals wird bereits seit mehreren Jahren gerungen. Viele verschiedene Ideen konkurrieren um die Deutungshoheit. So soll die A100 zwischen der Knobelsdorffbrücke und der Kaiserdammbrücke möglicherweise “gedeckelt” werden, so dass über der Autobahn neue Entwicklungsflächen frei werden.

Auch ein Solardach für die Stadtautobahn hatte die CDU im vergangenen Jahr vorgeschlagen. Eine der kühnsten Visionen zur Gestaltung des Areals hatte das Architekturbüro Langhof bereits vor einigen Jahren publiziert: Diese sieht die Errichtung mehrerer Hochhäuser rund um das ICC und Messeareal vor.

Bezirk lehnt bisheriges Konzept für den Umbau des Dreieck Funkturms ab

Bevor der “Stadteingang West” realisiert werden kann, muss aber erst einmal die Planung des Autobahndreiecks Funkturm und dem sich daraus ergebenden städtischen Straßennetz abschließend feststehen. Hier ist auch Oliver Schruoffeneger (Grüne), Baustadtrat des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, involviert.

Schruoffeneger kritisiert die Inhalte der vom Unternehmen “Deges” vorangetriebenen Planungen für das Autobahndreieck. “Deges” plant im Auftrag des Bundes und der Länder Autobahnen und Bundesstraßen.

Nach den aktuellen Planungen des Unternehmens sollen mehrere Zu- und Abfahrten geschlossen werden, was wiederum zu verkehrlichen Mehrbelastungen von Wohngebieten führen könnte, so die Befürchtung Schruoffenegers. Hier stellt sich der Bezirk bislang quer und fordert Verbesserungen des bisherigen Planvorhabens ein.

Es wird aller Voraussicht nach noch einige Zeit vergehen, bis auf dem “Stadteingang West” tatsächlich die Bagger rollen. Wir werden das Projekt aber mit großem Interesse weiter begleiten.

Weitere Projekte in Charlottenburg-Wilmersdorf gibt es hier.
Die Planungen für das Gebiet, die Architekt Chritoph Langhof vorschlägt, könnt Ihr hier sehen.

 

Eine ungefähre Darstellung des Entwicklungsgebiets “Stadteingang West”

Vision des Büros Langhof: Hochhäuser am Westkreuz / © Grafiken: Langhof GmbH

Vorschlag der Berliner CDU: Überdachung weiter Teile der Berliner Stadtautobahn mit Solarpanelen / © Grafik: LABOR3 Architektur GmbH

 

A new 152-hectare development area is also to be redeveloped as part of the new planning for the Funkturm freeway triangle. The area bears the project name “Stadteingang West” (“City Entrance West”).

A service provider is now being sought to organize the competition for the upcoming competition, which will focus on the conceptual design for this huge area.

SERVICE PROVIDER SOUGHT TO ORGANIZE THE COMPETITION

On the area “Stadteingang West”, which is located at the edge of the City West (hence the name), a mixed-use quarter of work and living is to be developed.

The starting point or prerequisite for the planning of this quarter is the new planning of the freeway triangle Funkturm, which has been discussed for many years. Important traffic routes emanating from this junction will also pass through the “City Entrance West” area.

PLANNING OF THE FUNKTURM TRIANGLE IS A PREREQUISITE FOR THE PROJECT

In the course of this highly complex reconstruction, almost two kilometers of city highway of the A115 and A100 plus the necessary connecting ramps and about 25 bridges have to be renewed. In addition, the “Avus” service area is to be relocated and a new “Messedamm” junction built.

The future development area “City Entrance West” extends over a total length of 3.3 kilometers between the Grunewald S-Bahn station in the southwest and the Charlottenburg station in the northeast. The widest area is between Halensee station in the southeast and Messe Nord/ICC station in the north (1.2 kilometers).

152 HECTARE DEVELOPMENT AREA

Last year, in preparation for the project, the Senate had already issued an ordinance granting the State of Berlin a pre-emptive right to purchase land within the planning area. This is intended to ensure that the future residential areas in particular can be implemented by the state’s own housing construction companies – at affordable rents.

However, before these are actually built, the urban planners still have a long development process ahead of them: three years have been estimated for the dialog alone, which is intended to give citizens the opportunity to help shape the plan. The dialog process is already being prepared and is to be carried out in 2022 and 2023.

DIALOG PROCESS TO START IN 2022

Katrin Dietl, spokesperson for Urban Development Senator Sebastian Scheel (Left Party), formulates the goal of the dialogue marathon as follows: “A master plan that will describe the principles of open space and urban development from the Grunewald S-Bahn station to the Charlottenburg S-Bahn station and from the Messe-Nord S-Bahn station to the Halensee S-Bahn station.”

With regard to urban development, the Senate Department for Urban Development sees great potential for an expansion of the existing trade fair grounds, but also opportunities for the redevelopment of residential and commercial areas. Social and cultural facilities are also to be developed.

EXPANSION OF THE TRADE FAIR SITE, CREATION OF RESIDENTIAL AND COMMERCIAL AREAS

The development of the site has been in contention for several years. Many different ideas are competing for the right of interpretation. For example, the A100 is to be possibly “capped” between the Knobelsdorff Bridge and the Kaiserdamm Bridge, freeing up new development space above the highway.

The CDU also proposed a solar roof for the urban freeway last year. One of the boldest visions for the design of the area had already been published by the architectural firm Langhof a few years ago: This envisages the construction of several high-rise buildings around the ICC and trade fair area.

DISTRICT REJECTS PREVIOUS CONCEPT FOR THE CONVERSION OF THE “Dreieck Funkturm”

Before the “City Entrance West” can be realized, however, the planning of the Funkturm freeway triangle and the resulting urban road network must first be finalized. Oliver Schruoffeneger (Greens), city councilor for construction in the Charlottenburg-Wilmersdorf district, is also involved here.

Schruoffeneger criticizes the contents of the plans for the freeway interchange, which are being driven forward by the company “Deges”. “Deges” plans highways and federal roads on behalf of the federal and state governments.

According to the current plans of the company, several access and exit roads are to be closed, which in turn could lead to additional traffic loads on residential areas, according to Schruoffeneger’s fear. So far, the district has been opposed to this and is calling for improvements to the current plan.

In all likelihood, it will be some time before the excavators actually start rolling on the “Stadteingang West”. However, we will continue to follow the project with great interest.

FURTHER PROJECTS IN CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF CAN BE FOUND HERE.
THE PLANS FOR THE AREA PROPOSED BY ARCHITECT CHRITOPH LANGHOF CAN BE SEEN HERE.

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