entwicklungsstadt berlin

Die Stadt, die immer wird und niemals ist: Berlin wird niemals aufhören, sich fortwährend neu zu erfinden. Darüber berichten wir jeden Tag neu.

Fünf Jahrzehnte Architektur und Urbanismus: Das ARCH+ Magazin

ENTWICKLUNGSSTADT beschäftigt sich mit den vielfältigen Themen rund um die fortwährende Entwicklung und Veränderung der Stadt Berlin. Hierzu gehören von Zeit zu Zeit hin und wieder auch Buch- und Medienrezensionen.

In unserem aktuellen Beitrag beschäftigen wir uns mit dem Magazin „ARCH+“, einer quartalsweise erscheinenden Zeitschrift für Architektur und Urbanismus.

Grundungsjahr: 1967

Jedes vierteljährlich erscheinende Heft beleuchtet eingehend und intensiv ein besonderes Thema und greift dabei aktuelle, gesellschaftliche Diskussionen in Hinblick auf architektonische und urbanistische Fragestellungen auf.

„ARCH+“ ist ein von den Großverlagen unabhängig operierendes Magazin mit Sitz im Kreuzberger Besselpark. Seit mittlerweile über 50 Jahren (gegründet 1967) publiziert das gemeinnützige Unternehmen die konzeptuelle Architekturzeitschrift und prägt dabei den deutschsprachigen und internationalen Diskurs zu Architektur und Stadtforschung.

Jahrzehntelanger Diskurs zu Architektur und Stadtforschung

Zusätzlich zum Magazin werden auch öffentliche Formate organisiert, die den Dialog über Architektur und Urbanismus fördern sollen. Diese Veranstaltungen werden regelmäßig an unterschiedlichen Orten durchgeführt und erreichen ein großes Publikum.

Jedes ARCH+ Heft ist einem besonderen Thema gewidmet, das im Wechselspiel von Artikeln und Projektbeschreibungen erörtert wird. Die Heftthemen sind immer auch als Transfer oder Brückenschlag zwischen verschiedenen Wissensbereichen konzipiert.

Aktuelle Diskussionen aus den Sozial- und Naturwissenschaften, Ökonomie, Philosophie und Kunst werden in die Konzeption und Umsetzung des Magazins einbezogen. Denn auch im alltäglichen Arbeitsfeld eines Architekten spielen sie eine außerordentlich große Rolle.

Eine Ausgabe behandelt je ein konkretes Thema

In den „ARCH+“-Magazinen werden Themen wie die Entwicklung neuer Wohnkonzepte, Organisationsformen der Arbeit, urbanistische Lebensmodelle oder der Umgang mit Mobilität behandelt. Aber auch Natur und Landschaft, die Neudefinition von Bauaufgaben und Bautypen oder Fragen der Formgebung und Raumwahrnehmung oder der Umgang mit Baumaterialien spielen immer wieder eine große Rolle.

Mit freundlicher Unterstützung der „ARCH+“ Redaktion verlosen wir drei Ausgaben des Magazins, jedes im Wert von 22,00 Euro.

Interessenten senden einfach eine E-Mail an info@entwicklungsstadt.de

Bitte nennen Sie uns Ihren Namen, Ihre Adresse und die Ausgabe, an der Sie Interesse haben.

Folgende Ausgaben werden verlost:

Ausgabe 235: Rechte Räume – Bericht einer Europareise

Thema der Ausgabe: Geradezu seismografisch scheint die Architektur Entwicklungen vorwegnehmen zu können, die wir gemeinhin mit dem Erstarken der „Neuen“ Rechten in den letzten Jahren in Verbindung bringen. Doch neu ist an der Neuen Rechten allenfalls die strategische und qualitative Veränderung, die den Rechtsextremismus normalisiert. In ihrem Triumphzug führt die Neue Rechte als Beute die Baukultur als identitätspolitisches Programm mit. Damit dringt sie tief in die bürgerliche Mitte ein. Was tun? Die Aufgabe ist es, mit Walter Benjamin gesprochen, „die Geschichte gegen den Strich zu bürsten.“

Ausgabe 237: Eine architektonische Selbstbiografie

Thema der Ausgabe: In seiner Autobiografie verwebt Nikolaus Kuhnert, Mitherausgeber der ARCH+, auf zugängliche Weise seine Lebensgeschichte mit der Architekturgeschichte. 1939 als Kind einer jüdischen Mutter in Nazi-Deutschland geboren, durchlebte er schon als Kind die Entrechtung und Ermordung eines Großteils seiner Familie. Später schloss er sich der Studentenbewegung an und verschrieb sich der Verflechtung von Architektur und Gesellschaft. Er betrieb seit Anfang der 1970er-Jahre bis zu seiner schweren Erkrankung 2016 die Zeitschrift als politisches Projekt. Anlässlich seines 80. Geburtstages in diesem Jahr blickt er auf sein Leben und seine Arbeit zurück.

Ausgabe 238: Architekturethnografie

Thema der Ausgabe: Was bedeutet es, wenn sich Architekt*innen wieder verstärkt der Lebenswelt in ethnografisch deskriptiver Weise zuwenden? Um anzudeuten, dass es sich dabei um eine kritische Herangehensweise handelt, sei sie hier provisorisch reflexive Ethnografie genannt. Reflexiv meint, ein Bewusstsein für das Machtgefälle zwischen Beobachtenden und Beobachteten zu entwickeln, für das Andere in uns. Sie ist eine Methode, mit der wir uns die Welt zeichnerisch erschließen, um unsere eigenen Verstrickungen in die unterschiedlichsten Regime und Netzwerke oder die Potentiale und Ambitionen einer gesellschaftlichen Situation aufzudecken.

WEITERE AUSGABEN KÖNNEN AUF DER OFFIZIELLEN INTERNETPRÄSENZ DES „ARCH+“ MAGAZINS BESTELLT WERDEN.
Weitere Medienrezensionen gibt es hier

 

 

ENTWICKLUNGSSTADT deals with the manifold topics related to the ongoing development and change of the city of Berlin. This includes from time to time book and media reviews.

In our current article we deal with the magazine “ARCH+“, a quarterly magazine for architecture and urbanism.

Each quarterly issue examines a special topic in depth and intensively, picking up on current social discussions with regard to architectural and urbanistic issues.

Foundation year: 1967

“ARCH+” is a magazine that operates independently of the major publishing houses and is based in Besselpark in Kreuzberg. For over 50 years now (founded in 1967), the non-profit company has been publishing the conceptual architecture magazine and has shaped the German-speaking and international discourse on architecture and urban research.

In addition to the magazine, public formats are organized to promote the dialogue on architecture and urbanism. These events are held regularly at different locations and reach a large audience.

Each ARCH+ issue is dedicated to a specific topic, which is discussed in the interplay of articles and project descriptions. The topics of the issues are always conceived as a transfer or bridge between different fields of knowledge.

Decades of discourse on architecture and urban research

Current discussions from the social and natural sciences, economics, philosophy and art are included in the magazine’s conception and implementation. After all, they also play an extraordinarily important role in an architect’s everyday work.

The “ARCH+” magazines deal with topics such as the development of new living concepts, forms of work organization, urbanistic models of living or dealing with mobility. But nature and landscape, the redefinition of building tasks and building types or questions of design and spatial perception or the handling of building materials also play a major role time and again.

Each issue deals with a specific topic

With the kind support of the “ARCH+” editorial team, we are giving away three issues of the magazine, each worth 22.00 euros.

If you are interested, please simply send an e-mail to info@entwicklungsstadt.de

Please include your name, address and the issue you are interested in.

The following issues will be raffled:

Issue 235: Right WING Rooms – Report of a European tour

Topic of the issue: Almost seismographically, architecture seems to be able to anticipate developments that we generally associate with the strengthening of the “new” right in recent years. But what is new about the New Right is at best the strategic and qualitative change that normalizes right-wing extremism. In its triumphal procession, the New Right carries the building culture as a program of identity politics. In this way it penetrates deep into the middle class. What to do? The task, in the words of Walter Benjamin, is “to brush history against the grain.

Issue 237: An architectural self-biography

Topic of the issue: In his autobiography Nikolaus Kuhnert, co-editor of ARCH+, interweaves his life story with architectural history in an accessible way. Born in 1939 as the child of a Jewish mother in Nazi Germany, he experienced the deprivation of rights and murder of a large part of his family as a child. Later he joined the student movement and dedicated himself to the interweaving of architecture and society. He ran the journal as a political project from the early 1970s until his serious illness in 2016. On the occasion of his 80th birthday this year, he looks back on his life and work.

Issue 238: Architectural ethnography

Topic of the issue: What does it mean when architects once again turn their attention to the world in which they live in an ethnographically descriptive manner? In order to indicate that this is a critical approach, let us call it provisionally reflexive ethnography. Reflective means to develop an awareness of the power difference between those observing and those being observed, for the other in us. It is a method with which we draw the world in order to reveal our own entanglements in the most diverse regimes and networks or the potentials and ambitions of a social situation.

FURTHER ISSUES CAN BE ORDERED ON THE OFFICIAL WEBSITE OF THE “ARCH+” MAGAZINE.
FURTHER MEDIA REVIEWS CAN BE FOUND HERE

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