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Kreuzberg: Teile des Halleschen Ufers sollen autofrei werden

Ein 600 Meter langer Abschnitt am Ufer des Landwehrkanals soll umgestaltet werden. Anstelle von Autospuren sollen Flächen für Fußgänger und Radfahrer entstehen. Das Pilotprojekt wird mit knapp drei Millionen Euro vom Bund gefördert.

So sieht der Uferabschnitt des Landwehrkanals unweit des Technikmuseums heute aus. Der nördliche Uferbereich soll in den kommenden Jahren im Rahmen eines Pilotprojekts umgestaltet werden.

© Foto/Visualisierung:  yellow Z
Text: Björn Leffler

 

Bereits im März 2020 berichteten wir erstmals über das Vorhaben des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, einen Teil der Uferbereiche am Landwehrkanal umzugestalten und dafür den nah am Wasser verlaufenden Autoverkehr teilweise zu reduzieren.

Diese Plänen werden nun konkreter, denn das Bauvorhaben wird mit rund 2,95 Millionen Euro vom Bund gefördert. Um die ambitionierten Pläne in die Tat umzusetzen, muss infrastrukturell viel verändert werden. Die Idee der Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (Die Grünen) ist es, eine neue, sogenannte „Innenstadtpromenade“ zu schaffen.

Der Autoverkehr am Landwehrkanal soll eingeschränkt werden

Diese Idee sieht konkret vor, das Hallesche und das Tempelhofer Ufer vom Urbanhafen bis hin zum Kulturforum in Tiergarten völlig neu zu denken und zu gestalten. Dieses soll, wie schon bei anderen Infrastrukturprojekten in der Innenstadt, zumindest teilweise auf Kosten des Autoverkehrs geschehen.

Der Straßenverkehr soll auf der Südseite des Landwehrkanals, also oberhalb der Amerika-Gedenk-Bibliothek, zusammengefasst werden. Im Verkehrsbereich, von wo es derzeit in östlicher Richtung zur Oberbaumbrücke geht, sollen Fahrspuren in beide Richtungen gebaut werden.

Die nördliche Seite des Landwehrkanals soll völlig neu gestaltet werden

Ließe sich das Vorhaben so umsetzen, könnte die nördliche Seite des Landwehrkanals dann völlig neu gestaltet werden. Der Bezirk hatte sich mit dem Bauvorhaben beim Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus 2022“ beworben, gemeinsam mit 79 anderen Gemeinden aus dem gesamten Bundesgebiet.

18 dieser Bewerbungen wurden ausgewählt und werden nun vom Bund gefördert, und das Projekt am Halleschen Ufer hat es in diese  Auswahl geschafft. Insgesamt verteilt der Bund hier 75 Millionen Euro. Knapp drei davon kann der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nun zur Weiterentwicklung des Projekts nutzen.

„Beispielhaftes Vorbild für fußgängerfreundliche Transformation“

Das Konzept hat die Entscheidungsträger im Bund offensichtlich überzeugt. Der Umbau eines 600 Meter langen Abschnitts des Ufers am Landwehrkanal dient als „beispielhaftes Vorbild für die fußgänger- und fahrradfreundliche Transformation von Infrastrukturflächen„, heißt es in einer Mitteilung der Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Kreuzberg-Friedrichshain-Prenzlauer Berg Ost, Cansel Kiziltepe (SPD).

Treppen, die zum Wasser führen, Grünflächen für Spaziergänger, Sporttreibende oder Flächen zum Grillen sollen hier entstehen. Herrmann möchte, so ihr erklärtes Ziel, „nicht-kommerzielle Freiräume“ schaffen. Das Konzept geht zurück auf die Zeit, als Herrmann noch Umweltstadträtin des Bezirks war.

Einen konkreten Zeitplan für die Umsetzung des Projekts gibt es bislang noch nicht. Dieses soll aber in den kommenden Monaten erarbeitet werden. Ein Teil der Fördersumme soll auch dafür verwendet werden.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

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Quellen: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Yellow Z, Berliner Morgenpost, ENTWICKLUNGSSTADT BERLIN

 

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