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Urania Berlin: Interaktives Event über grüne Architektur

Am 29. Juni endete die vierteilige, interaktive Veranstaltungsreihe zum Thema „Berlin ökologisch denken“ der Urania Berlin. Die Reihe wurde vom Projekt „StadtNatur“ begleitet und zeigt einen Blick in eine nachhaltige Zukunft von Bauen und Wohnen in der Stadt.

Text und Fotos: Celine Hellriegel

 

Die Urania Berlin, gegründet im Jahr 1888 gegründet, gilt als erstes „Science Center“ der Welt und vereinigt Bildung und Wissen mit der kulturellen Teilhabe der Menschen vor Ort.

In der aktuellen Vortragsreihe „Grüne Architektur interaktiv“ ging es dem Veranstalter vor allem um den Austausch mit dem Publikum, unter denen sich ebenfalls Expertinnen und Experten der jeweiligen Branchen befanden, und den Podiumsgästen. 

Lösungsansätze für nachhaltiges Bauen

Vom 1. Juni bis zum 29. Juni wurden in mehreren Vorträgen Ideen davon vermittelt, wie eine nachhaltige Zukunft und ein grünes Berlin in den nächsten 50 bis 100 Jahren aussehen könnten. Dabei stellten die Podiumsgäste klimaneutrale und ressourcenschonende Gebäude und Berliner Bauprojekt vor, wiesen aber auch auf zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten sowie Lösungsansätze hin. 

Inhaltlich bauten die Vorträge aufeinander auf, beginnend mit dem Thema „Transformation Design“, bei dem die Architektinnen Saskia Hebert und Maren Teichert konkret über eine zukunftsfähige Gestaltung von Gebäuden berichteten, ohne dabei die ökonomischen Rahmenbedingungen zu vernachlässigen.

EUREF-Campus hält seit 2014 CO2-Klimaschutzziele ein

In der darauffolgenden Woche wurde mit dem EUREF-Campus in Berlin-Schöneberg ein aktuelles Berliner Großprojekt von Karin Teichmann, Vorständin der EUREF AG, vorgestellt und auf seine Nachhaltigkeit hin geprüft. Das Modellquartier rund um den Gasometer erfüllt bereits seit 2014 die CO2-Klimaschutzziele und steht sinnbildlich für die klimaneutrale, ressourcenschonende und intelligente Stadt von morgen.  

Berlin soll grüner werden, auch die Architektur der Stadt. Im anschließenden Vortrag am 17. Juni vom Wissenschaftsjournalisten und Zukunftsreporter Rainer Kurlemann wurde dieses Thema interaktiv diskutiert. In seinem Workshop „Wie könnte unsere Zukunft aussehen?“ bezog er die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aktiv mit ein, in dem sie vorerst gemeinsam Ideen für Veränderungen bestehender und zukünftiger Architektur sammelten, um diese dann anschließend von Kurlemann selbst in einem Text zu bündeln.

Müllprozduzent Baugewerbe – Wege zur grünen Baubranche

Passend zum Ende der Vortragsreihe wurde das Thema „Was kommt nach dem Abriss? Wege zur grünen Baubranche“ behandelt. Hierzu berichtete die freie Journalistin Lisbeth Schröder über die negativen Seiten der Baubranche. Denn mit 55 Prozent des jährlichen Abfalls ist sie laut Umweltbundesamt der größte Müllproduzent in Deutschland und auch für 13 Prozent der Treibhausgase weltweit verantwortlich.

Der Weg zur grünen Baubranche geht über die Kreislaufwirtschaft, hier besteht noch großes Verbesserungspotential, viel zu wenige der verwendeten Materialien werden recycelt. Demnach appelliert Schröder für die Verwendung leicht recycelbarer Materialien, wie Stahl und Holz, und spricht sich für den Erhalt und die Sanierung statt des Abrisses von Gebäuden aus.

Erhalt und Rückbau von Gebäuden ist kostenintensiv

Zusätzlich kritisiert Schröder die Politik, die zwar das Kreislaufwirtschaftsgesetz entwickelt hat, dies aber nicht ausreichend kontrolliert bzw. teilweise zu streng mit DIN-Normen recycelter Materialien ist, so dass beispielsweise Beton oft nicht wiederverwendet werden kann, obwohl dies durchaus möglich wäre.

Bei der anschließenden Diskussion stellten die Teilnehmer gemeinsam fest, dass der Abriss und Neubau deutlich kostengünstiger und schneller abläuft als der Erhalt bzw. der Rückbau oder das Wiederverwenden von Materialien, was einer nachhaltigen Baubranche entgegenwirkt.

Gefördert wurden die Veranstaltungen von der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz des Landes Berlin. Der Eintritt für alle Veranstaltungen war frei. Die Urania Berlin steht dafür, Themen der Wissenschaft und Forschung allgemein verständlich und für alle zugänglich zu machen.

 

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1 Kommentar

  1. Guillermo Frei Oktober 18, 2022

    Hallo meine Damen und Herren,
    Ich komme mir vor in der DDR da wurden auch die Umfragen von der SED beschlossen und durchgeführt aber ohne das Volk zu Befragen wie in den Besetzten gebieten in der Ukraine. Nur der Unterschied bis jetzt, ist das wir noch den Mund aufmachen können….Wer weiß wie lange noch….? wenn die Schröder Partei und die Grünen noch regieren.
    Ich Hatte ein Gewerbe in der Graefestr. wie der Verkehr Beruhigte Bereich geplant wurde mit der sogenannte Spielstraße mehr wie 50 Leute wahren nie dabei in eine Versammlung und ich habe mich ein mal gemeldet und dann würde ich ausgeruht und als Querulant Diffamiert, dann habe ich beschlossen nicht mehr hinzugehen.
    Ich lade Gründer diese Idee Parkplätzen weg zu rationalisieren am einen Dienstag oder Freitag an de Planufer ecke Graefestr. mit ihre Kinder (wen sie welche haben)
    zum Spazieren und Spielen auf den Damm…(viel Spaß)
    Wehre es nicht besser ein Demokratischen Weg zu suchen mit eine Amtliche Bürger Befragung im Kits, als eine Autoritäre Entscheidung der Bezirks-verordneter Versammlung…den die 66% die dafür waren… von wie fiele befragte… ich wahr nicht Dabei und von meine Nachbar wusste auch keine über eine Befragung wir wurden informiert das es beschlossen wurde durch die Medien.
    Übrigens ich bin 81 Jahre Alt Habe mein PKW abgegeben also mir geht es nicht so sehr um die Parkplätze sonder sonder die Art wie sie das durchführen, hier leben Freie Menschen, und man sollten sie nicht Bevormunden

    Mit Freundliche grüße Guillermo frei

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