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Lernen, Wohnen, Arbeiten: Am Holzmarkt entsteht das „WIEWEIL“

Ein hart umkämpftes Stadtentwicklungsprojekt wird nun doch noch umgesetzt, wenn auch in veränderter Form: Am Holzmarkt in Berlin-Friedrichshain entwickeln WBM und die Kilian Immobiliengruppe das innovativ angelegte Projekt „WIEWEIL“. 

Wohnen, Arbeiten, Lernen, Austauschen: Das Konzept des „WIEWEIL“ wurde am Freitag der Öffentlichkeit präsentiert.

© Grafiken / Visualisierungen: Kilian Immobiliengruppe

 

Aus dem „Eckwerk“ wird das „WIEWEIL“. Auf dem Grundstück am Friedrichshainer Holzmarkt, um dessen Bebauung es seit Jahren Streit zwischen Eigentümern, Projektentwicklern und Bezirk gegeben hat, wird nun doch noch ein Projekt umgesetzt.

Der Name des Bauvorhabens ist nun nicht mehr „Eckwerk“, sondern „WIEWEIL“. Umgesetzt wird das Projekt in einer Kooperation der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) sowie der Kilian Immobiliengruppe (KIM).

Das „WIEWEIL“ soll zum Wissensstandort der Hauptstadt werden

Beide Partner wie auch der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg streben mit diesem Projekt hohe gesellschaftliche Ansprüche an und werden nicht müde, diese zu betonen.

So äußerte sich der Baustadtrat des Bezirks, Florian Schmidt, wie folgt zum Projekt: „Das heute präsentierte Vorhaben stellt für den Bezirk einen spannenden Baustein im Rahmen der Projektentwicklungen entlang des Spreeraums dar. An dieser Stelle ist der Stadtraum heute geprägt von den Verkehrsstraßen und großmaßstäblichen Büro- und Wohngebäuden. Mit WIEWEIL kann hier nun eine vielschichtigere Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Co-Working, Kultur, Freizeit und Gastronomie entstehen(…).“

„Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Co-Working, Kultur, Freizeit und Gastronomie“

Auf dem Gelände soll es zukünftig also eine innovativ angelegte, gemischte Nutzung geben, „ein neuer Ort des Wissens und des Lernens“, wie es die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen bei der offiziellen Präsentation genannt hat.

Zahlreiche Projekte, Vereine, Organisationen und Unternehmen, die sich mit dem weiten Feld des Wissens und der Wissensvermittlung beschäftigen, sollen hier einen zentralen Platz in Berlin finden. Zusätzlich sollen rund 250 bezahlbare Wohnplätze für Studierende und Auszubildende entstehen.

250 bezahlbare Studentenwohnungen sollen entstehen

Die WBM plant hier die Einrichtung von Wohngemeinschaften, die aus je vier bis fünf Einzelzimmern unterschiedlicher Größe bestehen und dazu Gemeinschaftsflächen bereitstellen.

Im Wesentlichen orientiert sich das neue Konzept an den Vorgaben des alten Bebauungsplans. Der galt schon für das Grundstück, als es noch der BSR gehörte. Die heute vorgestellten Pläne für das Areals sehen eine hauptsächlich gewerbliche Nutzung des Areals vor. Immerhin 25 Prozent der Nutzfläche werden für Wohnräume zur Verfügung gestellt.

Optisch greift das Projekt die Gestaltung der benachbarten „Trias Towers“ auf

Optisch greift das Projekt die Gestaltung der auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegenden „Trias Towers“, des Hauptsitzes der BVG, auf. Auch das „WIEWEIL“ soll zukünftig von drei Solitärbauten dominiert werden, die auf einem Sockelbau aufsetzen.

Vor allem im Sockelbereich sollen sich Bewohner*innen und Arbeitende treffen und austauschen können. Hierfür wird es unterschiedliche Orte der Begegnung geben. Im „Allerweil“, untergebracht im Innern des Sockelbaus, sollen Veranstaltungen ermöglicht werden und Gastronomieflächen entstehen.

Stadtgärten, Terrassen und ein Wissensmarkt sollen entstehen

Zudem soll es mehrere Stadtgärten, Terrassenflächen und auch einen Wissensmarkt geben, um den Austausch zu ermöglichen. Auch mehrere Hochterrassen sollen errichtet werden. Das Ziel des Projekts ist es, vor allem Firmen, Institutionen und Menschen im „WIEWEIL“ zu bündeln, die sich dem Thema Wissensvermittlung verschrieben haben.

Ein hohes Ziel der Projektbeteiligten, dessen tatsächliche Umsetzung wir mit großem Interesse verfolgen werden. Nach aktuellem Planungsstand ist die Fertigstellung des Projekts für 2026 anvisiert.

 

© Grafiken / Visualisierungen: Kilian Immobiliengruppe

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