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Neuer Forschungsstandort am Nordhafen in Berlin-Mitte geplant

Die Charité und Bayer wollen am Nordhafen in Berlin-Mitte ein neues, hochspezialisiertes Forschungszentrum aufbauen, welches Gen- und Zelltherapien untersuchen wird. Das Vorhaben soll vom Bund gefördert werden.

Am Berliner Nordhafen zwischen Moabit und Wedding soll ein hochmodernes Foschungszentrum entstehen. Bayer und Charité wollen das Vorhaben gemeinsam entwickeln. / © Foto: depositphotos.com

© Fotos: depositphotos.com
Text: Björn Leffler

 

An der Grenze zwischen Moabit und Wedding soll nach Wünschen von Charité und Bayer ein neues Forschungszentrum entstehen. Dafür soll auf einem Grundstück am Nordbahnhof ein Neubau entstehen, in dem das Zentrum untergebracht werden soll.

Dabei soll ein bundesweit einzigartiger Standort entstehen, um neuartige Therapien gerade für seltene Krankheiten zu entwickeln: Das „Zentrum für Translation im Bereich der Gen- und Zelltherapien“.

Bundesweit einmaliges Forschungszentrum soll am Nordhafen entstehen

Vom Bund soll das Projekt umfangreich unterstützt werden: Die Haushälter des Bundestages haben für den Start des Zentrums kürzlich 44 Millionen Euro freigegeben, ein wichtiger Meilenstein für das ambitionierte Projekt.

Für das kommende Jahr 2023 wird es demnach vier Millionen Euro für vorbereitende Maßnahmen geben. In die Gründung und den Bau des Zentrums sollen in den Folgejahren 40 Millionen Euro fließen. Das Budget ist für das Vorhaben fest eingeplant.

Erfolgsprojekt der rot-grün-roten Regierungskoalition

Im Frühjahr hatten der Charité-Vorstandsvorsitzende Heyo Krömer, Bayer-Vorstandsmitglied Stefan Oelrich, die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD), Wissenschafts- und Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Die Grünen) und Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos, für SPD) ein Memorandum of Understanding zur Errichtung des Zentrums unterzeichnet. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings noch unklar, wie das Projekt finanziert werden soll.

Diese Unsicherheit wurde nun ausgeräumt. Klar ist auch die Standortwahl: Das Zentrum soll am Berliner Nordhafen entstehen, das Unternehmen Bayer hat dafür bereits ein Grundstück am Standort seiner dort ansässigen Pharma-Zentrale in Aussicht gestellt.

Bayer wird ein eigenes Grundstück für das Bauvorhaben zur Verfügung stellen

Das neue Forschungszentrum könnte perspektivisch mit dem Charité-Campus in Mitte und dem Standort in Wedding verbunden werden, um wertvolle Synergien zu nutzen. Die rot-grün-rote Regierungskoalition betont, dass es sich bei dem Vorhaben um „ein in Deutschland einzigartiges Hochtechnologie-Vorhaben sowie ein herausragendes Beispiel für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft“ handele.

Für die angeschlagene Regierungskoalition ist das Projekt in jedem Fall eine wichtige Erfolgsmeldung. Gen- und Zelltherapien gelten als wichtiges Zukunftsthema der modernen medizinischen Forschung. Mit ihnen verbindet sich die Hoffnung, Krankheiten besser heilen zu können – insbesondere wenn es um schwere Krankheiten wie Krebs oder Autoimmunerkrankungen geht.

Vollständig wird das Projekt jedoch nicht vom Bund finanziert werden, Berlin muss einen bestimmten Anteil übernehmen. Für den Aufbau des Zentrums sind ein Inkubator für Start-Up-Projekte, ein Netzwerkbüro und eine größere Produktionsstätte geplant. Insgesamt 100 Millionen Euro sollen für den Bau und den Betrieb des Neubaus bis 2028 anfallen.

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Quellen: Charité, Bayer, Der Tagesspiegel

 

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