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Neukölln: Studenten-Wohnprojekt „Rix Berlin“ nimmt Gestalt an

An der Braunschweiger Straße in Berlin-Neukölln entsteht das Wohnprojekt „Rix Berlin“. 275 Micro-Apartments entstehen hier, die zukünftig an Studenten vermietet werden sollen. Ursprünglich hatte es großen Widerstand der Anwohner gegen das Projekt gegeben, da vormals der Bau von 150 Eigentumswohnungen geplant war.

© Visualisierungen: Cresco Real Estate
Text: Henriette Schubert

 

In Berlin-Neukölln entstehen an der Ecke Braunschweiger Straße und Niemetzstraße derzeit etwa 275 Studentenapartments. Auf dem Grundstück des ehemaligen Edeka Lebensmittelmarktes wird in naher Zukunft das Wohnen auf sprichwörtlich kleinem Raum erlebbar. Das Projekt trägt den Namen „Rix Berlin“.

Ursprüngliche Pläne hatten vorgesehen, auf der Fläche 150 Eigentumswohnungen zu errichten. Ein Eigentümerwechsel brachte jedoch das neue Konzept, welches nun die Errichtung von Studentenapartments vorsieht.

Studenten-Wohnungen statt Supermarkt: „Rix Berlin“

Die Baugenehmigung für das knapp 2.700 Quadratmeter große Grundstück erhielt das Projekt allerdings bereits vor knapp drei Jahren. Der damalige Investor Nagel Grundinvest plante, 91 Ein-Zimmer-Apartments, 52 Zwei- sowie sechs Drei-Zimmer-Wohnungen zu errichten. Im Januar 2020 wurde das Projekt dann an das Unternehmen Cresco Real Estate veräußert und die Planungen überarbeitet.

Der neue Name des Projekts ist „Rix Berlin“. Auf rund 10.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche entstehen die insgesamt 275 Studentenwohnungen. Sie erweisen ein hohes Maß an Flächeneffizienz und optimierter Nutzung auf kleinem Raum. Damit möchte sich das Projekt als Vorreiter für nachhaltiges Wohnen und die effiziente Inanspruchnahme von knappem Wohnraum erweisen.

Anwohner hatten das Projekt lange Zeit kritisch gesehen

Der Standort des Vorhabens mit direkter Nähe zum Kiez und dem Szenebezirk Richardplatz erweist sich vor allem für Studenten als ausgesprochen attraktiv. Auch die positiven Prognosen für die Entwicklung des Standortes Neukölln sowie der Blick auf den Wohnungsmarkt mit weiterhin steigenden Mietkosten machen die Schaffung von Micro-Apartment-Angeboten fast unverzichtbar.

Anwohnerinnen und Anwohner hatten das Projekt lange kritisch gesehen. Vor allem als es sich noch um ein reines Wohneigentums-Projekt gehandelt hatte. Aber auch im nun geplanten Neubau würden die Kiezbewohner gern eine vielfältigere Nutzungsmischung als nur Wohneinheiten sehen.

Kurzzeitig war auf dem Gelände ein Gemeinschaftsgarten entstanden

Eine solche Nutzungsmischung erachtet der Bezirksstadtrat Jochen Biedermann (Die Grünen) zwar als essenziell für die Akzeptanz dieser Nachverdichtung im Viertel, eine Verpflichtung für den Bauherrn  bestünde indes in diesem Fall nicht. Lediglich die Verpflichtung zur Planung von Freiflächen und Fahrradabstellmöglichkeiten auf dem Grundstück muss eingehalten werden.

In der Bevölkerung hatte das Projekt jahrelang Unmut hervorgerufen. So hatte die Initiative „DaWoEdekaMaWa“ im Frühjahr 2019 begonnen, auf dem Gelände des ehemaligen Lebensmittelmarktes einen Gemeinschaftsgarten aufzubauen. Damit hatten Anwohner versucht, die Fläche symbolisch zu besetzen. Bereits im Juni desselben Jahres wurde die Fläche jedoch geräumt.

Fast drei Jahre später nun befindet sich das Projekt bereits im Bau, der Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner nach dem „Mut zur Lücke“ statt einer weiteren Nachverdichtung hat sich damit nicht erfüllt. Im kommenden Jahr soll das Projekt baulich abgeschlossen werden.

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Quellen: Cresco Real Estate, Architektur Urbanistik Berlin, Berliner Woche

 

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