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Bevölkerungsentwicklung: Berlin wuchs 2021 um 16.241 Einwohner

Obwohl im vergangenen Jahr mehr als 150.000 Menschen aus Berlin wegzogen, wuchs die Einwohnerzahl der Stadt wieder an, denn der Zuzug war noch stärker. Vor allem aus dem Ausland kamen die Neu-Berliner in die deutsche Hauptstadt.

Es wird wieder enger: Im vergangenen Jahr wuchs Berlin um insgesamt 16.241 Einwohnerinnen und Einwohner.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
© Fotos: Pixabay

Text: Björn Leffler

 

Es ist schon erstaunlich. Obwohl im vergangenen Jahr 2021 insgesamt 150.283 Fortzüge aus Berlin gezählt wurden, wächst die Zahl der Berlinerinnen und Berliner wieder. Denn die Zahl der Zuzüge übertraf die Zahl der Fortzüge, und zwar um 16.241. Um diese Zahl ist Berlin im vergangenen Jahr gewachsen. 2020 hatte es noch ein minimales Minus von rund 2.000 Personen gegeben.

Es scheint nur eine kurze „Atempause“ gewesen zu sein. 166.524 Menschen sind 2021 nach Berlin gezogen, trotz eines weiterhin enorm angespannten Wohnungsmarktes. Die Zahl der Zuzüge lag um 23.601 Personen bzw. 16,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Aber auch die Zahl der Fortzüge ist gestiegen, um 5.402 Personen bzw. 3,7 Prozent.

Vor allem aus dem Ausland kommen die Neu-Berliner in die Hauptstadt

Mit 93.222 Zuzügen aus dem Ausland (gegenüber 67.740 Fortzügen in das Ausland) ist der Wanderungsgewinn Berlins auf den Saldo der Außenwanderung (ein Zugewinn von 25.482 Personen) zurückzuführen. Die Zahl ukrainischer Flüchtlinge ist hier noch nicht enthalten, da diese erst in diesem Jahr nach Berlin kamen.

Die Wanderungen zwischen Berlin und dem restlichen Bundesgebiet ergaben mit 73.302 Zuzügen und 82.543 Fortzügen eigentlich einen Wanderungsverlust für die Hauptstadt. Inbegriffen sind hier jedoch zahlreiche Menschen, die aus der Hauptstadt in die umliegenden Gemeinden, den sogenannten „Speckgürtel“, gezogen sind.

Die Metropolregion wächst inner- und außerhalb der Berliner Stadtgrenzen

Die Metropolregion wächst also sowohl innerhalb der Berliner Stadtgrenzen als auch in den Brandenburger Gemeinden weiter, was sich natürlich längst auch an den Miet- und Eigentumspreisen im Berliner Umland zeigt. Das Bundesland Brandenburg konnte im vergangenen Jahr auch insgesamt ein Bevölkerungswachstum vorweisen, nicht nur in den Berliner Randgebieten (ein Plus von mehr als 25.000 Menschen).

Diese Wanderungsbewegungen schlagen sich nicht nur auf die reine Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner nieder, sondern auch auf die Altersstruktur der Stadtbevölkerung, denn die Personen, die nach Berlin kamen, waren tendenziell jünger als jene, die die Hauptstadt verließen.

Berlins Bevölkerung wird durch die Zuwanderung jünger

45,9 Prozent aller Zugezogenen und 27,7 Prozent aller Fortgezogenen waren zwischen 18 und unter 30 Jahre alt. Ab 30 Jahren und lag der Anteil an allen Zugezogenen bei 43,6 Prozent, der Anteil an allen Fortgezogenen bei 58,6 Prozent. Berlin wird durch die neu Hinzuziehenden insgesamt also auch „jünger“.

Nachdem sich das Bevölkerungswachstum in den vergangenen Jahren leicht abgeschwächt bzw. sogar eine „Pause“ eingelegt hatte, nahm die Zahl der Zuzügler im vergangenen Jahr also wieder zu, und das trotz der Einschränkungen durch die noch immer akute Corona-Pandemie.  Eine gute Nachricht für all jene, die derzeit auf Wohnungssuche sind, ist das nicht unbedingt. Der Standort Berlin scheint jedoch, vor allem in internationalen Vergleich, weiter ausgesprochen attraktiv zu sein.

 

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