ENTWICKLUNGSSTADT

Berlin wird niemals aufhören, sich fortwährend neu zu erfinden. Davon handelt dieser Blog.

Viel Bewegung an der Landsberger Allee

Im südlichsten Zipfel Prenzlauer Bergs befindet sich der ehemalige Zentralviehhof. Der städtische Vieh- und Schlachthof wurde bereits seit Jahrzehnten nicht mehr zum Schlachten und Verarbeiten von Tieren genutzt. Längst sind auf dem riesigen Gelände Wohnungen, Einzelhandel und Gewerbeimmobilien entstanden.

Das letzte Teilstück wird entwickelt

Zum letzten Teilstück, welches bislang noch nicht entwickelt war, gehören drei denkmalgeschützte, historische Hallen, die direkt an der Landsberger Allee stehen. Sie werden, nachdem sie einen Großbrand im April 2018 überstanden haben, derzeit vom slowakischen Projektentwickler HB Reavis umgebaut.

Entstehen wird dort ein Kreativ- und Gewerbezentrum mit Büroflächen, kleineren Läden, Cafés sowie Galerie- und Kunstflächen. Auch eine Fahrradhalle und ein öffentlicher Stadtplatz sollen entstehen. Ergänzt werden die drei historischen Hallen durch einen Neubau, der direkt angrenzend errichtet wird. Hier ist auch eine Dachterrasse mit Blick auf den Fernsehturm und das gegenüber liegende Areal mit Velodrom und Schwimmhalle. Das Gebäude ist bereits im Bau.

Entgegen ursprünglicher Planungen wird in den denkmalgeschützten Hallen kein Einkaufszentrum errichtet. Hiergegen hatte sich ein Bürgerbegehren formiert, offenbar mit Erfolg.

Auch auf dem gegenüberliegenden Areal, welches Europas größte Schwimmhalle beheimatet, könte sich in den kommenden Jahren etwas tun. Äußerlich scheint das begrünte Plateau, welches die Radsporthalle Velodrom und die Schwimmhalle mit 4.000 Zuschauerplätzen beheimatet, fertig gebaut. Aber nachdem Berlin im Jahre 1993 nicht den Zuschlag für die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2000 erhalten hatte, sind die Planungen zur vollständigen Fertigstellung des Gebäudes auf Eis gelegt worden.

Großräumige Flächen rund um die Schwimmhalle sind noch unbebaut

Das heißt, dass innerhalb des Gebäudes noch große Flächen unverbaut sind – und damit frei für potenzielle anderweitige Nutzungen. Der Bezirk Pankow prüft jetzt mögliche Alternativen, wie etwa die Unterbringung von Kitas, Schulen, Sportvereinen und Freizeitstätten.

Berücksichtigt man die enormen Platzprobleme, die es im Bezirk schon lange gibt, ist es wirklich erstaunlich, dass bislang niemand auf die Idee gekommen ist, diese seit fast 22 Jahren brachliegenden Flächen neu zu verplanen. Für den Bezirk ist dies nun eine gute Gelegenheit und auch eine große Chance, das versäumte nachzuholen.

Das gesamte Areal auf beiden Seiten der Landsberger Allee erfährt also derzeit einen großen Aufschwung. Das Gelände ist infrastrukturell hervorragend angebunden. Mehrere Tram-Linien fahren direkt zum Alexanderplatz sowie zum Hauptbahnhof, der S-Bahnhof Landsberger Allee liegt auf dem S-Bahnring. Es spricht also vieles dafür, das Gelände und vor allem die Bereiche rund um Schwimmhalle und Velodrom intelligent und vorausschauend zu entwickeln. Dieser Ball liegt nun beim Bezirk.

 

 

In the southernmost tip of Prenzlauer Berg is the former central cattle farm. The municipal cattle and slaughterhouse has not been used for slaughtering and processing animals for decades. Apartments, retail and commercial properties have long since been built on the huge site.

THE LAST SECTION IS BEING DEVELOPED

The last section, which has not yet been developed, includes three listed historic halls located directly on Landsberger Allee. After surviving a major fire in April 2018, they are currently being converted by the Slovakian project developer HB Reavis.

A creative and commercial centre with office space, smaller shops, cafés as well as gallery and art spaces will be created there. A bicycle hall and a public square are also planned. The three historic halls will be complemented by a new building that will be constructed directly adjacent to them. There will also be a roof terrace with a view of the television tower and the area opposite with the velodrome and indoor swimming pool. The building is already under construction.

Contrary to original plans, no shopping centre will be built in the listed halls. Against this, a citizens’ petition for a referendum had formed, apparently with success.

Also on the opposite site, which is home to Europe’s largest indoor swimming pool, something could be done in the coming years. Externally, the green plateau, which is home to the Velodrom cycling hall and the indoor swimming pool with 4,000 seats, appears to be completed. But after Berlin was not awarded the contract in 1993 to host the 2000 Summer Olympics, plans for the entire completion of the building were put on hold.

LARGE AREAS AROUND THE SWIMMING HALL ARE STILL UNDEVELOPED

This means that large areas within the building are still undeveloped – and thus free for potential other uses. The Pankow district is now examining possible alternatives, such as accommodating daycare centers, schools, sports clubs and leisure facilities.

Considering the enormous space problems that have long existed in the district, it is truly astonishing that no one has yet come up with the idea of redesigning these areas that have been fallow for almost 22 years. For the district this is now a good opportunity and also a great chance to make up for the missed opportunity.

The entire area on both sides of Landsberger Allee is therefore currently experiencing a major upswing. The site has excellent infrastructure connections. Several tram lines go directly to Alexanderplatz as well as to Hauptbahnhof, the S-Bahn station Landsberger Allee is located on the S-Bahn ring. So there is a lot to be said for developing the site and especially the areas around the swimming pool and velodrome intelligently and with foresight. This task now lies with the district.

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