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Wissenschafts-Campus: Erweiterung der Kunsthochschule Weißensee

In den kommenden Jahren soll nach Plänen der Senatsverwaltung im Rahmen einer notwendigen Erweiterung der Kunsthochschule Weißensee ein modernes Quartier für Wissenschaft, Kreativität und Austausch entstehen.

© Visualisierungen: Senatsverwaltung Stadt Bau Wohn 

 

Bereits im März 2021 stellte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Pläne zur Erweiterung der Kunsthochschule Weißensee vor. In den kommenden Jahren soll nach Plänen des Bezirks Pankow sowie des Berliner Senats im Rahmen einer notwendigen Erweiterung der Kunsthochschule ein modernes Quartier für Wissenschaft, Kreativität und Austausch entstehen.

Der Name des neuen Stadtquartiers soll  „Campus Weißensee“ sein. Das Ergebnis der ersten Planungsetappe war ein städtebaulicher Masterplan. Dieser Plan sieht vor, dass sich rund um den Quartiersplatz herum die Erweiterungsbauten und Werkstätten der Hochschule sowie Räume für Gründungs- und Forschungsaktivitäten gruppieren sollen.

Bündelung der Hochschulgebäude an zentralem Standort

Auch Wohnraum für Studierende mit Ateliers sowie Gastronomie und soziokulturelle Nutzungen wie etwa einer Kita sollen auf dem zukünftigen Areal ihren Platz finden. Anregungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung sind in dieses städtebauliche Konzept bereits eingeflossen.

Derzeit wird der entsprechende Bebauungsplan finalisiert, um dem städtebaulichen Entwurf den notwendigen, baurechtlichen Rahmen zu geben. Das Areal, welches zum zukünftigen Campus entwickelt werden soll, befindet sich an der Bühringstraße 30. Die dezentralen, bisher nur angemieteten Standorte der Kunsthochschule sollen auf diesem Gelände zusammengefügt werden.

Das Areal soll auf einer bestehenden Kleingartenanlage entstehen

Auf einer relativ kleinen Fläche soll nach den Plänen der Projektbeteiligten eine Vielzahl von Nutzungen kombiniert und „ein neues Zusammenleben von Hochschule und Nachbarschaft“ erprobt werden sollen, wie es in einer offiziellen Stellungnahme der Senatsverwaltung heißt.

Der wunde Punkt des Projekts ist jedoch, dass sich auf dem Areal, auf dem der Campus entstehen soll, derzeit noch Kleingartenanlagen befinden. Diese müssten für den Bau des Campus weichen, was den Kleingartenbesitzern natürlich missfällt. Der Bezirk Pankow allerdings betont, dass für die bisher bestehende Kleingartenanlage in Abstimmung mit dem Bezirksverband der Kleingärtner Berlin-Weißensee e.V. ein Ersatzstandort gefunden werden soll.

Der zukünftige Campus soll öffentlich zugänglich werden

Die Suche nach einem geeigneten Standort für die Hochschul-Erweiterung läuft seit mittlerweile zehn Jahren. Die einzige Möglichkeit, die sich nach Angaben des Bezirks und der Senatsverwaltung erschloss, war die Erweiterung auf dem Kleingartengelände in der Nachbarschaft.

Der zukünftige Campus soll hingegen kein geschlossener Mikrokosmos werden, sondern öffentlich zugänglich sein. Für die bestehenden Nachbarschaften soll das Projekt damit eine Bereicherung durch die Öffnung der Fläche und die Schaffung neuer, attraktiver Angebote werden.  Die Erdgeschosse der neuen Gebäude sollen durch kreative und soziokulturelle Nutzungen, durch lokales Kleingewerbe oder quartiersorientierte Gastronomie gestaltet werden.

Auch die Räume und Angebote der Hochschule sollen der Öffentlichkeit zu verschiedenen Anlässen offenstehen. Anstelle der bisherigen Kleingärten soll im Zuge des Projekts auch eine öffentlich nutzbare Grünfläche entstehen. Mit einem Baustart für das Projekt ist nicht vor 2025 zu rechnen.

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