-->
entwicklungsstadt berlin

Jede Zeit baut ihre Stadt.

Zoologischer Garten: Raubtierhaus fertig, Nashorngehege im Bau

Die vergangenen Jahre waren, Corona-bedingt, keine guten für die Berliner Tierparks. Sowohl der Zoologische Garten im Stadtteil Tiergarten als auch der Tierpark in Friedrichsfelde mussten große Umsatzeinbußen durch ausbleibende Besucher hinnehmen. Immerhin lockt der Zoo nun mit einer neuen Attraktion, während eine weitere schon im Bau ist. 

Derzeit im Bau: Das neue Nashorngehege im Zoologischen Garten.

 

Zoo und Tierpark haben zwei äußerst schwierige Jahre hinter sich. Auch im zweiten Corona-Jahr (2021) mussten die Parks mit deutlich weniger Besucherinnen und Besuchern auskommen. Insgesamt rund 3,6 Millionen Menschen wurden im Zoo und Aquarium im Westen der Stadt sowie im Tierpark im Osten gezählt.

Vor Corona kamen im Jahr 2019 mehr als 5,4 Millionen Menschen. Viele hätten Testpflicht und Maskenpflicht abgelehnt, zudem seien die Touristen ausgeblieben, was vor allem im Zoologischen Garten im Stadtteil Tiergarten eine große Rolle spielt. Der Zoologische Garten Berlin ist das mit Abstand meistbesuchte Tiergehege Europas und gehört zu den publikumsstärksten Zoos weltweit.

Eine neue Attraktion wurde eröffnet: Das umgebaute Raubtierhaus

Immerhin hat vor kurzem eine neue Attraktion im Zoologischen Garten eröffnet, die schon jetzt spürbar auf großes Interesse bei den Besucherinnen und Besuchern trifft. Das umgebaute und vollkommen neu konzipierte Raubtierhaus wurde für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Umbau dauerte letztlich deutlich länger als erwartet. Mehrfach musste der Eröffnungstermin nach hinten verschoben werden. Ursprünglich war die Fertigstellung des Umbaus bereits für Ende 2019 vorgesehen. Das Ergebnis aber kann sich immerhin wirklich sehen lassen.

Das Gebäude hat ein neues Raumkonzept erhalten – und mehr Platz für die Tiere

Gitter wurden durch Glasscheiben ersetzt, Fliesen durch Kunstfelsen. Zahlreiche interaktive Elemente wurden ergänzt. Zudem erhielten vor allem die Großkatzen durch die Zusammenlegung mehrerer, ehemaliger Käfige sowie die Vorverlagerung einiger Anlagen in den Besucherbereich hinein mehr Raum.

Eine thematisierte Gestaltung soll darüber hinaus den natürlichen Lebensraum der jeweiligen Bewohner widerspiegeln. So haben beispielsweise die Jaguare nun die Möglichkeit, an einer südamerikanischen Wasserstelle zu baden.

Umgebaut wurde allerdings nicht nur der Innenbereich des Raubtierhauses. Auch die Außenbereiche wurden vollkommen neu gestaltet. Selbst die Wege rund um das Gebäude wurden modernisiert und optisch deutlich aufgewertet.

Neues Nashorngehege entsteht auf 14.000 Quadratmetern

Ganz so weit ist man auf der Baustelle am Löwentor-Eingang noch nicht. Auf rund 14.000 Quadratmetern entstehen hier hochmoderne Anlagen für Panzernashörner, Tapire und Pustelschweine.

Das Zentrum der neuen Anlage wird eine 25 Meter hohe, indische Pagode sein, die mittlerweile vollständig errichtet wurde. Da sich das Gehege direkt am westlichen Eingang befindet, könnte das Gebäude zu einem neuen Wahrzeichen des Zoos werden.

Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte „Elefantenpagode“ wurde rekonstruiert

Zumal die Gestaltung der Pagode einen historischen Hintergrund hat: sie soll an die 1873 errichtete und im zweiten Weltkrieg zerstörte „Elefantenpagode“ erinnern, die einst in unmittelbarer Nähe zur heutigen Elefanten-Anlage ein bekanntes Stilgebäude des historischen Zoologischen Gartens darstellte.

Im Inneren des neuen Gebäudes sollen die Tiere vergrößerte Anlagen mit Naturböden, Badeteich und UV-durchlässigem Foliendach erhalten. Die wärmeliebenden Tiere sollen sich so auch im Winter über großzügige Freilaufflächen mit genügend Tageslicht freuen dürfen.

Auch im Tierpark wird grossformatig neu gebaut

An großen Bauvorhaben mangelt es übrigens auch im Tierpark in Alt-Friedrichsfelde nicht. Nach der Fertigstellung des aufwendigen Umbaus im Alfred-Brehm-Haus wird derzeit das Elefantengehege vollkommen neu gestaltet.

Das bestehende Dickhäutergehege mit seinem Haupthaus aus den 80er Jahren soll in eine riesige Savannenlandschaft umgewandelt werden. Zukünftig sollen hier nur noch afrikanische Elefanten leben, gemeinsam mit Zebras, Giraffen und Antilopen. Entstehen soll dabei das modernste Elefantengebäude Europas.

Weitere Projekte in Mitte findet Ihr hier
Zoo und Tierpark: Neue Häuser für Raubtiere, Elefanten und Nashörner
City West: Hochhausquartier entsteht direkt am Bahnhof Zoo
Sanierung statt Abriss: Das Huthmacher-Haus am Bahnhof Zoo

Ist bereits im Bau: Das neue Nashorngehege direkt am Löwen-Eingang des Zoologischen Gartens in Berlin-Tiergarten.

„Reich der Jäger“: Das umgebaute Raubtierhaus von außen betrachtet.

Neue Nähe zum Tier und viele interaktive Elemente: Durch den vollkommen neu konzipierten Innenbereich des Raubtierhauses kommen die Besucher den Tieren sehr viel näher als zuvor. Zudem sind die Gehege deutlich tierfreundlicher gestaltet.

 

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

© 2022 entwicklungsstadt berlin

Thema von Anders Norén