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Am Anhalter Bahnhof soll ein 100 Meter hoher Wohnturm entstehen

Auf dem Gelände des einstigen Schöneberger Hafens, in direkter Nachbarschaft zum Liquidrom und dem Gelände des einstigen Anhalter Bahnhofs, will das Berliner Unternehmen UTB Projektmanagement GmbH ein 100 Meter hohes Wohnhaus errichten.

Das Unternehmen UTB hat das Hochhaus konzipiert

Das Unternehmen UTB steht nach eigener Auskunft für nachhaltige Stadtentwicklung. Mit verschiedenen Projektträgern schafft das Projektentwicklungsunternehmen Quartiere mit unterschiedlichen Wohnungstypologien. Hohe Energieeffizienz, umweltschonende Baumaterialien sowie eine bunte Mischung der Bewohner sollen die Projekte des Unternehmens ausmachen.

Eine “bunte Mischung” der Menschen, die im Wohnturm am Anhalter Bahnhof zukünftig leben sollen, ist auch der Kern des Wohnturm-Projektes. Das Projekt trägt den Namen “WOHO”.

Die Bewohner sollen “bunt gemischt” werden

Die UTB kommentiert das Projekt wie folgt: “Die traditionelle und erfolgreiche Berliner Mischung nehmen wir auf, und zwar hochkant. Im WOHO mischen sich Bewohner wie auch Wohnungstypologien: Eigentumswohnungen neben freifinanzierten, genossenschaftlichen und geförderten Mietwohnungen und Wohnen für Soziale Träger. Und on top: Raum und Nutzung für die Berliner Öffentlichkeit, wie zum Beispiel die Dachterrasse mit Café.”

Das Grundstück hat sich das Unternehmen bereits gesichert, allerdings wurde noch kein Baurecht erteilt. Derzeit wird in enger Abstimmung mit dem Berliner Baukollegium unter Leitung von Regula Lüscher noch am finalen Entwurf des Wohngebäudes gearbeitet. Die bislang über die Medien verbreiteten Entwürfe des Architekturbüros gmp werden so nicht umgesetzt werden.

Modellprojekt für den modernen Wohnungsbau?

Was das “WOHO” von anderen Hochhäusern unterscheiden soll, sind großzügig angelegte Gemeinschaftsflächen, die von allen Bewohnern genutzt und aktiv gestaltet werden können. Sechs zweigeschossige Begegnungszonen mit vorlagerten Terrassen sind – nach aktuellem Stand – im gesamten Gebäude geplant. Hier kann gemeinsam gefeiert, gespielt oder gegessen werden. Mit diesen Bereichen will die UTB der für Hochhäuser typischen Anonymität vorbeugen.

Ein spannendes Projekt, dessen letztliche Ausgestaltung mit Spannung zu erwarten sein dürfte. Schon jetzt bleibt festzuhalten, dass diese Bauinitiative zu einem Modellprojekt für den modernen Wohnungsbau werden könnte. Senatsbaudirektorin Regula Lüscher scheint das Projekt jedenfalls zu unterstützen, sie stellte es auf der letztjährigen Immobilienmesse Mipim in Cannes vor.

© Grafiken: UTB Projektmanagement GmbH

 

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1 Kommentar

  1. Chris Januar 27, 2021

    Interessant für mich.

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