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Berlin-Adlershof: Autofreies Quartier „Wohnen am Campus“ fertig

Auf einem knapp drei Hektar großen Gelände am Rande des Technologieparks Adlershof hat das landeseigene Wohnungsbauunternehmen HOWOGE ein Wohnquartier mit 505 Wohnungen und 107 Mikro-Apartments fertiggestellt. Das Projekt wurde innerhalb von drei Jahren realisiert.

Fertig: So sieht das Quartier „Wohnen am Campus“ am Rande des Technologieparks Adlershof aus. Errichtet wurden die neuen Wohnungen von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE. / © Foto: HOWOGE


© Fotos: HOWOGE
Text: Henriette Schubert

 

Nach drei Jahren Bauzeit wurde das Neubauquartier „Wohnen am Campus“ am Technologiepark Adlershof nun fertiggestellt. Mit dem großen Bauvorhaben sollen Lebensraum und Nachhaltigkeit im Bezirk Treptow-Köpenick verbunden und zukunftsweisend ausgeführt werden.

Mit rund 2,7 Hektar Fläche befindet sich das neue Quartier am Rand des Wissenschafts- und Technologieparks Adlershof. Innerhalb von drei Jahren und in drei Bauabschnitten ist so ein neuer Kiez an der Hermann-Dorner-Allee, Ecke Karl-Ziegler-Straße entstanden, dessen elf errichtete Neubauten versetzt zueinander angelegt wurden.

„Wohnen am Campus“: Sechs öffentliche Grünanlagen sind entstanden

Im Außenraum bilden sich auf diese Weise sechs öffentliche Grünanlagen aus, die Spielbereiche, Bänke sowie Erholungsflächen anbieten. In ihrer Anordnung folgen die Neubauten sowie die Außenraumgestaltung dabei dem Forschungscampus der Humboldt-Universität und dem Landschaftspark Johannisthal.

Das Quartier „Wohnen am Campus“ schafft will damit nach Vorstellung der Projektverantwortlichen Lebens- und Aufenthaltsqualität schaffen. Entlang der Hauptverkehrsstraße zeigt sich die architektonische Gestaltung des Quartiers eher geschlossen. Markante Bögen prägen das Bild im Erdgeschoss an der Hermann-Dorner-Allee, die an die Berliner Stadtbahnbögen erinnern.

Berlin-Adlershof: Elf neue Wohngebäude sind entstanden

Neben einem vielfältigen Außenraum überzeugt das Projekt durchaus mit seiner abwechslungsreichen Nutzung im Inneren. Insgesamt 612 Ein- bis Fünfraumwohnungen bieten Platz für unterschiedliche Anforderungen und für mehr als 1.000 Menschen.

Während 107 Wohnungen als möblierte Mikro-Apartments vor allem Studenten und Auszubildende ansprechen sollen, wurden insgesamt 252 der Wohnungen als geförderter Mietraum errichtet. In guter Lage kann hier Wohnraum für 6,50 Euro pro Quadratmeter angemietet werden.

252 Wohnungen werden als geförderter Mietraum für 6,50 EUR pro m² angeboten

Der Quadratmeterpreis der übrigen 253 Wohnungen, die frei finanziert werden, liegt im Durchschnitt bei rund 10,50 Euro. Insgesamt erweist sich die Innengestaltung der Gebäudekomplexe, anders als die äußere Wirkung vermuten lässt, als aufgelockert und offen.

Ergänzt wird die Wohnanlage durch weitere Nutzungsangebote mithilfe mehrerer Gewerbeeinheiten für den täglichen Bedarf, zu denen ein Waschsalon, ein Café, ein Minimarkt mit Paketannahmestelle sowie ein Sushi-to-go-Geschäft zählen. Auch eine Fahrschule gibt es in dem neuen Quartier. Überdies bietet eine Kindertagesstätte 90 Kindern Platz zur Betreuung.

Das HOWOGE-Wohnquartier wurde autofrei konzipiert

Ein herausstechendes Merkmal des Bauprojektes ist die autofreie Gestaltung. Kurze Wege sollen Autofahrten für Zwecke des täglichen Bedarfs verhindern und eine Bewegung innerhalb des Quartiers ohne das Auto ermöglichen.

Zudem ist das Quartier seit Ende des Jahres 2021 auch über den öffentlichen Nahverkehr gut angebunden, denn die Tramstrecke zwischen den S-Bahnhöfen Schöneweide und Adlershof wurde mittlerweile eröffnet. Überdies gibt es insgesamt 1.174 Fahrradstellplätze auf dem Areal. Eine Tiefgarage bietet für die Anwohnerinnen und Anwohner Platz zum Parken auf insgesamt 177 Parkplätzen, von denen bis zu 40 Plätze für die Elektromobilität ausgebaut werden können. 

Photovoltaikanlagen: Nachhaltige Energiegewinnung auf dem  Dach

Für die vollumfängliche Nachhaltigkeit, die das Bauvorhaben prägt, wurden zusätzlich Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtfläche von 3.600 Quadratmetern auf den Dächern verbaut, sodass die Mieterinnen und Mieter eine sichere Stromversorgung mit geringerem CO²-Ausstoß erhalten können. 

Die HOWOGE, Bauherr dieses Projektes ist, stellt damit ihr bislang größtes Bauvorhaben in Adlershof fertig. Das vorab gesetzte Ziel, ein Quartier für alle mit bezahlbarem Wohnraum zu schaffen, konnte ihrer Ansicht nach erreicht werden.

Daneben sei es auch gelungen, eine Stadt der kurzen Wege zu errichten, welche Klimaschutz mit anspruchsvoller Architektur verbinde, so Ulrich Schiller, Geschäftsführer der HOWOGE. Das landeseigene Wohnungsunternehmen setzte diese Ideen in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro blocher partners um.

Wohnquartier in Adlershof: Diversität in Architektur und Nutzung

Durch die präzise Planung gelang die Integration von Diversität und Vielfalt in eine nachhaltige Stadtplanung, die Lebensraum für gesellschaftliches Miteinander schaffen soll. Verschiedene Gebäudetypologien beweisen dabei ganz eigene Gestaltungskonzepte, die von einem farbigen Putz bis hin zu einer vorgehängten Holzfassade aus heimischem Schwarzwaldholz reichen.

Zusammen mit der ansprechenden Freiraumgestaltung sowie der daraus resultierenden, differenzierten Fassadengestaltung seien dies die Alleinstellungsmerkmale des Entwurfs, wie Vandana Shah von blocher partners betont. Bereits im Sommer 2022 sind die ersten Mieterinnen und Mieter im Quartier eingezogen. Wie die HOWOGE mitteilt, ist zudem fast das ganze Quartier bereits vollständig vermietet.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

© Foto: HOWOGE

© Foto: HOWOGE

© Foto: HOWOGE

Weitere Projekte in Treptow-Köpenick findet Ihr hier

Quellen: HOWOGE, Berliner Woche, Bezirksamt Treptow-Köpenick

 

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