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Berlin und Brandenburg wollen neues Bahnwerk in Großbeeren

Die Deutsche Bahn sucht einen geeigneten Standort für den Bau eines neues ICE-Werks. Die Hauptstadtregion bewirbt sich um das Projekt, bei dem 400 Millionen Euro investiert werden soll und 400 Arbeitsplätze entstehen.

400 hochqualifizierte Arbeitsplätze sollen südwestlich der Hauptstadt entstehen, sollten Berlin und Brandenburg den Zuschlag für den Bau eines neuen Bahnwerks der Deutschen Bahn erhalten.

 

Die Deutsche Bahn möchte ihr Angebot in den kommenden Jahren massiv ausweiten, um deutlich mehr Menschen mit dem schienenbasierten Nah- und Fernverkehr transportieren zu können. Nach Plänen des Bahnkonzerns soll die Zahl der möglichen Verbindungen nahezu verdoppelt werden. Auch die Passagierzahlen sollen von heute (rund 151 Millionen) auf 260 Millionen ansteigen.

Dafür braucht es zusätzliche, neue Züge. Die Bahn plant derzeit den Bau von insgesamt 100 neuen Zügen, die in mehreren, bundesweit verteilten Bahnwerken gewartet werden sollen. In Dortmund und Nürnberg sollen solche Wartungsstätten entstehen, ein weiterer Standort wird derzeit gesucht.

Frankfurt/Main und Berlin/Brandenburg konkurrieren um das neue Bahnwerk

Um diesen weiteren Standort konkurrieren derzeit die Metropolregion Frankfurt am Main und die Region Berlin/Brandenburg, die sich mit dem Standort Großbeeren, südwestlich der Hauptstadt, um das Projekt bewirbt.

Die Deutsche Bahn will 400 Millionen Euro in den Bau des Werks investieren und rund 400 Arbeitsplätze für hochqualifizierte Fachkräfte schaffen. Beide Bundesländer – Berlin und Brandenburg – bewerben sich gemeinsam um das Bahnwerk und betonen ihre enge Kooperation, die sich auch bei vergleichbaren Projekten wie etwa dem neuen Tesla-Standort in Grünheide bewiesen habe.

30 mögliche Standorte wurden geprüft

Insgesamt wurden über 30 mögliche Standorte in der Hauptstadtregion analysiert. Beim zukünftigen Produktionsstandort sollte es möglichst wenig Konflikte mit dem Naturschutz, wenige angrenzende Häuser oder Wohngebiete sowie eine nahe Hauptstrecke geben, um unnötige Leerfahrten zu vermeiden.

Rund 50 Hektar muss diese Fläche bieten, bei einer Breite von 400 Metern und einer Länge von bis zu vier Kilometern. In Berlin war eine solche Fläche nicht zu finden, in Brandenburg gab es mehrere Optionen. Auch Rangsdorf und Baruth waren unter den Kandidaten, der Standort Großbeeren machte letztlich das Rennen bei der internen Standortauswahl.

Standort-Entscheidung soll 2022 fallen

Das Areal bei Großbeeren, zwischen den Ortschaften Güterfelde und Sputendorf gelegen, gehört auch dem Land Berlin, was die kooperative Bewerbung beider Bundesländer unterstreicht. Der Vorteil des Standorts: in nur 10 Minuten erreicht man den Kreuzungsbahnhof Südkreuz in Tempelhof-Schöneberg.

Bis zu sechs Hallengleise, 20 Abstellgleise, eine Radsatz-Drehbank, Waschanlagen, Diagnose-Stationen und weitere Anlagen könnten auf dem riesigen Areal entstehen. Die Entscheidung der Deutschen Bahn über den zukünftigen Standort soll im Laufe des Jahres 2022 fallen.

In Cottbus entsteht bis 2024 Deutschlands größtes Instandhaltungswerk

Etwas weiter ist man derzeit bereits am Standort Cottbus. Hier soll im Laufe des Jahres 2022 der Bau des neuen, geplanten Bahnwerks begonnen werden. Die Sondierung des Baugrundes und weitere, vorbereitende Maßnahmen sind fast vollständig abgeschlossen.

In Cottbus soll das mit Abstand größte Instandhaltungswerk des Deutsche Bahn Konzerns errichtet werden. Bis 2024 soll das Projekt abgeschlossen werden, 500 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Bis 2026 sollen dann noch einmal weitere 700 Stellen hinzukommen, denn bis dahin soll eine weitere Halle mit vier Gleisen errichtet werden.

In Cottbus sollen in den kommenden vier Jahren also insgesamt 1.200 neue Industrie-Arbeitsplätze entstehen, ein wichtiges Signal für die gesamte Metropolregion und vor allem für die Stadt Cottbus und die umliegenden Kommunen.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

Die Deutsche Bahn möchte in den kommenden Jahren ihr Angebot ausweiten. Dafür müssen mehr Züge gebaut werden. Mehrere Bahnwerke sollen dafür errichtet werden.

 

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