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Deutsche Bahn veröffentlicht Pläne: S21-Bau soll bis 2037 fertig werden

Die Streckenverlängerung der S-Bahnlinie 21 gehört zu den größten und wichtigsten Infrastrukturprojekten der Deutschen Bahn in der Metropolregion Berlin/Brandenburg. Nun hat der Bahnkonzern den konkreten Zeitplan für das Mammutprojekt veröffentlicht.

So soll der gesamte Streckenverlauf der S21 ab 2037 aussehen. Das Projekt wird in drei Teilabschnitten realisiert. Der erste Abschnitt wird Ende 2022 fertiggestellt.

 

Der Streckenbau der S-Bahnlinie 21 gehört zu den größten und wichtigsten Infrastrukturprojekten der Deutschen Bahn in der Metropolregion Berlin/Brandenburg. Das Bauvorhaben, das in drei aufeinanderfolgenden Bauabschnitten umgesetzt werden soll, wird das gesamte Liniennetz der Berliner S-Bahn neu ordnen.

Die neue Strecke S 21 soll nach ihrer Fertigstellung vom Nordring über den Hauptbahnhof und den Potsdamer Platz bis hinunter zur Yorckstraße führen. Damit würden die nördlichen und südlichen S-Bahn-Linien sowie die Ringbahn an den Hauptbahnhof angeschlossen wreden und ein neuer S-Bahn-Knoten würde entstehen.

Bessere Umsteigemöglichkeiten und Entlastung des Nord-Süd-Tunnels

Für Fahrgäste sollen sich damit komfortable Umsteigemöglichkeiten zwischen wichtigen S-Bahn-Linien, fast allen Regional- und Fernbahn-Linien sowie verschiedenen U-Bahn-Linien ergeben. Der Berliner Senat verspricht sich von dem Projekt eine Entlastung des bestehenden Nord-Süd-Tunnels, eine bessere Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs sowie eine kürzere Fahrzeit zwischen Gesundbrunnen und Südkreuz.

Im Rahmen einer öffentlichen Präsentation hat die Deutsche Bahn nun erstmals den anvisierten Fertigstellungstermin für das Projekt genannt. In fünfzehn Jahren, im Jahr 2037, soll die Inbetriebnahme des dritten und letzten Bauabschnitt des Projekts erfolgen.

Bis 2037 soll das gesamte Projekt abgeschlossen werden

Der genaue Verlauf der S-Bahn-Strecke im letzten Abschnitt steht allerdings noch nicht fest. Eine Vorzugsvariante soll in zwei Jahren festgelegt werden, wie es in der Bahn-Präsentation heißt.
Im Korridor dieses dritten Bauabschnitts liegen der Gleisdreieckpark und mehrere denkmalgeschützte Gebäude.

In dem Abschnitt soll die zweigleisige Strecke in Tunnellage und als Brückenzug entstehen. Außerdem sind eine Abstellanlage und eine neue Station im Bereich Gleisdreieck geplant. Das Gleisdreieck soll damit zu einem relevanten Verkehrsknotenpunkt ausgebaut werden.

Erster Bauabschnitt soll Ende 2022 abgeschlossen werden

Bereits bestehende Bahnhöfe sollen im Rahmen des Projekts grunderneuert werden. Bereits Anfang Februar hatten wir berichtet, dass im Zuge des ersten Bauabschnittes, der aktuell läuft und bis Ende des Jahres fertiggestellt werden soll, eine zusätzliche S-Bahnstation errichtet werden soll. Der Bahnhof „Perleberger Brücke“ soll bis 2026 nachträglich an das neu errichtete Gleisbett angebaut werden.

Die Eröffnung der neuen S21-Haltestelle am Hauptbahnhof erfolgt Ende 2022, allerdings wird diese Station nur als Interimsbahnhof fungieren, bis die eigentliche Station in vier Jahren eröffnen wird. Somit wird sichergestellt, dass die Anbindung des Hauptbahnhofs an den nördlichen S-Bahnring endlich erfolgt. Das Projekt liegt bereits mehrere Jahre im Verzug.

Komplizierter Streckenverlauf im zweiten Bauabschnitt – Baustart ab 2026

Wirklich kompliziert wird es allerdings erst mit Beginn des zweiten Bauabschnitts. Zunächst soll die Linie vom Hauptbahnhof bis zum Potsdamer Platz weitergeführt werden. Als abschließender Teil des Projekts soll von dort der oben beschriebene Weiterbau der Strecke bis zur Yorckstraße in Schöneberg erfolgen.

Insgesamt 900 Millionen Euro soll der Bau nach aktuellen Kalkulationen kosten. Um das Projekt zu finanzieren, sollen auch Bundesmittel aktiviert werden. Nach aktuellen Planungen soll der Bau des zweiten Streckenabschnitts frühestens ab 2026 beginnen. Dieser Teil der Streckenführung wird als besonders anspruchsvoll erachtet.

Der bereits bestehende Tunnel der U-Bahn-Linie U5 muss unterirdisch überquert werden. Zudem befinden sich der Reichstag wie auch das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma in unmittelbarer Nähe der zukünftigen S21-Trasse (Visualisierung: siehe unten).

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Im zweiten von drei Bauabschnitten soll der zukünftige Tunnel der S21 das Regierungsviertel unterqueren und die bereits vorhandenen Röhren der Linie U5 kreuzen.

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