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Film „Berlin 1945“: Die Zerstörung der Stadt aus Sicht von Zeitzeugen

Ein beeindruckendes, filmisches Tagebuch: Die umfangreiche Dokumentation „Berlin 1945“ erzählt die Zerstörung der Stadt aus der Perspektive ihrer Zeitgenossen. Dabei ist ein ein vielstimmiges, kollektives Tagebuch entstanden, welches Berlins dramatische Geschichte gegenwärtig macht.

Umfangreiche Zerstörungen: Berlin in der „Stunde Null“ im Mai 1945.

 

Die von Filmemacher Volker Heise konzipierte und realisierte Dokumentation „Berlin 1945“ dokumentiert die Zerstörung Berlins im Zweiten Weltkrieg fast ausnahmslos aus der Sicht von Zeitzeugen. Deutsche und Alliierte, einfache Bürger, Soldaten, Journalisten, Politiker, Zwangsarbeiter, Untergetauchte, Verbrecher und Helden kommen in diesem geradezu epischen Werk zu Wort – ein vielstimmiges, kollektives Tagebuch in gefilmter Form.

Zusammengesetzt aus Archivmaterial der damaligen Akteure wird der Film „Berlin 1945“ zur multiperspektivischen, emotionalen und faszinierenden Seherfahrung, trotz all der grauenhaften Eindrücke. Für Zuschauerinnen und Zuschauer ist es beim Betrachten des knapp dreistündigen Werks (jawohl, drei Stunden!) fast unmöglich, sich nicht in den Bann der Geschehnisse ziehen zu lassen. So wird Geschichte lebendig und erlebbar.

Die Zerstörung Berlins aus Sicht von Zeitzeugen

Die Vielstimmigkeit dieser beeindruckend Dokumentation führt uns vor Augen, wie unterschiedlich die Erfahrungen der Menschen waren, wie wenig sie voneinander wussten, wie zerrissen sie häufig zu sein schienen.

Noch zu Beginn des Jahres 1945 hofften viele Bewohnerinnen und Bewohner der zerbombten Stadt auf eine Wende im längst aussichtslosen Weltkrieg. Und an jedem Tag ging der Alltag weiter, während die Front langsam aber sicher näher rückte.

Der Tod traf Frauen und Männer, Alte und Junge, Kinder und Greise, Nationalsozialisten ebenso wie die Zwangsarbeiter, die auf ihre Befreiung warten. Eine Zeit der unklaren Frontverläufe und unsicheren Perspektiven.

„Berlin 1945“ ist ein multiperspektivisches Mosaik, ein Chor aus vielen Stimmen

„Berlin 1945“ beschreibt das Jahr chronologisch als ein multiperspektivisches Mosaik. Ein Chor aus vielen Stimmen bildet letztlich ein kollektives und immer wieder bewegendes Tagebuch.

Wochenschauen, Amateuraufnahmen, Tagebuchnotizen, Zeitungsausschnitte, Fotografien, Bildreportagen oder Schnappschüsse werden ebenso in der Erzählung verwoben wie Rundfunkberichte und andere Tonaufnahmen. Dabei ist ein ausgesprochen sehenswertes, dokumentarisches Werk entstanden.

 

Die Dokumentation ist in voller Länge nur für eine Woche bis zum 11. Mai 2022 in der RBB Mediathek verfügbar. Hier könnt Ihr den Film ansehen:

 

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