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Humboldt Forum in Berlin-Mitte: Zur Eröffnung des Ostflügels

Die Eröffnung des Ostflügels des Humboldt-Forums, in dem die neuen Sammlungspräsentationen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst untergebracht sind, vervollständigt den gewaltigen Kulturbau in Berlin-Mitte und fügt den bisherigen Ausstellungen zusätzliche, hochinteressante Sammlungen hinzu. 

Mit der Eröffnung des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst ist das Humboldt Forum nun vollumfänglich zugänglich. Spektakuläre Sammlungen ergänzen das bisherige Ensemble.

© Fotos: Stiftung Humboldt Forum
Text: Wolfgang Leffler

 

Das Presseteam der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss hatte am vergangenen Donnerstag zur offiziellen Pressekonferenz eingeladen. Anlass war die Eröffnung des Ostflügels des Humboldt Forums, in dem zukünftig die neuen Sammlungspräsentationen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin sowie weitere fünf temporäre Ausstellungen zu sehen sind.

Eröffnet wurde die Pressekonferenz durch Hartmut Dogerloh, dem Generalintendanten des Humboldt Forums, der mit Stolz auf die bisherigen rund 1,5 Millionen Besucher des Humboldt Forums hinwies. Auch die neuen, digitalen Formate zu den einzelnen Ausstellungen sowie ein neues Buch mit dem Titel „Zeitgenössische Kunst im Humboldt-Forum“ standen im Fokus seiner Rede.

Parzinger: Das Humboldt Forum als Lerngemeinschaft zur Weltverbesserung“

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz betonte, dass man sich trotz der nach wie vor anhaltenden Debatten zur Notwendigkeit des Humboldt Forums, wie etwa „Palast versus Schloss„, nicht davon abhalten lassen wird, das Humboldt Forum zukünftig immer mehr in die Struktur der Staatlichen Museen Berlins zu integrieren und das Humboldt Forum als „Lerngemeinschaft zur Weltverbesserung“ entwickeln will, hauptsächlich auch vor dem Hintergrund der kolonialen Vergangenheit Deutschlands. Ein ambitionierter Gedanke.

Lars-Christian Koch, Direktor des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst, verwies im Rahmen der Pressekonferenz auf die Bedeutung der nun abgeschlossenen Integration speziell dieser beiden Ausstellungen im Humboldt Forum, quasi unter einem Dach mit den anderen Präsentationen und den damit neu geschaffenen Möglichkeiten, diese Exponate nun einem breiteren Publikum zugänglich machen zu können. Zuvor waren beide Museen am wenig präsenten Standort in Berlin-Dahlem beheimatet.

Diskussionsrunde mit internationalen Gesprächspartnern

Nach diesen drei Ansprachen folgte eine ausführliche Diskussionsrunde mit internationalen Gesprächspartnern, die von zwei Kuratorinnen (Andrea Scholz und Anke Daemgen) der Staatlichen Museen moderiert wurde. Befragt wurden hier Vertreterinnen und Vertreter aus Namibia, Omaha (Nebraska, USA), Naga Land (Indien) und Kolumbien.

Während dieser Gesprächsrunde wurde erwähnt, dass das Humboldt Forum mittlerweile mit mehr als 80 internationalen Kooperationspartnern zusammenarbeitet, was nicht nur in den neu gestalteten, hochanspruchsvollen Sammlungen deutlich wird.

Es weht ein frischer Wind durch das noch nicht lange geöffnete Humboldt Forum

Nach einer anschließenden kurzen Fragerunde hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz die Möglichkeit, die neuen Ausstellungen explizit in Augenschein zu nehmen. Und man hatte nach dem Rundgang der neuen Ausstellungen das Gefühl, dass bereits jetzt ein neuer, frischer Wind durch das Humboldt Forum weht hinsichtlich der Gestaltung der einzelnen Ausstellungen als auch der Präsentation der Exponate.

Das verspürte man auch im Kontext zu den speziell in der vorherigen Fragerunde durch die internationalen Vertreterinnen formulierten Anregungen und Wünsche an die Stiftung Humboldt Forum, dass es zukünftig eine andere – und bessere (?) – Zusammenarbeiten geben sollte bei der Gestaltung bzw. der Präsentation der Ausstellungen.

Nicht von ungefähr wurde das Schlagwort „We talk, you listen“ mehr als einmal von mehreren Rednern als neuer, zukünftiger Geist der Zusammenarbeit beschworen. Abzuwarten bleibt nun, ob dieser mit der Eröffnung des Ostflügels im Humboldt Forum neu eingeschlagene Weg auch weiter beschritten wird. Der Start in die vollständige Öffnung des Gebäudes darf in jedem Fall als gelungen angesehen werden.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

Neue, aufwendige Sammlungen und Ausstellungsformate ergänzen künftig das bisherige Angebot des Humboldt Forums / © Foto: Stiftung Humboldt Forum

© Foto: Stiftung Humboldt Forum

Diskussionsrunde mit internationalen Gesprächspartnern, die von zwei Kuratorinnen (Andrea Scholz und Anke Daemgen) der Staatlichen Museen moderiert wurde.

Weitere Projekte in Mitte findet Ihr hier

Quellen: Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

 

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