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Oberbaumbrücke: Radwege werden baulich vor Autoverkehr geschützt

Auf der Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg werden die im Sommer 2020 neu markierten Fahrradwege nun mit zusätzlichen Pollern gegen den Autoverkehr gesichert. Bis Mitte April wird die Brücke dafür mehrfach nachts gesperrt.

Radwege auf der Oberbaumbrücke: Bauliche Ergänzungen sollen die im Sommer 2020 neu markierten Wege noch sicherer machen.

 

Bevor auf der Oberbaumbrücke in Friedrichshain-Kreuzberg die Bauarbeiten für die geplante Verlängerung der M10 von der Warschauer Straße bis zum Hermannplatz beginnen, wird es noch etwas dauern. Vorher aber wird auf der Verbindungsbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg dennoch gewerkelt.

Hintergrund ist die bauliche Abgrenzung der Radwege, die im Sommer 2020 auf dem Straßenbelag der historischen Brücke neu markiert wurden. Geplant ist, ab dem heutigen Freitag die breiten Radspuren gegen Autos abzusichern.

„Klebebordsteine“ sollen die Radwege schützen

Dazu werden auf der Oberbaumbrücke und der Oberbaumstraße (die sich südlich der Brücke auf der Kreuzberger Seite anschließt) bauliche Elemente installiert, nämlich sogenannte „Klebebordsteine“. Sie sehen aus wie niedrige Betonwände und kommen zwischen Auto und Radspur.

Durch diese bauliche Maßnahme soll zukünftig verhindert werden, dass Autos auf die Radspuren gelangen oder gar darauf parken. Nach den abgeschlossenen Umbauarbeiten waren im Sommer 2020 schnell Stimmen laut geworden, die die neu geschaffenen, breiteren Fahrradstreifen als zu schlecht vor dem Autoverkehr geschützt bemängelten. Derzeit werden sie daher noch mit provisorischen Baken von den Autospuren getrennt.

Bauarbeiten zwischen 18. März und 10. April

Zwischen dem 18. März und dem 10. April soll die Brücke nun insgesamt acht Mal zwischen 22 Uhr am Abend und 6 Uhr am Morgen gesperrt werden, um die Bauarbeiten ungestört durchführen zu können. Anschließend soll der Verkehr dann auch nachts wieder normal über die Brücke laufen.

Friedrichshain-Kreuzberg gehört zu den Bezirken, die berlinweit die meisten Radweg-Projekte umsetzen. So wird unter dem U1-Viadukt das vieldiskutierte Radbahn-Projekt auf den Weg gebracht. Am Platz der Vereinten Nationen soll ein Pilotprojekt für sicheres Abbiegen umgesetzt werden.

Zudem ist entlang des Volksparks Friedrichshain die Errichtung eines rund drei Kilometer langen Fahrradwegs geplant. Auch der für 2022 geplante Umbau der Petersburger Straße und die Schaffung eines komplett neuen Radwegs auf der westlichen Seite der Möckernstraße am Gleisdreieckpark sind hier zu nennen.

Weitere Projekte in Friedrichshain-Kreuzberg findet Ihr hier
Freiflächengestaltung des Radbahn-Projekts: Beteiligung startet
Sicheres Abbiegen: Modellversuch am Platz der Vereinten Nationen
Mehr Platz für Radfahrende: Umbau der Petersburger Straße ab 2022

Verbindungsstück in Friedrichshain-Kreuzberg: Die Oberbaumbrücke verbindet die beiden Bezirkshälften Friedrichshain und Kreuzberg.

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