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Schöneberg: KaDeWe-Neubau und „Leiser“-Ende in der Passauer Straße

In der Passauer Straße in Berlin-Schöneberg stehen die Zeichen klar auf Veränderung. Während am Neubau des abgerissenen KaDeWe-Parkhauses längst gebaut wird, scheint auch das Eckgebäude, einst Heimat des legendären „Leiser“-Schuhgeschäfts, vor dem Abriss zu stehen.

Das ehemalige KaDeWe-Parkhaus aus den 1960er Jahren wurde abgerissen. Nun entsteht an selber Stelle ein Neubau mit Tiefgarage.

© Visualisierung: Signa
Text und Fotos: Björn Leffler

 

In der Passauer Straße in Berlin-Schöneberg, unweit des Wittenbergplatzes, scheinen umgreifende Veränderungen anzustehen. Während der Abriss und Neubau des KaDeWe-Parkhauses bereits voll im Gange ist, scheinen auch die Tage des Leiser-Verkaufsgeschäfts an der Ecke zur Tauentzienstraße gezählt zu sein.

Direkt gegenüber des Kaufhauses KaDeWe lässt das österreichische Immobilienunternehmen Signa derzeit ein neues Bürogebäude samt Tiefgarage errichten. Für das Projekt wurde ein Parkhaus aus den 1960er Jahren abgerissen, welches mit dem KaDeWe über eine Fußgängerbrücke verbunden war.

Passauer Straße: Büro-Hochhaus mit Tiefgarage entsteht am KaDeWe

Nun entsteht zum KaDeWe hin eine neue, moderne Gebäudefassade. Zudem soll im Innenhof des Areals ein Hochhaus entstehen. Nach Plänen des Architekten Arnold Ernst entsteht hier ein Gebäude, welches in den unteren zwei Etagen Flächen für Einzelhandel bieten soll, darüber sind Büroflächen geplant.

Dies sind die Planungen für die Gebäudefront an der Passauer Straße. Im 13-geschossigen Hochhaus im Innenhof sollen ausschließlich Büroflächen entstehen. So konkret sind die Planungen für das Leiser-Grundstück zwar noch nicht. Aber unverkennbar ist, dass das Gebäude sichtbar für eine baldige Veränderung vorbereitet wird.

„Leiser“-Schriftzug ist vom Tauentzien verschwunden

Der legendäre Schriftzug des einstigen Flagship-Stores des Schuhunternehmens ist seit einigen Tagen komplett vom Gebäude verschwunden, welches in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg neu errichtet worden war und nun deutlich in die Jahre gekommen ist.

Bereits im März 2022 kommunizierte das Unternehmen, dass das einstmals größte Schuhgeschäft Berlins nach rund 116 Jahren sein Verkaufsgeschäft am Tauentzien schließen müsse. Vor allem das veränderte Kaufverhalten der Kundschaft, welche sehr viel mehr Schuhe im Online-Handel erwirbt, sei für die Schließung verantwortlich.

Wie geht es auf dem ehemaligen „Leiser“-Grundstück weiter?

Es ist nicht die erste Filiale, die Leiser in Berlin schließen musste. Ein sichtbarer Rückzug ereignete sich 2018 auch an der Ecke Kantstraße/Wilmersdorfer Straße. In dem Eck-Geschäft befindet sich mittlerweile eine Fast-Food-Kette.

Seit 2015 gehört die Leiser-Schuhhof-Gruppe zur Unternehmensgruppe von Steffen Liebich mit der Hamburger Kay-Gruppe, Anika und Schlatholt. Dem Vernehmen nach soll das noch auf dem Grundstück stehende Gebäude abgerissen und durch einen höheren Neubau ersetzt werden. Über die zukünftige Nutzung des Gebäudes ist bislang aber nichts bekannt.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

„Leiser“ am Tauentzien ist Geschichte: Der legendäre Schriftzug ist vor wenigen Tagen vom Gebäude entfernt worden.

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Quellen: Signa, Architektur Urbanistik Berlin, Der Tagesspiegel, B.Z., shoes.biz, ENTWICKLUNGSSTADT BERLIN

 

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