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Solarenergie-Anlagen für Schulen in Friedrichshain-Kreuzberg

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat mit den Berliner Stadtwerken eine Kooperation zur Installation von Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden geschlossen. Anfang 2023 werden acht Bezirksgebäude mit Solarenergie-Modulen ausgestattet.

In Friedrichshain-Kreuzberg sollen zukünftig mehrere Schulen mit Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern ausgestattet werden. / © Foto: depositphotos.com

© Fotos: depositphotos.com
Text: Björn Leffler

 

Der grün regierte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg möchte in Sachen Energieversorgung zukünftig nachhaltige Ansätze verfolgen, vor allem bei den öffentlichen Gebäuden des Bezirks. Den Anfang sollen mehrere Schulgebäude machen, die in den kommenden Monaten mit neuen Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden sollen.

Bei den Berliner Stadtwerken hat der Bezirk in der vergangenen Woche sein mittlerweile drittes Solarpaket in Auftrag gegeben und den Vertrag symbolisch und medienwirksam auf dem Dach des Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums an der Frankfurter Allee unterzeichnet.

Acht Gebäude sollen 2023 mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden

Anfang 2023 sollen acht neue Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden des Bezirks installiert werden. Sieben dieser Gebäude werden Schulen sein, eines ist eine Turnhalle. Diese acht neuen Anlagen sollen die bisherige Solarleistung des Bezirks quasi verdoppeln.

Wie das ganze aussieht, kann man sich heute bereits auf dem Schuldach des oben erwähnten Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums und auf der daneben liegenden Bezirkszentralbibliothek „Pablo Neruda“ ansehen. Denn diese Gebäude wurden bereits im Rahmen einer früheren Kooperation des Bezirks mit den Stadtwerken mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet.

Bürgermeisterin Clara Hermann: Solarenergie als „Beitrag zum Klimaschutz“

Wir nutzen die unbegrenzten Ressourcen der Sonne und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz„, sagte Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (Die Grünen) im Rahmen der Vertragsunterzeichnung. Mit den neuen Anlagen gehe der Bezirk einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum „Solarbezirk„, wie es Herrmann nannte.

Rund 450 Tonnen CO2 pro Jahr könnten nach Angaben des Bezirks durch das neue Paket eingespart werden. Insgesamt soll es laut Bezirksamt bis Mitte 2023 auf 26 von 320 bezirklichen Gebäuden Solaranlagen geben. In den kommenden Jahren soll diese Zahl sukzessive ausgebaut werden.

Berliner Stadtwerke: Investitionsvolumen von knapp 800.000 Euro

Kerstin Busch, Geschäftsführerin der Berliner Stadtwerke, bestärkte Clara Herrmann in ihren Bestrebungen, die Ausstattung mit Photovoltaik-Anlagen zu forcieren. Sie sagte: „Gerade in Zeiten von stark steigenden Strompreisen rechnet sich die Anlage doppelt, denn die Eigenversorgung ersetzt Netzstrom.

Das Bezirksamt verpachtet die Dächer für einen symbolischen Betrag – laut Herrmann jeweils für einen Euro – und pachtet im Gegenzug die Solaranlagen, die von den Stadtwerken installiert und gewartet werden. Das Investitionsvolumen für das Projekt beträgt knapp 800.000 Euro.

Solar-Projekte: Elf Berliner Bezirke kooperieren mit den Berliner Stadtwerken

Installiert werden die Elemente unter anderem auf der Zille-Grundschule in der Boxhagener Straße, auf der Sporthalle der Nürtingen-Grundschule im Wrangelkiez, auf der Emanuel-Lasker-Schule in der Modersohnstraße oder der Jane-Goodall-Grundschule in der Scharnweberstraße.

Friedrichshain-Kreuzberg ist berlinweit natürlich nicht der einzige Bezirk, der begonnen hat, seine öffentlichen Gebäude auf Solarenergie umzustellen. Elf von insgesamt zwölf Bezirken haben die Stadtwerke bisher mit Solar-Paketen im Umfang von 139 Anlagen beauftragt. Lediglich der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf kümmert sich eigenständig um seine bezirklichen Solaranlagen.

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

Bezirk mit grüner Ausrichtung: Friedrichshain-Kreuzberg setzt auf ein nachhaltiges Energieversorgungskonzept und stattet mehrere Schulgebäude mit Photovoltaik-Anlagen aus. / © Foto: depositphotos.com

Weitere Projekte in Friedrichshain-Kreuzberg findet Ihr hier

Quellen: Der Tagesspiegel, Berliner Stadtwerke, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

 

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