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Boulevard Unter den Linden: Umbauarbeiten haben begonnen

Auf dem Boulevard Unter den Linden haben die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Straßenraums begonnen. Drei bis vier Jahre soll der Umbau andauern. Dabei wird der Straßenbelag erneuert und deutlich mehr Raum für Radfahrende entstehen.

Querschnitt der neuen Spurenverteilung, wie sie nun baulich umgesetzt wird.

© Grafiken: © Grafik: Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz / Eve Images GmbH

 

Bereits im September 2021 hatten wir über den geplanten Umbau des Boulevards Unter den Linden im Berliner Bezirk Mitte berichtet. Die Senatsverwaltung für Verkehr und Umwelt hatte im Spätsommer die Pläne für eine umfassende Neugestaltung des Boulevards öffentlich gemacht.

Dabei geht es um zwei inhaltlich getrennte Projektabschnitte. Im ersten Abschnitt wird es kurzfristig eine Neuverteilung des Straßenraums geben. Die Bauarbeiten hierfür haben Ende des Jahres 2021 begonnen. Der Straßenbelag wird hierfür saniert und die Spurenverteilung anschließend neu vorgenommen.

Neuverteilung der Fahrspuren: Bauarbeiten haben begonnen

Heißt im Klartext: Radfahrende und Busse sollen zukünftig jeweils eine eigene Spur erhalten. Im Gegenzug werden die Autospuren von zwei auf eine reduziert. Eine Bürgerbeteiligung ist in dieser Phase der Umgestaltung nicht vorgesehen.

Zwischen der Glinkastraße und Friedrichstraße ist der Boulevard derzeit also erneut nur einspurig befahrbar, nachdem erst vor wenigen Monaten die letzten Bauarbeiten am U-Bahnprojekt „U5“ abgeschlossen worden waren. Für Fahrradfahrer*innen wurde zudem ein Pop-Up-Radweg eingerichtet.

Dauer der Bautätigkeiten: Drei bis vier Jahre

Von der insgesamt vierzehn Meter breiten Fahrbahn wurden im Zuge des U5-Neubaus nur vier Meter neu asphaltiert. Nun sollen laut Verkehrsverwaltung die restlichen Meter erneuert werden. Die bereits erneuerte Straßendecke wird dabei aber nicht erneut aufgerissen, heißt es.

Die gesamte Baustelle erstreckt sich vom Brandenburger Tor bis zum Humboldt Forum. Geplant sei die Fertigstellung der Arbeiten in drei bis vier Jahren. Parallel dazu wird die weitere Entwicklung der Prachtmeile vorangetrieben. Dies ist der zweite Projektabschnitt des gesamten Bauvorhabens.

Der Straßenraum soll vollkommen neu konzipiert werden

Im Zentrum des zweiten Abschnitts steht dann eine umfassende Neugestaltung des Boulevards, dessen Gestalt noch vollkommen offen ist und bei dem Bürgerinnen und Bürger – wie schon beim Rathausforum-Wettbewerb – ihre Vorstellungen einbringen können und sollen. Diese Neugestaltung geht über die jetzt erfolgende Neuordnung von Straßenspuren hinaus und kann zur Folge haben, dass der Boulevard baulich vollkommen neu konzipiert wird.

Sicher ist jedenfalls: Planung und Umsetzung dieser Neugestaltung werden einige Jahre in Anspruch nehmen. Die Anregungen der Teilnehmer*innen am Beteiligungsverfahren und Wünsche für die Neuordnung der Verkehrsströme zwischen Humboldt Forum und Brandenburger Tor sollen gesammelt und für die weitere Planung ausgewertet werden.

Autoverkehr soll zukünftig deutlich reduziert werden

Ziel des Projektvorhabens ist es, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und mehr Platz für andere Verkehrsteilnehmer*innen zu schaffen. Die Verwaltung hat dazu mehrere Ideen vorgestellt, wie der Boulevardzukünftig aussehen könnte. Auch ein komplett autofreier Boulevard ist denkbar.

Die bislang visualisierten Ideen sollen aber nur erste Denkanstöße darstellen. Dazu gehören Modelle, die sowohl den Bürgersteig, als auch den Mittelstreifen verbreitern – bis hin zur Pflanzung einer neuen Baumreihe.

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4 Kommentare

  1. Volker Kuhlmann Januar 17, 2022

    Dauer der Bauarbeiten drei bis vier Jahre?
    Dass die Verantwortlichen sich nicht in Grund und Boden schämen!
    Wenn man einen Funken Kompetenz hätte, müsste sich eine nicht mal 2km lange Straße in weniger als 6 Monaten umgestalten lassen.
    Es ist eine Straße und kein Flughafengebäude!
    Weitere 4 Jahre Baustelle an Berlins prominentester Stelle ist ein Armutszeugnis.

  2. W.Klauck März 14, 2022

    Das grüne Wählerpotential wird wieder mal in die Hände klatschen. Dieser grobe Eingriff in die Stadtlandschaft mit 4jähriger Bauzeit ist erneut ein Armutszeugnis für eine „möchtegern Metropole“. Was wird nur aus unserem schönen Berlin gemacht? Würden die Pariser ihre schöne Stadt ebenso verschandeln? Schade und grüß Gott am Dorfanger.

  3. Thomas Juni 6, 2022

    Kann man denn gar nichts dagegen tun seit dem die Grünen von unseren dummen Mitbürger gewählt worden sind ist der Vekehr einfach nur wiederlich obwohl Toyota Wasserstoff Autos hat die das Klimaziel erfüllt wird dieser quatsch gemacht man könnte die Fußgängerzone genauso für den Blöden Radfahrweg benutzten stattdessen gibts probleme mit Polizei Krankenwagen und der verkehr stau stundenlang wegen diesen Grünen nichtsnutz 30 jähre untättig und jetzt wollen sie alles aufeinmal egal zu welchen konsequenzen

    • Achim Kniefel September 22, 2022

      Wussten Sie schon, dass man Sätze und SAtzteile voneinander durch Komma und Punkt trennen kann?
      Rät:
      Ein „dummer Mitbürger“

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