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Am Alexanderplatz entsteht der erste 150 Meter Wohnturm

26 Jahre ist er nun alt, der mittlerweile legendäre städtebauliche Plan des Architekten Hans Kollhoff, der für den Alexanderplatz einst zehn bis zu 150 Meter hohe Hochhaustürme entwarf. Dieser Plan ist bis heute – kleinere Korrekturen inbegriffen – die städtebauliche Vorgabe für die Entwicklung des Areals am und um den Alexanderplatz.

Hochhaus entsteht neben dem Alexa

Nachdem es vor allem in den vergangenen Jahren endlich auch etwas konkreter wurde, was die Umsetzung dieses Plans angeht, wurde in der vergangenen Woche der offizielle Spatenstich für den ersten 150 Meter hohen Turm am Alexanderplatz gefeiert. Das russische Unternehmen MonArch entwickelt das Hochhaus-Projekt.

Auf dem erstaunlich schmalen Grundstück direkt neben dem Haupteingang des Einkaufscenters “Alexa” soll der Bau entstehen, 35 oberirdische und vier unterirdische Geschosse sowie 42.000 Quadratmeter Nutzfläche soll er enthalten. In den ersten drei oberirdischen Etagen sollen Einzelhandels- und Gewerbeflächen entstehen.

Hines-Hochhausprojekt kann realisiert werden

Das Gebäude wird nach seiner Fertigstellung – geplant ist diese für das Jahr 2023 – das höchste Wohngebäude Berlins werden. Es wird voraussichtlich nicht das einzige Gebäude dieser Größe bleiben. In unmittelbarer Nähe – direkt angrenzend an den Saturn-Sockelbau auf dem Alexanderplatz – haben das US-Unternehmen Hines und der BVG-Aufsichtsrat nach jahrelangem Streit über die technische Umsetzbarkeit grünes Licht für die Errichtung eines ebenfalls 150 Meter hohen Wohnturms gegeben.

Streitpunkt war hier, dass der Turm direkt über dem Tunnel der U-Bahnlinie 5 errichtet wird und die BVG Beeinträchtigungen ihres Fahrbetriebs durch mögliche Beschädigungen des U-Bahntunnels befürchtete. Hier wurde nun ein technisches Verfahren entwickelt, welches die risikofreie Errichtung des Gebäudes garantieren soll.

 

Bilder: finest images / O&O Baukunst

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