-->
entwicklungsstadt berlin

Jede Zeit baut ihre Stadt.

Berlin-Marzahn: 85 neue Apartments für Wohnungslose entstehen

In Berlin-Marzahn errichtet das landeseigene Wohnungsbauunternehmen berlinovo ein vom Büro Nöfer Architekten konzipiertes Wohnhaus für Wohnungslose, Alleinerziehende und schutzbedürftige Frauen. Insgesamt 85 Apartments entstehen dabei. 

Ein Wohnhaus für Menschen in sozialen Notlagen entsteht in Berlin-Marzahn nach Plänen des Büros Nöfer Architekten. / © Foto: Nöfer Architekten

© Fotos: Nöfer Architekten
Text: Björn Leffler

 

Das Berliner Büro Nöfer Architekten hat für die Bauherren berlinovo sowie die Kilian Immobiliengruppe als Projektentwickler die Architektur eines neuen Wohnhauses mit 85 neuen Apartments in Berlin-Marzahn entworfen.

Das Gebäude wurde in der Marchwitzastraße 33 unweit von Allee der Kosmonauten und Märkischer Allee errichtet. Die insgesamt 85 Apartments sollen Wohnungslosen, von Wohnungslosigkeit
Bedrohten, Alleinerziehenden mit Kindern und schutzbedürftigen Frauen zur Verfügung gestellt werden.

Projekt für Wohnungslose: Berlinovo errichtet Wohnhaus in Marzahn

Die Kilian Immobiliengruppe hatte das Gebäude an die landeseigene berlinovo veräußert, die als Bestandshalter das Haus an den sozialen Träger Unionhilfswerk als Betreiber des Hauses vermieten wird.

In Berlin erfolgte im Februar 2020 die bislang einzige offizielle Zählung von Wohnungslosen, nach der es in der Stadt rund 2.000 obdachlose Menschen gibt. Demgegenüber stehen ganzjährig circa 390 Schlafplätze in Noteinrichtungen zur Verfügung, weitere 800 stellt die Berliner Kältehilfe im Winter zur Verfügung.

Berlinovo: Fokus auf benachteiligte Gruppen des Wohnungsmarktes

Aus Sicht der verantwortlichen berlinovo passt das Vorhaben zu den Aufgaben der Wohnungsbaugesellschaft für die Stadt Berlin die sich in einem Statement wie folgt zum Projekt äußert: „Als strategischer Partner für das Land Berlin nimmt die berlinovo im Rahmen der Daseinsvorsorge eine verantwortliche Rolle am Wohnungsmarkt und in der Wohnungspolitik des Landes Berlin ein. In den kommenden Jahren bauen wir unseren Bestand weiter aus. Dazu investieren wir in Berliner Immobilienprojekte und beteiligen uns maßgeblich am Ausbau von innovativen Wohnungsangeboten.

Der Fokus soll dabei auf der Entwicklung von Angeboten liegen, mit denen der dynamischen Entwicklung auf dem Berliner Immobilienmarkt und dem großen Bedarf nach bezahlbaren Wohnlösungen optimal begegnet werden kann.

Dabei möchte sich die berlinovo vor allem auf Gruppen konzentrieren, die weniger oder gar nicht im Fokus des Berliner Wohnungsmarktes stehen: Studierende, Senioren, Geflüchtete und Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Denn je teurer die Mieten und je knapper der Wohnraum wird, umso schwieriger haben es vor allem jene Gruppen, überhaupt eine Wohnung in der Hauptstadt zu finden.

Nöfer Architekten gestalten das Gebäude, 4.000 m² Nutzfläche entstehen

Der Architekt des Gebäudes, Tobias Nöfer, äußert sich wie folgt zum Projekt: „Inmitten von über 50 Jah­re al­ten Wohn­zei­len ent­ste­ht in Marzahn neben neuen Wohn­hoch­häu­sern mit Su­per­markt ein Projekt für Men­schen in be­son­de­ren so­zia­len Not­la­gen. Das acht­ge­schos­si­ge Wohnheim ist flexibel auch für Rollstuhlbehinderte nutzbar und wird rund um die Uhr be­treut. Die Apart­ments sind zum Teil kop­pel­bar, um vor allem auch Fa­mi­li­en auf­neh­men zu kön­nen.

Auf einer Fläche von rund 1.300 Quadratmetern ist ein Gebäudekomplex entstanden, der künftig eine nutzbare Fläche von etwa 4.000 Quadratmetern bieten wird. Die Fertigstellung des Gebäudes soll im März 2023 erfolgen, also in wenigen Wochen.

 

Weitere Bilder zum Projekt findet Ihr hier: 

Weitere Projekte in Marzahn findet Ihr hier

Quellen: berlinovo, Kilian Immobiliengruppe, Nöfer Architekten

 

Weitere Artikel zu ähnlichen Projekten findet Ihr hier:

Wittenberger Straße: HOWOGE-Wohnprojekt in Berlin-Marzahn

Kompromiss erreicht: 5.000 neue Berliner Sozialwohnungen jährlich

Neues Wohn- und Gewerbequartier entsteht am S-Bahnhof Springpfuhl

Pankow: Modulare Wohnhäuser für Geflüchtete entstehen bis 2023

Auf der Mierendorff-Insel sollen Flüchtlingswohnungen entstehen

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

© 2023 entwicklungsstadt berlin

Thema von Anders Norén