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Für 200 Millionen Euro: Umbau des Sony Center am Potsdamer Platz

Das Immobilienunternehmen Oxford Properties will das Gebäudeensemble „Sony Center“ am Potsdamer Platz grundlegend neu ausrichten. Dafür investiert das Unternehmen rund 200 Millionen Euro.

Entstand nach Plänen des Architekten Helmut Jahn: Das „Sony Center“ am Potsdamer Platz

 

Der Potsdamer Platz erfährt rund 20 Jahre nach seinem Wiederaufbau eine grundlegende Erneuerung. Die Modernisierung des 1998 eröffneten Einkaufszentrums „Potsdamer Platz Arkaden“ läuft bereits seit Anfang 2020 und wird im kommenden Jahr abgeschlossen.

Das Unternehmen ECE Projektmanagement GmbH, welches die Arkaden betreibt, ist auch verantwortlich für den Umbau. Ziel des Umbaus ist es, die Arkaden an die modernen Einkaufsgewohnheiten der Konsumenten anzupassen und das Einkaufserlebnis insgesamt komfortabler zu gestalten.

Modernisierung der „Arkaden“ und Umwandlung in eine Fußgängerzone

Auch die Außenbereiche des Quartiers werden neu gestaltet. Die Alte Potsdamer Straße vom Potsdamer Platz bis zum Marlene-Dietrich-Platz soll zur Fußgängerzone mit Außengastronomie umgestaltet werden. Statt des bisherigen, üblichen Straßenasphalts soll hier weiträumig Naturstein-Pflaster verlegt werden.

Die neu gestalteten Außenanlagen sollen bis 2025 fertiggestellt werden. Das Bauprojekt lässt sich das Unternehmen Brookfield Properties einiges kosten:  insgesamt 200 Millionen Euro soll die Neukonzeption des Quartiers kosten.

„Oxford Properties“ investiert 200 Millionen Euro in das „Sony Center“

Es ist nicht die einzige Investition dieser Größenordnung, die am Potsdamer Platz investiert werden soll. Das Unternehmen Oxford Properties, Eigentümer des vor 21 Jahren eröffneten „Sony Centers“, hat ebenfalls angekündigt, eine Summe von rund 200 Millionen Euro in den Umbau des Gebäudeensembles zu investieren.

Die anstehenden Arbeiten werden in enger Absprache mit den Büros Jahn Architecture und PWP Landscape Architecture erfolgen. Der deutsch-amerikanische Star-Architekt Helmut Jahn (verstorben am 8. Mai 2021) hatte den Komplex aus sieben Gebäuden, dessen Mitte wie eine Zirkusmanege von einem gläsernen Dach überspannt wird, in den 1990er Jahren entworfen.

Sport- und Wellnessangebote sowie eine Roof Top Bar sollen entstehen

Nach Angaben des Eigentümers soll durch den anstehenden Umbau vor allem der Campus-Charakter sowie der Erlebnisfaktor des „Sony Centers“ gestärkt werden. Neu entstehen sollen Sport- und Wellnessangebote sowie Neuheiten im gastronomischen Bereich.

Öffentliche Kunstinstallationen, Kooperationen mit lokalen Partnern und innovative Veranstaltungsformate sollen zudem neue Akzente setzen. Der Großteil der Umbauarbeiten soll bis Ende 2023 abgeschlossen werden.

Aus dem ehemaligen „Cinestar Imax Kino“ werden Büroflächen

Im Baukörper des ehemaligen Imax-Kinos sollen neue Büro-Räumlichkeiten entstehen. Das Multiplex-Kino mit zehn Sälen, in dem häufig Filme in Originalsprache gezeigt wurden, war bereits Ende 2019 geschlossen worden. Zudem soll eine neue Roof Top Bar entstehen.

Mit dem Umbau der „Potsdamer Platz Arkaden“, der Neugestaltung der Außenbereiche und der Modernisierung des „Sony Center“ wird in den kommenden Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Standort Potsdamer Platz investiert.

Der Potsdamer Platz in den 90er Jahren: „Europas größte Baustelle“

Der Potsdamer Platz galt Mitte der 1990er Jahre als größte und komplexeste Baustelle Europas. Der Geist der Zeit war eindeutig: Im Berlin jener Jahre standen die Zeichen auf Aufbruch, und der neu entstehenden Potsdamer Platz war das eindrucksvollste Symbol dafür.

Die neu errichteten, modernen Gebäude, Straßen und Stadtplätze bilden heute ein beliebtes aber auch umstrittenes Arbeits-, Wohn-, Einkaufs- und Unterhaltungsviertel. Gut 20 Jahre nach seiner Wiedereröffnung steht dem Quartier nun eine Generalüberholung bevor. Man ist gemeint zu sagen: „Was auch sonst?“

Denn Potsdamer und Leipziger Platz haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Im Vergleich mit den vergangenen 100 Jahren, in denen die Weltgeschichte wie eine Dampfwalze über und durch diese zentrale Stadtlandschaft gerollt ist, ist die anstehende Modernisierung wohl eher als städtebauliche Fußnote zu verstehen.

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