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Moderne Nutzung in historischem Ambiente: Das “Bricks” in Schöneberg

Dass der Name Programm ist, wird beim Projekt “Bricks” in Schöneberg schnell deutlich. Denn die entstandenen Neubauten sowie die bereits bestehenden, denkmalgeschützten Gebäude sind vollständig mit einer Ziegelfassade versehen.

Wieder einmal haben sich die Unternehmen Trockland und Graft zusammengetan, um ein bestehendes Ensemble zu entwickeln und in eine neue Nutzung zu überführen, wie es derzeit auch beim Projekt “EISWERK” in Mitte oder – noch als zukunftsweisende Vision – beim stillgelegten ICC in Charlottenburg der Fall ist.

Überführung eines bestehenden Ensembles in eine neue Nutzung

In Schöneberg ist aus der Vision längst Realität geworden. Das Projekt ist im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen worden. Beim Nachverdichten eines historischen Postareals wurden bestehende Gebäude saniert und modernisiert und diese durch Neubauten ergänzt.

Entstanden ist ein Quartier mit gemischter Nutzung: Büros, Wohnungen, Restaurants, Geschäfte und Sportstätten sind hier entstanden und wurden auf architektonisch hohem Level zusammengeführt.

Quartier mit gemischter Nutzung

Die gestalterische Klammer, die Alt- und Neubauten zusammenfasst, ist die bereits erwähnte und namensgebende Ziegelverkleidung, die dazu beiträgt, dem herausstechenden Ensemble einen sehr eigenen, markanten Charakter zu verleihen.

Das war auch das Ziel der Projektplaner: ein lebendiges Stadtquartier mit einem eigenen Spirit zu erschaffen. Dieser Spirit, den man mittlerweile im fertigen Quartier (zwischen Haupt- und Belziger Straße liegend) erleben kann, zieht seine Atmosphäre zu großen Teilen aus den modernisierten, seit 1996 unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden.

Ziegelverkleidung als gestalterisches Band für Alt- und Neubauten

Diese sind in mehreren Bauetappen zwischen 1902 und 1933 entstanden. Ein langer, ziegelbekleideter Riegel mit rundem Kopfende und horizontalen Bandfassaden bildet das Herzstück des engen Innenhofs. Dieser einstmals vom Telegrafenamt als Vermittlungssaal genutzte Bau dient jetzt als ein jüdisches Kaballah-Zentrum.

Flexible Büros, Gastronomie und Flächen für Einzelhandel und einen Friseur sind darüber hinaus entstanden respektive sollen noch ausgestaltet werden. Das Graft Architektenteam hat das Ensemble modernisiert und um zwei Neubauten erweitert. Zudem wurden die alten, bestehenden Dachflächen für gewerbliche Nutzungen nutzbar gemacht und mit Fenstern perforiert.

Weitere Projekte in Tempelhof-Schöneberg findet Ihr hier.
Mehr Informationen zum spannenden Projekt “EISWERK” in Mitte gibt es hier.
Eine weitere, spannende Neukonzeption wird das im Bau befindliche “Forum an der Museumsinsel.”

 

 

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