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Museum der Moderne: Neue Großbaustelle im Herzen Berlins

Eine Großbaustelle geht, die andere kommt: Nach dem erfolgreich abgeschlossenen Umbau der Neuen Nationalgalerie im Kulturforum in Berlin Tiergarten steht bereits das nächste Großprojekt an: der Bau des “Museums der Moderne”.

Die Neue Nationalgalerie war in den vergangenen fünf Jahren modernisiert und erweitert worden, den strengen Vorgaben des Denkmalschutzes folgend. Im August soll, sollte es die Infektionslage zulassen, das runderneuerte Gebäude mit einer Alexander-Calder-Ausstellung feierlich wiedereröffnet werden.

Neue Nationalgalerie ist fertig und bekommt einen neuen Nachbarn

Dies wird allerdings nur ein Vorgeschmack darauf werden, was die Kulturinteressierten Berliner*innen und Gäste aus aller Welt ab 2026 zwischen Potsdamer Platz und Reichpietschufer erwarten dürfen.

Der Neubau, der nach Plänen des Architekturbüros Herzog de Meuron entsteht, wird als direkter Nachbar der Neuen Nationalgalerie den bisherigen, ungenutzten Freiraum im Zentrum des Kulturforums völlig neu definieren.

Offizieller Spatenstich erfolgte im Dezember 2019

Offizieller Spatenstich für das Projekt war bereits Anfang Dezember 2019, im Beisein von Michael Müller, Regierender Bürgermeister Berlins, Monika Grütters, Kulturstaatsministerin, Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie Jaques Herzog, Architekt des zukünftigen Gebäudes.

Nachdem im vergangenen Jahr vor allem vorbereitende Baumaßnahmen durchgeführt, Zufahrtswege geschaffen und Bodenuntersuchungen vorgenommen wurden, ist auf der Museumsbaustelle mittlerweile deutlich zu sehen, dass das Baufeld vorbereitet wird, um zeitnah mit den ersten Tiefbauarbeiten zu starten.

Baufeld ist mittlerweile sehr gut erschlossen

Denn: in fünf Jahren soll das nicht unumstrittene Gebäude fertig sein. Geplant ist, im zukünftigen “Museum der Moderne” international bedeutende Bestände erstmals dauerhaft und gemeinsam zu präsentieren: die Bestände der Nationalgalerie zur Kunst des 20. Jahrhunderts, die Sammlungen Marx und Pietzsch, Teile der bei den Staatlichen Museen verankerten Sammlung Marzona sowie Werke aus dem Kupferstichkabinett.

Dabei sollen die Werke sowohl im Sockelgeschoss der benachbarten Neuen Nationalgalerie als auch und vor allem in den Ausstellungsräumen des Neubaus ausgestellt werden.

Neue Nationalgalerie und Museum der Moderne sollen gemeinsam funktionieren

Der Neubau soll also gewissermaßen als Erweiterung der von Ludwig Mies van der Rohe entworfenen Neuen Nationalgalerie fungieren. Die Nachbarschaft der beiden Gebäude soll also nicht nur räumlicher, sondern auch inhaltlicher Natur sein.

Der flache Entwurf von Herzog de Meuron, die in Berlin unter anderem das neue Viertel “Am Tacheles” entworfen haben, welches aktuell gebaut wird, wurde in den Medien und der Öffentlichkeit heftig diskutiert. Auch die Kostensteigerung des Projekts wurde vom Bundesrechnungshof öffentlich kritisiert.

Entwurf und Projektkosten wurden öffentlich heftig diskutiert

Nichtsdestotrotz wird das Gebäude in den kommenden fünf Jahren umgesetzt und soll dem Kulturforum endlich den Glanz und auch die räumliche Dichte geben, die dem Ort in den vergangenen Jahrzehnten stets gefehlt haben.

Diese architektonische Orientierungslosigkeit, unter der das Kulturform bis heute leidet, hat es nach Ansicht vieler Architekt*innen und Besucher*innen nie aus dem Schatten der weltberühmten, historischen Museumsinsel treten lassen.

Wir werden das Projekt mit Interesse verfolgen und sind gespannt auf das zukünftige Zusammenspiel von Neuer Nationalgalerie und dem Museum der Moderne.

© Sämtliche Grafiken/Visualisierungen: Stiftung Preußischer Kulturbesitz / Herzog de Meuron

Weitere Projekte in Mitte findet Ihr hier.

 

Die Gegenwart: Auf der zukünftigen Großbaustelle wird schweres Gerät aufgefahren

Die Zukunft: So soll das neue Museum nach Plänen des Büros Herzog de Meuron ab 2026 aussehen

Mehr Bilder vom Projekt gibt es hier.

 

One major construction site is leaving, another is coming: Following the successful completion of the renovation of the Neue Nationalgalerie in the Kulturforum in Berlin’s Tiergarten district, the next major project is already on the horizon: the construction of the “Museum der Moderne”.

Over the past five years, the Neue Nationalgalerie has been modernized and expanded in accordance with the strict requirements of historic preservation. In August, if the infection situation permits, the rebuilt building is to be ceremoniously reopened with an Alexander Calder exhibition.

NEW NATIONAL GALLERY IS FINISHED AND GETS A NEW NEIGHBOR

However, this will only be a foretaste of what Berliners and guests from all over the world can expect between Potsdamer Platz and Reichpietschufer from 2026.

The new building, which is being constructed according to plans by the architectural firm Herzog de Meuron, will be the direct neighbor of the Neue Nationalgalerie and will completely redefine the previous, unused open space in the center of the Kulturforum.

OFFICIAL GROUNDBREAKING CEREMONY IN DECEMBER 2019

The official groundbreaking for the project took place as early as the beginning of December 2019, in the presence of Michael Müller, Governing Mayor of Berlin, Monika Grütters, Minister of State for Culture, Hermann Parzinger, President of the Prussian Cultural Heritage Foundation, and Jaques Herzog, architect of the future building.

After last year’s preparatory construction work, the creation of access roads and soil investigations, it is now clearly visible on the museum construction site that the building site is being prepared so that the first civil engineering work can begin soon.

CONSTRUCTION SITE IS NOW VERY WELL DEVELOPED

After all, the building, which is not without controversy, is scheduled for completion in five years. The plan is to present internationally important collections permanently and together for the first time in the future “Museum der Moderne”: the National Gallery’s holdings of 20th century art, the Marx and Pietzsch collections, parts of the Marzona Collection anchored in the National Museums, as well as works from the Kupferstichkabinett.

The works are to be exhibited both on the ground floor of the neighboring Neue Nationalgalerie and, above all, in the exhibition rooms of the new building.

NEW NATIONAL GALLERY AND “MUSEUM der Moderne” TO FUNCTION TOGETHER

The new building is thus intended to function, in a sense, as an extension of the Neue Nationalgalerie designed by Ludwig Mies van der Rohe. The adjacency of the two buildings is thus intended to be not only spatial but also content-related.

The flat design by Herzog de Meuron, who among other things designed the new “Am Tacheles” district in Berlin, which is currently under construction, has been the subject of heated debate in the media and among the general public. The cost increase of the project was also publicly criticized by the Federal Audit Office.

DESIGN AND PROJECT COSTS WERE HOTLY DEBATED IN PUBLIC

Nonetheless, the building will be implemented over the next five years and should finally give the Kulturforum the splendor and also the spatial density that the site has always lacked over the past decades.

According to many architects and visitors, this architectural lack of orientation, which the Kulturform still suffers from today, has never allowed it to step out of the shadow of the world-famous, historic Museum Island.

We will follow the project with interest and are looking forward to the future interaction of the New National Gallery and the Museum of Modern Art.

© All graphics/visualizations: Prussian Cultural Heritage Foundation / Herzog de Meuron

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