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Nollendorfplatz: Büro-Neubau neben historischem Metropol-Theater

Am Nollendorfplatz in Berlin-Schöneberg entwickelt das Immobilienunternehmen Bauwens das Grundstück neben dem historischen Metropol-Theater. Entstehen sollen rund 6.000 Quadratmeter Bürofläche.

© Grafiken: Henn GmbH

 

Anfang des Jahres 2020 hat der Immobilienentwickler Bauwens, der auch an der Prenzlauer Allee in Pankow ein Büro- und Wohnungsprojekt entwickelt, das rund 1.500 Quadratmeter große Grundstück am Berliner Nollendorfplatz in direkter Nachbarschaft zum denkmalgeschützten Metropol-Theater erworben.

Das ehemalige Schauspielhaus “Metropol” prägt den populären Platz im nördlichen Teil Schönebergs bis heute, was man von dem benachbarten, neu zu bebauenden Grundstück nicht gerade behaupten konnte.

Zerstörung des Platzes im Zweiten Weltkrieg

Bis zum Zweiten Weltkrieg war das Grundstück, wie der gesamte Nollendorfplatz, dicht und prachtvoll bebaut. Nachdem die historische Bebauung jedoch durch Alliierte Bombenangriffe stark beschädigt wurde, wurde das Grundstück nur mit einem zweigeschossigen Zweckbau erneut bebaut. Dieses Gebäude wurde zuletzt als Spielhalle genutzt.

Dass sowohl das Gebäude als auch dessen Nutzung dem Nollendorfplatz nicht gut taten, liegt auf der Hand. Und so gingen der Bezirk Tempelhof-Schöneberg gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer Bauwens in Gespräche zur Neustrukturierung des Grundstückst.

Zukünftige Nutzung als Bürofläche

Ergebnis dieser Zusammenarbeit war eine gewünschte Nutzung als Bürofläche. Um dem benachbarten Theaterbau auch gestalterisch Rechnung zu tragen, lobte Bauwens einen internationalen Architekturwettbewerb aus, den das Münchner Architekturbüro HENN nach mehrmaliger Überarbeitung der Entwürfe für sich entscheiden konnte.

In dem neuen Gebäude werden knapp 6.000 Quadratmeter für Büroflächen entstehen. Im zukünftigen, oberen Gebäudeteil soll eine Ecke im rückversetzten Dachgeschoss ausgespart werden, um den benachbarten Turm des “Metropols” in Szene zu setzen. Zudem entsteht dadurch eine Dachterrassenfläche.

Ziel: “Zero-Emission-Gebäude”

Die bodentiefen Fassadenfenster und metallen gehaltenen Öffnungsflügel sollen konkav gebogen werden und somit den Himmel spiegeln. Ebenso soll das massiv wirkende Erdgeschoss zum Haupteingang nach innen abbiegen und damit einen geschützten Eingangsbereich schaffen.

Das Unternehmen Bauwens will mit dem Projekt ein sogenanntes “Zero-Emission-Gebäude” entwickeln und strebt die Platin-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an. Der Entwurf zeichnet sich daher unter anderem durch die Verwendung erneuerbarer Energien wie Geothermie und Photovoltaik sowie wiederverwendbarer Baustoffe aus.

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