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Regierungsviertel: Bundestags-Büros auf “Luisenblock West” fertig

Auf dem Gelände “Luisenblock West” im Berliner Regierungsviertel sind in kurzer Zeit temporäre Bundestagsbüros in modularer Holzbauweise entstanden. Die entstandenen 400 Büros sind für eine maximale Nutzungsdauer von 15 Jahren konzipiert.

Es ist eines der zähesten Stadtentwicklungsprojekte im Zentrum Berlins: Die Entwicklung des „Luisenblock“-Areals. Das Gelände liegt zwischen dem Bahnhof Friedrichstraße, dem Schiffbauerdamm, der Luisenstraße und der Stadtbahntrasse.

Bereits im Dezember berichteten wir über den Neustart bei der Entwicklung des Teilstücks “Luisenblock Ost”. Nachdem es für die Realisierung des preisgekrönten, aber zugleich umstrittenen Entwurfs des Architekturbüros Kusus und Kusus keine politische Mehrheit gegeben hatte, wurde das Bebauungsplanverfahren im Jahr 2020 gestoppt.

“Luisenblock”-Gelände wurde getrennt und zweigleisig entwickelt

Im Laufe des Jahres 2021 haben sich die Projektbeteiligten dem Thema “Luisenblock Ost” noch einmal gewidmet und nun einen offenbar mehrheitsfähigen Kompromiss ausgearbeitet. Das Areal selbst ist rund 30.000 Quadratmeter groß. Neben einem von Verdi genutzt Altbau befindet sich auf dem Gelände das denkmalgeschützte Gebäude der früheren DDR-Generalstaatsanwaltschaft. Beide Gebäude sollen im Zuge der Neubebauung erhalten und restauriert werden. Der Großteil des Areals ist jedoch unbebaut.

Anders als im Wettbewerb aus dem Jahr 2009 soll sich dieser neue Wettbewerb nur noch auf den östlichen Bereich des Luisenblocks erstrecken. Der rund 16.000 Quadratmeter große, westliche Teil des Blocks – “Luisenblock West” genannt – wurde unabhängig davon und sehr viel schneller gestaltet.

Temporäre Büros für eine Nutzungsdauer von 15 Jahren sind entstanden

Aufgrund des hohen Bedarfs an zusätzlichen Bundestagsbüros sollten auf diesem Gelände neue Büros in kurzer Zeit errichtet werden. Nach einem architektonischen Konzept des Büros Sauerbruch & Hutton wurden die Büros errichtet und kürzlich fertiggestellt.

Die Büros sind in modularer Holzbauweise entstanden, um ein schnelles und zudem klimaverträgliches Baukonzept anwenden zu können. Die nun entstandenen Bürobauten sind nicht „für die Ewigkeit“ konzipiert, sondern für eine maximale Nutzungsdauer von rund 15 Jahren. 400 Büros werden auf dem Grundstück an der geschwungenen Margarte-Steffin-Straße entstehen.

Modulare Holzbauweise: Kürzere Projektlaufzeit und Klimaverträglich

Warum die Büros in Modulbauweise entstehen, liegt auf der Hand. Die Vorteile liegen in einem hohen Vorfertigungsgrad und daraus resultierenden, kürzeren Projektlaufzeiten. So können kurzfristige Bedarfslagen, wie im vorliegenden Fall, optimaler bedient werden.

Auf dem Baugrund standen bis Ende der 90er Jahre mehrere Plattenbauten aus DDR-Zeiten. Städtebaulich nimmt der Entwurf die Höhe und Kubatur des gegenüberliegenden Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses auf und integriert sich dadurch in seine Umgebung, ohne gestalterisch zu glänzen. Dies ist allerdings auch nicht die Anforderung an den nüchternen, temporären Bau gewesen. Immerhin wählten Sauerbruch & Hutton eine bunte Fassadengestaltung, um dem Gebäude noch einen eigenen Charakter zu verleihen.

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