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Schloss Charlottenburg: Neues Besucherzentrum kommt ab 2024

Am Schloss Charlottenburg soll ein neues Besucherzentrum errichtet werden, um die Empfangssituation für die Besucherinnen und Besucher deutlich zu verbessern. Baubeginn soll 2024 sein.

So soll das neue Besucherzentrum am Schloss Charlottenburg einmal aussehen. Baubeginn soll 2024 sein.

© Visualisierungen: bez+kock architekten

 

Rund 400.000 Besucherinnen und Besucher sind es jährlich, die sich das historische Schloss Charlottenburg im gleichnamigen Berliner Stadtteil ansehen möchten. Ein neues Besucherzentrum wird daher dringend benötigt, um die Empfangssituation am Schloss zu verbessern.

Wir bekommen den Besucherstrom einfach nicht mehr organisiert“, sagt Ayhan Ayrilmaz, Direktor der Abteilung Architektur bei der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die mit der Verwaltung des Schlosses beauftragt ist.

Empfangssituation soll deutlich verbessert werden

Derzeit kommt es bei der Abwicklung der Besucherinnen und Besucher mitunter zu langen Schlangen, weshalb der Bau eines neuen Besucherzentrums in den vergangenen Jahren vorangetrieben wurde. Geplant ist es, im neuen Besucherzentrum unter anderem den Ticketverkauf und einen Museumsshop unterzubringen.

Zudem soll ein umfangreiches Informationsangebot für die Gäste geschaffen werden, auch Räume für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein Empfang. Dieser Bereich soll mit einer Lounge und einer Ruhezone ausgestattet werden. Zudem soll hier ein Bistro eröffnen, mit zwei angeschlossenen Terrassen. Für Küche und Sitzbereich des Cafés sind knapp 200 Quadratmeter vorgesehen.

Insgesamt 700 Quadratmeter soll das Besucherzentrum umfassen

Insgesamt wird die Fläche des Besucherzentrums rund 700 Quadratmeter umfassen. Der Entwurf des Gebäudes kommt vom Architekturbüro bez+kock architekten. Wichtig war der Stiftung, dass das neue Gebäude „nicht unsichtbar und denkmalgerecht“ konzipiert sei. Daher fiel die Entscheidung auf den schlichten und transparenten Entwurf des Stuttgarter Architekturbüros.

Der Neubau wird neben der historischen, „Kleinen Orangerie“ entstehen, wo sich derzeit noch ein Parkplatzgelände befindet. Als zweigeschossiger Pavillon wird das zukünftige Gebäude das zur Verfügung stehende Baufeld vollständig ausfüllen.

Die Fertigstellung ist für 2027 geplant

Gemeinsam mit der „Kleinen Orangerie“ soll der Neubau dem Orangengarten auf dessen Südseite eine räumliche Fassung geben und so das Ensemble komplettieren. Die Erscheinung des Neubaus ist dabei ganz offensichtlich von historischen Orangeriebauten inspiriert.

Das Gebäude wird zwei Fassadenschichten beinhalten. Die äußere der beiden Schichten soll von einem umlaufenden Kranz gusseiserner Stützen und horizontaler Gitterroste auf Ebene der Geschossdecken dominiert werden. Einen knappen Meter hinter diese äußere Schicht zurückversetzt werden geschosshohe Glaselemente den Innenraum des Besucherzentrums umschließen und somit eine maximale Transparenz zur historischen Umgebung ermöglichen.

Bis zum Baubeginn werden laut Ayhan Ayrilmaz noch zwei weitere Jahre vergehen, die vor allem zur Detailplanung des Bauvorhabens genutzt werden sollen. Eröffnet werden soll der Neubau dann im Jahr 2027.

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3 Kommentare

  1. Max Müller Februar 16, 2022

    Drei Jahre Bauzeit??

    Naja vielleicht hat es ja zehn Kellergeschosse.

  2. Fabian Februar 17, 2022

    Also das erinnert mich in gleichem Maße an eine Orangerie wie das neue Empfangsgebäude vor dem Reichstag – oder jede andere 60er-Jahre Glaskiste.

  3. Sophia Februar 17, 2022

    Wieso haben die Architekt:*_innen heutzutage ihren persönlichen Anspruch auf Ästhetik verloren? Die Baukunst von früher und dessen Bewunderung über die Jahrhunderte hinweg von der breiten Masse der Bevölkerung wird dieses Bauwerk nicht innehaben (viellicht ein weiterer Bau der nach 20 Jahren abgerissen wird wie so viele Schachteln zuvor).

    Dass sich die heutigen Architekt:*_innen daran nicht stören, verwundert mich jedes mal. Ein weiterer 08/15 Bau für Berlin, schade. Viellicht macht es die nächste Generation besser.

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