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“Zehlendorfer Bogen“: Erweiterung des Rathauses Zehlendorf

Das Rathaus Zehlendorf soll in den kommenden Jahren zu einem modernen und serviceorientierten Verwaltungsstandort erweitert und umgebaut werden. Hierfür werden denkmalgeschützte Gebäude saniert und neue Gebäude entstehen.

So soll das neue Rathausgelände im Bezirk Steglitz-Zehlendorf zukünftig aussehen. Das denkmalgeschützte Gebäudeensemble soll durch mehrere Neubauten ergänzt werden.

© Visualisierungen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen / MLA+ mit Lohrengel Landschaft

 

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf verfolgt das Ziel, das in Zehlendorf-Mitte gelegene Rathaus in den kommenden Jahren umfassend zu modernisieren und zu erweitern. Aus dem Rathaus soll ein publikumsorientiertes Dienstleistungszentrum werden. Dafür soll der bestehende Standort signifikant umgebaut und erweitert werden.

Seit Juli 2021 waren fünf Planungsteams dazu aufgerufen, ein städtebauliches Konzept für das Rathaus und sein Umfeld zu entwickeln. Dabei sollten vorrangig städtebauliche Fragen geklärt werden, wie etwa die Verteilung der verschiedenen Baukörper auf dem Grundstück oder die zukünftige Höhe und Ausdehnung der zukünftigen Gebäude. Auch über die Schaffung von Freiflächen und die Anbindung des Rathauses in die nähere Umgebung wurde in dieser Phase diskutiert.

Fünf Planungsbüros beteiligten sich am Wettbewerb

Ab August fand eine öffentliche Bürgerbeteiligung statt, bei der Interessierte aus dem Bezirk sowie auch die Mitarbeiter*innen des Rathauses ihre Meinungen zu den fünf entwickelten Konzepten abgeben konnten. Am 22. September schließlich fand die abschließende Jurysitzung statt, bei der die fünf städtebaulichen Entwürfe intensiv begutachtet und diskutiert wurden.

Siegreich war der Entwurf des Büros MLA+ mit Lohrengel Landschaft, der die Jury mit einer „ausgewogenen Einzelkörpersetzung“ und „ausgewogenen Höhenentwicklung“ überzeugte. Der bestehende Altbau soll dabei respektvoll von den neu entstehenden Gebäuden eingefasst werden. Vom Eckgebäude mit dem Bürgersaal (bzw. „BVV-Saal“) abgeleitet soll ein neuer Baukörper gegenüber der Kirche entstehen.

Neuer, zentraler Ort in der Mitte des Ensembles

In der Mitte des neuen Bauensembles soll ein neuer, zentraler Ort entstehen, von dem aus alle vorhanden Nutzungen und Service-Angebote zukünftig erschlossen werden können. Der Platz soll zukünftig multifunktional nutzbar sein. Hier soll auch ein sogenannter „Welcome Desk“ entstehen, bei dem sich die Bürger*innen des Bezirks informieren können, wo sie welche Angebote und Bereiche finden.

Im Erdgeschoss des neuen Rathausbereiches sollen eine Bibliothek, Gastronomie-Angebote, eine Musikschule und Volkshochschulräumlichkeiten untergebracht werden. Das Gebäude, in dem sich heute die Gottfried-Benn-Bibliothek befindet, soll saniert werden. Zukünftig sollen hier Büroräumlichkeiten entstehen.

In den diskutierten Entwürfen ging es noch nicht darum, eine detaillierte Darstellung des zukünftigen Rathauses zu entwerfen, sondern vor allem darum, stadträumliche Fragen zu klären. Der siegreiche Entwurf von MLA+ mit Lohrengel Landschaft wird nun im weiteren Verlauf spezifiziert und konkretisiert werden.

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© Visualisierungen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen / MLA+ mit Lohrengel Landschaft

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