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Die Entwicklung einer Fußballstadt: Union und Hertha im Portrait

Mit dem 1. FC Union und Hertha BSC spielen in Berlin gleich zwei Mannschaften in der 1. Fußball-Bundesliga. Damit ist Berlin die einzige deutsche Stadt, die derzeit zwei Vertreter in der höchsten Spielklasse vorweisen kann. Beide Vereine sind im kulturellen Selbstverständnis der Stadt tief verwurzelt, jeder Verein auf seine ganz eigene Art und Weise. Der RBB hat beiden Vereinen kürzlich eine aufwendige und sehr gelungene Betrachtung gewidmet.

Fußballkultur hat in Berlin sehr viele Gesichter. Ihre zwei populärsten Vertreter spielen in Köpenick und Charlottenburg und begegnen sich in Deutschlands höchster Spielklasse: Der 1. FC Union und Hertha BSC. Der RBB hat beiden Vereinen nun jeweils eine Dokumentation gewidmet.

© Foto: depositphotos.com
© Text und Titelbild: Björn Leffler

 

In sportlicher Hinsicht hat derzeit der in Köpenick verwurzelte 1. FC Union im stadtinternen Vergleich gegenüber Hertha BSC, ursprünglich im Wedding beheimatet und heute in Charlottenburg zu Hause, die Nase vorn. Wenn beide Vereine im Berliner Stadtderby aufeinandertreffen sind das, rein sportlich gesehen, Festtage für die Fußballstadt Berlin.

Was die Identität und den Kern beider Vereine ausmacht, hat der RBB kürzlich in zwei sehr gelungenen Dokumentationen beleuchtet, die sich intensiv mit der Geschichte und der Gegenwart beider Traditionsvereine auseinandersetzen. Dabei zeigen sie neben dem, was die Vereine in den Jahrzehnten ihres Bestehens rein sportlich erreicht haben vor allem die Menschen, die an diesen zwei Vereinen hängen.

Hertha und Union: In Berlin tief verwurzelt

Dabei wird deutlich, dass beide Vereine durch enorm schwierige Phasen gegangen sind, sowohl sportlich, finanziell und politisch. Unions DDR-Geschichte im Schatten des übermächtigen BFC Dynamo ist dabei genauso bewegend wie die Auswirkungen des Mauerbaus für die in Ost-Berlin lebenden Fans von Hertha BSC, die plötzlich nicht mehr ins Stadion gehen und ihr geliebtes Team anfeuern konnten.

Geschichte ist in Berlin eben immer auch verbunden mit der Geschichte der Teilung, aber auch der Wiedervereinigung. In beiden Dokumentationen werden die manchmal sehr unterschiedlichen, manchmal durchaus ähnlichen Wege beider Vereine nachgezeichnet und vor allem auch die Momente ihrer Geschichte beleuchtet, in denen sich beide Vereine begegneten.

RBB Dokumentation über Union und Hertha: Zwei sehr sehenswerte Filme

Dass beide Vereine zu Konkurrenten auf Augenhöhe geworden sind und seit einigen Jahren regelmäßig in der ersten Bundesliga gegeneinander antreten können, ist vor allem dem Aufstieg des 1. FC Union in die Bundesliga zu verdanken – und der Tatsache, dass Hertha BSC in den vergangenen Jahren mehrfach den Abstieg vermeiden konnte.

Welch große Bereicherung beide Vereine für die Stadtgesellschaft darstellen, nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch sozial und kulturell, haben die Teams des RBB in ihrer Betrachtung sehr gründlich und sensibel herausgearbeitet. Zwei Filme, die es wert sind, gesehen zu werden – auch für Menschen, die dem Fußball sonst eher nicht zugetan sind.

 

Hier könnt Ihr die Dokumentation über den 1. FC Union noch einmal in der RBB Mediathek sehen: 

Vom ewigen Außenseiter zum Überraschungsteam des deutschen Fußballs: Der Film erzählt die Geschichte des 1. FC Union Berlin – quer durch die Jahrzehnte. Eine Dokumentation über das Auf und Ab eines Fußballvereins – und über das Glück und Leid der Menschen, die sich ihm verschrieben haben. / © RBB

Hier könnt Ihr die Dokumentation über Hertha BSC noch einmal in der RBB Mediathek sehen: 

Mehr als 130 Jahre gehört die „Alte Dame“ Hertha BSC schon zu Berlin und hat viel erlebt: Vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung. Von einer Bank auf dem Arkonaplatz bis zum „Big City Club“. Die Dokumentation erzählt die Geschichte des Vereins und derjenigen, die sich ihm verschrieben haben: Auf der Tribüne, in der Fankneipe oder auf dem Platz. / © RBB

Weitere Dokumentationen und Filmrezensionen findet Ihr hier

 

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