-->
entwicklungsstadt berlin

Jede Zeit baut ihre Stadt.

Hochhausprojekt „Alexander Capital Tower“: Bau soll fortgesetzt werden

Das in die Schlagzeilen geratene Hochhausprojekt am Alexanderplatz, welches in Zeitverzug geraten ist, soll nach übereinstimmenden Medienberichten nicht von Sanktionen gegen russische Unternehmen betroffen sein und weitergeführt werden. Aufhorchen lässt dabei die Tatsache, dass im Neubau nun doch keine Eigentumswohnungen entstehen soll, wie es ursprünglich geplant war. 

So stellen sich die Bauherren und das Architektubüro Ortner & Ortner die Umsetzung des ambitionierte Hochhausprojekts am Berliner Alexanderplatz vor.

© Grafiken: Bewocon / PORR / Ortner & Ortner

 

Am 11. März berichteten wir erstmals über die bekannt gewordenen Probleme beim Hochhausprojekt „Alexander Capital Tower“ am Berliner Alexanderplatz. Denn das ehrgeizige Hochhausprojekt, welches direkt neben dem Alexa auf einem nur 60 mal 25 Meter großen Baugrundstück umgesetzt wird, scheint ins Stocken geraten zu sein.

Finanzsenator Daniel Wesener (Die Grünen) hatte vor einigen Wochen im Abgeordnetenhaus mitgeteilt, dass die Monarch Group, die hinter dem Projekt steht, ihrer mit dem Land Berlin geschlossenen Verpflichtung zur Fertigstellung des Baus nicht nachkommen könne.

Projekt soll nicht von Sanktionen gegen russische Unternehmen betroffen sein

Eine Verpflichtung zur Fertigstellung des Baus ist ein üblicher Vertragsbestandteil bei solchen Immobilienprojekten, wie es am Alexa umgesetzt werden soll. Schnell wurde in den Medien kolportiert, dass das Projekt von den Sanktionen der Europäischen Union gegen russische Unternehmen betroffen sein könnte und die Finanzierung daher ungewiss sei.

Nach Informationen des RBB sowie des Tagesspiegels soll das Projekt aber nicht von Sanktionen betroffen sein. Hintergrund seien demnach die Nationalitäten der jeweiligen Unternehmenseigentümer. Das Unternehmen Monarch hat zwar seinen Hauptsitz in Moskau, der Eigentümer des Unternehmens jedoch ist Armenier, genauso wie dessen Geschäftsführer.

Anwalt betont: „Bauarbeiten werden fortgesetzt“

Der Anwalt des Unternehmens, Detlef Stoecker, äußerte sich Ende vergangener Woche so zum Stand des Bauprojekts: „Die Bauarbeiten werden fortgesetzt und wir gehen davon aus, dass die Finanzierung weitergeführt wird.“ Stoecker betonte außerdem, dass keine Personen, die im Projekt involviert seien, durch Sanktionen der EU betroffen wären.

Ebenso bemerkenswert ist die Tatsache, dass sich auch die Nutzung des zukünftigen Hochhauses offenbar geändert hat. So hatte das Unternehmen BEWOCON bislang die Vermarktung von Eigentumswohnungen, die in dem Gebäude entstehen sollten, verantwortet.

Es sollen doch keine Eigentumswohnungen im Hochhaus entstehen

Dies hat das Unternehmen nun aber offenbar eingestellt. Laut Detlef Stoecker sollen in dem Neubau nun vornehmlich geräumige Mietwohnungen, Serviced Apartments und Flächen für Einzelhandel entstehen. Das ist ganz offensichtlich eine Kehrtwende, denn bislang sollte ein Großteil der geplanten 377 Wohnungen als Wohneigentum vermarktet werden.

Trotz der Bekenntnisse von Detlef Stoecker zum Weiterbau des Projekts scheint es hinter den Kulissen des „Alexander Capital Tower“ derzeit sehr viel Bewegung zu geben. Ob das Projekt in naher Zukunft in sicheres Fahrwasser zurückkehren kann, scheint derzeit noch unsicher zu sein. Wir werden das Projekt aufmerksam weiterverfolgen.

Weitere Projekte in Mitte findet Ihr hier
Signa-Hochhaus am Alexanderplatz: Teilabriss läuft
Neubau der Gertraudenbrücke: Diskussion um Breite der Brücke
Seit September 2021 entsteht das „Upbeat Berlin“ in der „Europacity“

150 Meter hoch soll das Gebäude direkt neben dem Alexa werden.

Weiter Beitrag

Zurück Beitrag

Antworten

© 2022 entwicklungsstadt berlin

Thema von Anders Norén