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Job-Motor in Treptow: Adlershofs Technologiepark wächst weiter

In Berlins Südosten wächst der Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof stetig an. Mit der Berliner Sparkasse gewinnt das Areal nun einen weiteren, wichtigen Mieter hinzu, der zum Wachstum des Gewerbecampus beiträgt.

© Visualisierung: Bauwert AG
Text: Stephanie Engler

 

Die coronabedingte Verzögerung der Festlichkeiten zur Grundsteinlegung im Oktober schränkten die Bauarbeiten des Projekts „Square 1“ nicht ein. Ganz im Gegenteil schreiten die Baumaßnahmen weiterhin zügig voran, sodass am vergangenen Mittwoch die Feierlichkeiten nachgeholt werden konnten.

Der erste Bauabschnitt des zweiteiligen Gebäudes wurde bisher im Rohbau fertiggestellt. Das Ziel ist es, den Bau bis 2024 abgeschlossen zu haben, damit die neuen Mieter Büro- und Wohnflächen beziehen können.

Die Architektur der Campusanlage liefern dazu die Berliner Büros Tchoban Voss Architekten, Eller + Eller sowie Grüntuch Ernst. Der Architekt Sergej Tchoban will im Bewertungssystem für Nachhaltiges Bauen die Qualitätsstufe Gold erreichen. Die Gestaltung der Außenanlagen übernehmen die Landschaftsplaner von Topotek.

Ein nachhaltiges Bürogebäude mit familienfreundlichen Anlagen

Mit rund 140.000 Quadratmeter Grundfläche sollen die zwei Gebäudeteile des Campus vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie manchem Nachwuchs ausreichend Platz bieten. Der vier- bis sechsgeschossige Komplex wird zudem um einen großzügigen, begrünten Hof herum errichtet. Auch auf der Dachterrasse soll das Konzept einer begrünten Umgebung umgesetzt werden.

Das Areal soll nach seiner Fertigstellung sowohl Büroflächen als auch Wohnungen, ein Apartment-Hotel, Geschäfte, Cafés und Restaurants sowie eine Kita beherbergen. Eine so familienorientierte Umsetzung war bei Gewerbeprojekten bislang eher selten zu finden und wird bisher hauptsächlich in reinen Wohnprojekten umgesetzt.

Berliner Sparkasse wird erster Mieter im „Square 1“

2024 wird das Bankhaus Berliner Sparkasse von der Gustav-Meyer-Allee im Wedding nach Adlershof-Johannisthal ziehen. Das Areal zwischen dem Groß-Berliner Damm und dem Adlergestell nahe dem S-Bahnhof Johannisthal wird insgesamt 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen neuen Arbeitsplatz bieten. Dafür sollen bis zu 24.000 Quadratmeter auf dem neuen Campus des Wissenschafts- und Technologieparks angemietet werden.

Für den Park kommt die bauliche Erweiterung günstig, da dieser langsam an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Bisher beherbergt der Technologiepark in Adlershof rund 1.200 Unternehmen sowie Forschungs- und Hochschulinstitute – mit ca. 22.000 Beschäftigten und 6.500 Studierenden. Daher wird eine Erweiterung in Richtung Johannisthal zwingend erforderlich, um den wirtschaftsfreundlichen Bezirk weiter wachsen zu lassen.

Um interessierte Mieter muss sich der Park keine Sorgen machen

Schon vor wenigen Tagen hatte Siemens Mobility seinen Umzug in den Wissenschafts- und Technologiepark in Adlershof bekannt gegeben. Das Unternehmen wird seinen Entwicklungs- und Produktionsstandort nur wenige Hundert Meter entfernt vom „Square“-Campus einrichten.

Dafür soll bis 2025 ein Neubau an der Wagner-Régeny-Straße entstehen, der Platz für 1.200 Beschäftigte bieten soll. Für die Bebauung des 26.000 Quadratmeter großen Areals wurde ein Erbbaurechtsvertrag mit 65 Jahren Laufzeit zwischen der BEOS AG und dem Land Berlin geschlossen.

Neue Wohnungen in direkter Nähe zum Technologiepark sollen entstehen

Mit dem Bau von bis zu 1.800 Wohnungen soll der Technologiepark nun auch für mögliche Bewohner attraktiv gestaltet werden. Die Firma Bauwert plant gemeinsam mit einer landeseigenen Berliner Wohnungsbaugesellschaft ein Stadtquartier inmitten der Bürokomplexe am Segelfliegerdamm.

Die Schaffung neuer Arbeitsplätze in unmittelbarer Nachbarschaft soll zukünftige Bewohner anziehen und das Quartier attraktiver machen. Ein Bebauungsplan ist schon in Bearbeitung.

 

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