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Karstadt-Projekt am Hermannplatz: Bebauungsplan wird aufgestellt

Nach Jahren der Diskussion über den Wiederaufbau des historischen Karstadt-Gebäudes am Hermannplatz geht es nun endlich los: Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel hat das Verfahren zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans eingeleitet.

Der Hermannplatz, zwischen Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg gelegen, soll im Rahmen eines Masterplanverfahrens entwickelt werden. Teil dieser Entwicklung wird der Wiederaufbau des historischen Karstadt-Gebäudes sein.

 

Bereits im November 2021 hatten wird darüber berichtet, dass die neu gewählte Berliner Landesregierung das Signa-Bauvorhaben am Hermannplatz, an der Grenze zwischen Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg, unterstützen wird. Dies wurde bereits während der noch laufenden Koalitionsverhandlungen an die Medien kommuniziert.

Der alte und neue Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel lässt seinen Worten nun Tagen folgen. Wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung verkündete, hat Geisel das Verfahren zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans eingeleitet.

Hermannplatz: Bebauungsplanverfahren wird eingeleitet

Andreas Geisel selbst äußert sich dazu wie folgt: „Wir kommen endlich vom Planen ins Handeln. Die jahrelange Diskussion über die Zukunft des Kaufhausstandorts tritt jetzt in ihre rechtsverbindliche Phase ein. Das ist für alle Beteiligten ein wichtiger Schritt. Ich wünsche mir am Hermannplatz ein Kaufhaus für die Menschen im Kiez – mit berlinweiter Ausstrahlung. Gleichzeitig müssen wir uns Gedanken über die weitere Entwicklung des Hermannplatzes machen.“

Damit macht Geisel deutlich, dass es am Hermannplatz zukünftig nicht nur um die bauliche Erweiterung des bestehenden Karstadt-Gebäudes gehen wird, bei dem das Gebäude aus den 1920er Jahren nach historischem Vorbild wieder entstehen soll. Die Neuausrichtung soll den gesamten Hermannplatz betreffen.

Ein Masterplan für den Hermannplatz soll erarbeitet werden

Ziel der Senatsverwaltung ist es, im Rahmen eines Masterplanverfahrens räumliche und infrastrukturelle Maßnahmen zur Qualifizierung des Hermannplatzes auszuarbeiten. Dies soll in enger Kooperation mit den Bezirken Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg geschehen, deren Bezirksgrenze direkt auf dem Hermannplatz verläuft.

Zudem sollen Wirtschaftsverwaltung und Verkehrsverwaltung am Verfahren beteiligt werden, da das Vorhaben als Entwicklungsprojekt mit gesamtstädtischer Bedeutung betrachtet wird. Basis dafür ist die sogenannte Grundlagenermittlung, die von November 2021 bis Januar 2022 gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern aus den umliegenden Stadtquartieren erarbeitet worden ist.

Umwelt, Verkehr, Wirtschaft: Zentrale Themen für die Entwicklung des Platzes

Mehrere Themenfelder standen bei der Grundlagenermittlung im Mittepunkt, wie Gesellschaft, Umwelt, Verkehr, Klimaschutz, Wirtschaft und Arbeit oder Städtebau. Auch das Thema Denkmalpflege wurde berücksichtigt.

Laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ist das Ziel des Verfahrens, welches eine weitere, breite Öffentlichkeitsbeteiligung vorsieht, eine soziale, gemeinwohlorientierte und nachhaltige Entwicklung des Hermannplatzes zu ermöglichen.

Weitere Informationen zum Konzept können hier eingesehen werden. Für das Immobilienunternehmen Signa wird die Nachricht von der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens als ausgesprochen positive Nachricht gewertet werden.

Umbaukonzept wurde mehrfach angepasst – Skepsis im Bezirk bleibt

Nachdem das Unternehmen gegen zahlreiche Widerstände aus den Bezirken und der Bevölkerung argumentieren musste und das bauliche und inhaltliche Konzept in der Folge mehrfach angepasst wurde, kommt nun endlich die planungsrechtliche Grundlage für das ambitionierte Wiederaufbau-Projekt in Sichtweite.

Das Wiederaufbau-Projekt am Hermannplatz ist kürzlich von den Leserinnen und Lesern von ENTWICKLUNGSSTADT BERLIN zum spannendsten Bauprojekt gewählt worden, über das wir im Jahr 2021 berichtet haben. Weitere Informationen zu dieser Wahl findet gibt es auf unserer Medien-Seite.

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1 Kommentar

  1. Max März 14, 2022

    Die Stadt muss ja froh sein, dass die Investoren so geduldig durchhalten, hier oder noch verstärkt beim Pankower Tor, wo es 11! Jahre gedauert hat bis Senat und Bezirk endlich in die Pötte kommen. Für Neukölln ist das ein grosser Gewinn.

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